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Es geht weiter – OCM 1.0.9 veröffentlicht

Geschrieben von +Maik Bischoff am 18. November 2011 um 09:26

OCM 1.0.9Nachdem es längere Zeit recht ruhig um die freie Geocacheverwaltung für Linux, OpenCacheManager, gewesen ist, wurde in der letzten Nacht mit der 1.0.9 wieder eine aktuelle Version veröffentlicht. Dabei wurde neben einem kleinen Bugfix auch die eine oder andere neue Funktion implementiert.

Hier seien zunächst zwei neue Schnellfilter erwähnt. Bisher gab es 4 mitgelieferte Schnellfilter: Alle, ToDo, Eigene und Abgeschlossene. Diese Filter wurden nun durch einen für DNF und einen für veraltete Caches erweitert. Der DNF-Filter ist selbsterklärend, hier werden einfach alle Caches angezeigt, die man in der Datenbank als DNF gekennzeichnet hat. Sei es manuell, sei es durch den Import von Field Notes oder durch den Import von GPX-Dateien. Als veraltet sieht OCM alle Caches an, die über einen im Einstellungsdialog festzulegenden Zeitraum nicht aktualisiert wurden, also bspw. nicht in den zuletzt importierten PQ enthalten waren. Diese Funktion, eingeführt wurde sie mit Version 1.0.7, ist nun eben durch den neuen Schnellfilter nutzbar um ausschließlich veraltete Caches – bspw. um sie kurzerhand zu löschen oder in eine andere Datenbank zu verschieben.

Automatischer Dateiname auf internem SpeicherAls weitere Neuerung wäre die Möglichkeit zu nennen, automatische Dateinamen beim Export auf Garmin GPSr zu vergeben. Damit wird dann automatisch der Name der aktuellen Datenbank als Dateiname verwendet. Dies ist insbesondere für all diejenigen interessant, die ihre Caches über mehrere Datenbanken hinweg verwalten und nun nur noch ein einziges GPS-Profil einrichten müssen.

BTW: Ja, auch mir ist der Fipptehler in der Übersetzung aufgefallen, aber da muss ich wohl sowieso noch einmal ran, denn die wörtliche Übersetzung sieht ‘live’ doch irgendwie dämlich aus.

Die auffälligste Neuerung in Version 1.0.9 dürfte jedoch der Datenbank Bereinigungsassistent sein. Verschiedene Bereinigungsoptionen lassen sich hiermit auf einen Rutsch erledigen. Aktuell umfasst das die Reduzierung der Logs auf eine festzulegende Anzahl sowie das komprimieren und sichern der Datenbank.

Einleitung Optionen Bestätigen Fertig

Auch beim Bereinigungsassistenten gibt es wohl noch Probleme mit der Übersetzung. Es sind zwar alle Strings komplett übersetzt, fehlen aber aus mir unbekannten Gründen im Programm. aber das wird noch geklärt und sollte mit der nächsten Version wieder passen.

Für alle Interessierten gibt es wie immer eine vollständige Liste der Änderungen im Changelog zu Version 1.0.9:

Changelog für Version 1.0.9 anzeigen…

Für Ubuntu gibt es diesmal kein gesondertes Paket, da es unter der aktuellen Ubuntuversion (11.10, Oneiric Ocelot) sonst zu Konflikten mit der Paketverwaltung kommt (diese will OCM im Rahmen einer Teilsystemaktualisierung entfernen, da OCM eine veraltete Mono-Version verwendet). Also gilt für alle: Wir installieren old-school! Aber auch das muss niemanden schrecken. Einfach das Paket herunterladen, entpacken und im Terminal in das entpackte Verzeichnis wechseln. Dann nacheinander folgende Befehle verwenden:

./configure
make
sudo make install

Benutzer von Ubuntu 11.10 müssen darauf achten, das eben wegen der unterschiedlichen Monoversion noch das Startscript angepasst werden muss. Entweder das mitgelieferte (/usr/local/bin/ocm-gtk), oder aber man bastelt sich ein eigenes Shellscript mit folgendem Inhalt um OCM zu starten:

cd /usr/lib/opencachemanager/
mono --runtime=v4.0 ./ocm-gtk.exe

Fehlermeldungen, Featurewünsche und sonstiges dürfen wie üblich im OCM Forum abgeladen werden! :-)

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Kommentare

5 Reaktionen zu “Es geht weiter – OCM 1.0.9 veröffentlicht”

  1. Herr Jemineh

    Nicht vergessen, dass die Installation per “make install” immer etwas ungeschickt ist; das geht „an der Paketverwaltung“ vorbei (was ja hier auch so gewollt ist), könnte aber evt. für (kleinere) Probleme bei späteren Upgrades sorgen.

    Das ist sicher nichts kritisches, aber es gibt noch den Nachteil, dass das Deinstallieren solcher Programme immer ein wenig nervig ist (eben nicht per Paketmanager).

    Vielleicht ist es ratsamer, hier auf “checkinstall” zu verweisen: http://wiki.ubuntuusers.de/programme_kompilieren#Installieren
    Das ist technisch sicher auch nicht das Nonplusultra, aber schon etwas eleganter, finde ich.

  2. Schrottie

    Checkinstall mag zwar oftmals passen, aber ich habe leider die Erfahrung machen müssen, das damit nur selten wirklich brauchbare Pakete entstehen.

    Aber Du hast ja vollkommen richtig festgestellt: Hier ist es Plan, an der Paketverwaltung vorbei zu installieren. Ich schätze mal, die nächste oder spätestens übernächste Version wird wieder “unproblematisch” sein, so das dann wieder das Paket genutzt werden kann. Und wann es soweit ist, stellt OCM allein fest, denn es prüft in festlegbaren Intervallen selbstständig auf Aktualisierungen. :-)

  3. eknus

    Bei mir mault configure:
    No package ‘webkit-sharp-1.0′ found
    Unter synaptic finde ich kein Paket mit dem Namen. (bin auf lucid, und wechsel dann auf die nächste LTS).

    Was tun?
    Warum gibts denn kein Paket für Lucid (müsste doch gehen, wenn ich das richtig gelesen habe.. oder?)

  4. eknus

    Sehe gerade das mittlerweile auch schon 1.10 erschienen ist…
    Das gleiche Problem …

    No package ‘webkit-sharp-1.0′ found

    Aber OCM schreibt:
    “Lucid 32 bit and Oneric 64 packages will follow soon.”
    Dann warte ich wohl noch mal ein bisschen.
    Habe Lucid 32bit

  5. Schrottie

    Befrag mal Synaptic nach libwebkit, das sollte es sein.

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