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Geokrety: Supportmöglichkeiten gesucht!

Geschrieben von +Maik Bischoff am 17. November 2011 um 12:19

Viele Geocacher begründen ihre Premiummitgliedschaft bei geocaching.com damit, das sie mit ihrem “Obolus” ja helfen würden die Server zu betreiben. Ein edler Gedanke, wenngleich er leider nicht wirklich zutrifft. Aber er zeigt, das man durchaus bereits ist für die Verfügbarkeit eines gern genutzten Service zu bezahlen. Nun gibt es ja bekanntlich auch noch weitere Plattformen als geocaching.com, ganz vorn sei dabei opencaching.de genannt. Auch hier laufen die Server nicht kostenfrei, jedoch durch das Sponsoring von schwarzwald.de braucht man sich keine Gedanken über dieses Thema machen.

Nun gibt es aber rund um das Geocaching auch andere Dienste, die man immer wieder gern nutzt. Dazu gehört unter anderem geokrety.org, ein Service der es ermöglicht, völlig unabhängig von irgendwelchen Geocachingplattformen Trackables, also verfolgbare Reisende loszuschicken. Geokrety.org wird wie bspw. auch opencaching.de von einem Freiwilligenteam betreut, das ausschließlich unentgeltlich in seiner Freizeit aktiv am Service arbeitet. Diese Initiative hat nun dafür gesorgt, das sich Geokrety inzwischen sehr großer Beliebtheit erfreuen und immer mehr Geocacher diese Alternative zum Travel Bug oder Geocoin verwenden.

Alte Hardware macht dem kleinen Maulwurf zu schaffen... :-(Der verstärkte Ansturm hat nun aber auch negative Folgen: Geokrety.org wird auf zugegebenermaßen altersschwacher Hardware gehostet. Gern wird es mit einem alten 386er im Schuhregal verglichen. Und diese alte Hardware macht nun zunehmend Probleme. Nach einem Totalausfall am 14.11. ist geokrety.org heute früh wieder komplett vom Netz gegangen. Diesmal sind die Hardwareprobleme deutlich größer, so das eine 2 bis 3tägige Ausfallzeit prognostiziert ist. Das ist recht traurig und macht vor allem eine Email wieder brandaktuell, die bereits am 20.10. an alle Benutzer geschickt wurde. Darin hieß es unter anderem:

[DE] Geokrety.org ist ein kostenloser Service der von einem Freiwilligenteam betrieben wird. Dabei gibt es keine Werbung, keine Premium-Mitgliedschaften oder ähnliches. Ebenso besteht keine Notwendigkeit, teure Anhänger (Dog Tags, Coins) zu kaufen, denn den Anhänger mit der Trackingnummer stellt man sich selbst her. Mit der wachsenden Zahl von Benutzern, GeoKrets, Log-Einträgen und Funktionen hat sich herausgestellt, dass die aktuelle Infrastruktur nicht mehr für den flüssigen Betrieb des Service ausreicht. Nun bitten wir Euch – die regelmäßigen Benutzer – uns Eure Meinung zu möglichen Supportwegen mitzuteilen. Bitte schreibt Eure ehrliche Meinung zu unseren Ideen – Sie ist uns wichtig! Darüber hinaus haben wir einige weiter Fragen/Aspekte hinzugefügt, die in direktem Zusammenhang mit dem Service und seiner Zukunft stehen. Vielen Dank, das Ihr Euch die Zeit nehmt! Das GK-Team.

Nun wurde zu diesem Zweck eine Umfrage erstellt, in der man ohne großen Zeitaufwand mithelfen kann, mögliche Supportwege für geokrety.org zu ermitteln. Neben vorab definierten Dingen kann man auch frei Vorschläge äußern. Das Formular ist zwar in englisch und polnisch, jedoch kann man seine Vorschläge auch auf deutsch formulieren. Es gibt genug Übersetzer im Team, die das dann ins englische umrödeln.

Eines möchte ich aber noch einmal in aller Deutlichkeit klarstellen: Es ist nicht geplant, geokrety.org kostenpflichtig zu machen! Es werden lediglich Wege und Möglichkeiten gesucht, den Service mit finanziellen Mitteln zu versehen, die den Aufbau und Unterhalt einer stabileren Infrastruktur ermöglichen. Damit auch künftig viele kleine Maulwürfe auf Reisen gehen können!

Hier noch einmal der Link zur Umfrage: https://docs.google.com/spreadsheet/viewform?formkey=dG8wOWw4ZFlKa3JUdktaUTlmOTFaWEE6MQ

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Kommentare

8 Reaktionen zu “Geokrety: Supportmöglichkeiten gesucht!”

  1. Max

    Bei der Umfrage habe ich damals schon mitgemacht. Die Möglichkeit ein Angebot über mehrere Wege (Abo, Einmalspende usw.) unterstützen zu können, ist sicher gut. Ein Gadget-Shop klingt zwar auch verlockend, aber daraus folgen dann auch ein paar neue Probleme, da sich da ja Leute auch um schnelle Abwicklung kümmern müssen, das kostet ja auch wieder Geld.

  2. Schrottie

    Ja, so ein Gadget-Shop ist immer ein zweischneidiges Schwert. Zum Einen tun sich viele damit recht schwer, ein Projekt mit reinen Geldspenden zu unterstützen, bei Gadgets hingegen sind sie offener. Macht man das dann, bringt es eben entweder, wie du schon richtig anmerkst, viel Arbeit, oder aber man übergibt das an einen bestehenden Shop, der dann aber verständlicherweise seinen Teil vom Kuchen abhaben will.

  3. Christoph

    Habe hier noch diverse 486er zur Verfügung, aber das hilft wohl nicht…
    Eine Spendemöglichkeit via Paypal bzw. Flattr ist nicht denkbar?

  4. Schrottie

    Denkbar ist sicher alles, ich vermute mal, das Filip dann die Variante bevorzugen wird, für die sich die meisten Umfrageteilnehmer aussprechen.

    BTW: Was macht man denn mit alten 486ern? :eek: Ich hab hier selbst die “obligatorische Elektroschrottsammlung” inzwischen soweit abgerüstet, das ich beinahe nicht einmal was für das Foto fand.

  5. Christoph

    Ich bin in einem Segelverein aktiv, da wird viermal pro Jahr ein Rechner gebraucht, um die Regattaergebnisse auszuwerten. Die Anforderungen von Winregatta sind nicht hoch, ein neuer Rechner würde da keinen Sinn machen. Also landen da immer abgelegte Rechner. Aktuell stehen da zur Verfügung: ein 486er (deaktiviert), ein Pentium III (inzwischen auch deaktiviert) und ein aktiver AMD Athlon irgendwas Hz. Als im letzten Jahr der Pentium (Baujahr lt. Bios 1996) mit Windows XP und der Auswertung ziemlich lange brauchte, kommentierte das die Vereinsleitung “eine Neuanschaffung wäre nicht übereilt…” Nun tut der vier oder fünf Jahre alte AMD Athlon dort Dienst…

  6. Schrottie

    Okay, bei dergestalt geringen Anforderungen muss es tatsächlich nicht mehr sein. Allerdings könnte man die ausgedienten Modelle ja trotzdem der Entsorgung zuführen… :w00t:

  7. Spike05de

    So, Umfrage ist erledigt. Bin mal gespannt was dabei rauskommt. Bei manchen freien Projekten frägt man sich ohnehin wie sie das bisher finanziert haben.

  8. Jörg (DWJ_Bund)

    So manches Unternehmen “entledigt” sich altem, abgeschriebenem Büroequipment per verschenken.

    Einfach mal in der Region aktiv umhorchen, auch bei Banken oder Sparkassen, die IT ansonsten kostenpflichtig entsorgen muss. Vielleicht springt ja sogar bei einem Nachfragegespräch nen kleines Dauersponsoring raus.

    Viel Erfolg
    Jörg

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