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No-IP DUC für Linux

Geschrieben von +Maik Bischoff am 23. Oktober 2007 um 09:05

Viele betreiben, für meist private Zwecke, lokale Serverdienste auf ihrem Heimrechner. Unter Windows installiert man sich, sofern man den Service von no-ip.com nutzt, hierzu No-IP DUC, trägt die nötigen Zugangsdaten ein und schon ist alles erledigt. Bei jeder neuen Verbindung zum Provider wird die aktuelle dynamisch zugewiesene IP an no-ip.com übermittelt und man ist über “seinen” URI erreichbar.

Das funktioniert auch unter Linux und ist sogar recht einfach eingerichtet. Zunächst benötigt man die Linuxversion des Programms, noip2, die man hier bekommt. Den Inhalt des Archives entpackt man, öffnet eine Konsole und wechselt in das Verzeichnis, in das man den Archivinhalt entpackt hat. Dort kann man mittels

make

und

make install

das Programm kompilieren und installieren. Bereits während der Installation wird eine Konfigurationsdatei angelegt. Dazu werden die Zugangsdaten zu no-ip.com abgefragt und entsprechend gespeichert. Um das Programm später nicht immer mit root-Rechten starten zu müssen, überträgt man die nötigen Rechte und den Besitz auf sich selbst.

sudo chmod 700 /usr/local/bin/noip2
sudo chown user /usr/local/bin/noip2

Auch die Konfigurationsdatei muss man sich aneignen:

sudo chmod 600 /usr/local/etc/no-ip2.conf
sudo chown user /usr/local/etc/no-ip2.conf

Nun kann noip2 ganz einfach auf der Konsole gestartet werden. Will man einen automatischen Start beimSystemstart, so öffnet man mit Root-Rechten die /etc/rc.local und fügt dort folgendes ein:

case "$1" in
  start)
    echo "Starting noip2."
    /usr/local/bin/noip2
  ;;
  stop)
    echo -n "Shutting down noip2."
    killproc -TERM /usr/local/bin/noip2
  ;;
  *)
    echo "Usage: $0 {start|stop}"
  exit 1
  esac
exit 0

Peng, das wars. noip2 läuft ganz diskret im Hintergrund und hält no-io.com schön brav über die aktuelle DynIP auf dem Laufenden. Und schon aht man, sofern der Rechner zu Hause läuft und online ist, von überall aus Zugriff auf gestartete Serverdienste. Sei es ein Webserver, ein FTP-Server, VNC oder “schlichtes” SSH.

Übrigens, will man No-IP DUC komplett beenden, kann man dies ganz bequem mit folgendem Script tun:

  #!/bin/sh
  for i in `noip2 -S 2>&1 | grep Process | awk '{print $2}' | tr -d ','`
  do
    noip2 -K $i
  done
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Kommentare

5 Reaktionen zu “No-IP DUC für Linux”

  1. Andreas

    Dafür gibt es doch schon komplett fertig ddclient und dyndns… Dyndns wird sogar von vielen Routern direkt unterstützt, was bei no-ip nicht unbedingt der Fall ist… kommt also immer darauf an, wie kompliziert man es sich machen möchte und welche Vorteile man sich von no-ip gegenüber dyndns verspricht. Ich sehe da keine wirklichen…

  2. tAXMAN

    Das was Andreas sagt. Die Router machen sowas von hause aus. Dyn-DNS-Einstellungen sind in fast allen neueren Geräten vorhanden. Aber schön zu wissen, wie es geht, wenn der Router die Voraussetzungen nicht bietet. Thx!

  3. Schrottie

    Das weiß ich, aber bspw. mein Router tut das nicht. Und da werde ich mit Sicherheit nicht der einzige sein…

  4. Konrad

    Vielen dank für diesen Tuturial!
    Ich habe schon länger nach so einer Lösung gesucht, da ich einen LAMPP-Server auf Ubuntu betreibe und sonst selbst einmal pro Tag updaten musste.

  5. mic

    Hi folks,

    das sieht ja echt gut aus, hat soweit geklappt, aber nur bis zu meinem router.
    bei mir gibt es noch ein problem ich kann meine webseite noch nicht sehen.
    da bei mir nur die router addresses bei NOIP zusehen ist und noch ein VMware dazwischen ist.

    hat irgend jemand eine idee wie ich an heran kommen.

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