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Ra(n)dnotizen #42

Themen: (1) „Garmin Glass“ (2) Wider dem Geisteradler! (3) Fahrbahnradeln = Verkehrssicherheit (4) Schlingernde Spanierinnen (5) Resolute Radlerin (6) Rückenwind von unerwarteter Seite (7) Mangelndes Ausbautempo (8) Betrug bei Jedermann? (9) VELOBerlin 2016 (10) Bitte weitergehen … (11) Nachgereichte „Rückschau“


„Garmin Glass“

Sicher kann sich noch jeder an Google Glass erinnern, die Datenbrille – oder eher das brillenähnliche Dingsbums – mit dem allerlei Informationen ins Sichtfeld ihres Trägers gebracht werden können. So richtig durchsetzen konnte sich das Ding ja nicht, was ich im Übrigen echt schade finde, dafür hat Garmin aber jetzt ein Produkt in der Pipe, das ganz ähnlich aussieht.

Die Garmin Varia Vision sieht allerdings nur so aus, denn ganz ohne Kamera und Mikrofon dürfte hier das obligatorische Datenschutzgeflenne ausbleiben. So ist quasi ein abgesetztes Display für ein vorhandenes Garmin-Navi. Der Tagesspiegel hat sie mit einem Edge 1000 erfolgreich getestet, was mich gleich zappelig werden lässt. Zappelig, weil ich solche Gadgets mag, weil ich Garmin mag und weil ich einen Edge 1000 besitze. Bleibt nur der stolze Preis von 400 €. Also schon mal sparen … 😉


Wider dem Geisterradler

Demletzt hat es ja die Berliner Polizei vorgemacht. Man hat eine Aktion durchgezogen, die der Sicherheit der Fahrradfahrer gelten sollte und zumeist Radler gestoppt und abkassiert. Ähnliches hat man nun auch in Regensburg getan. Beim Aktionstag „Mehr Sicherheit im Radverkehr“ wurden, wie sollte es auch anders sein, vornehmlich Radfahrer zur Kasse gebeten. Dabei besonders im Visier der Rennleitung: Geisterradler. (mehr …)

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Ra(n)dnotizen #41

Themen: (1) Radfahrstreifen I (2) Radfahrstreifen II (3) Digitales Doping? (4) Fang den Dieb! (5) Geoorbitaler Nachrüstantrieb (6) Fast schon wie Krieg II (7) Über 60% Fahrradverkehr! (8) Mehr als zwei Milliarden € … (9) … oder nachher doch nur eine Milliarde?


Radfahrstreifen I

Beim WDR, hier wie üblich leider nicht einzubetten, also bitte dem Link folgen, gibt es ein ganz nettes Video, das die Problematik „Radfahrstreifen“ kurz und knapp auf den Punkt bringt. Unter dem Titel „Wie kommen Radfahrer sicher durch die Stadt?“ wird in einem Comic-Clip erklärt, warum Radfahren in der Stadt eher einem Hindernisrennen gleicht und wie es auch anders funktionieren kann. Wenn man will und mit alten Tabus bricht.


Radfahrstreifen II

Das Blog „Radfahren in Stuttgart“ hat das Comic-Video des WDR aufgegriffen, um die Problematik Radfahrstreifen ein wenig genauer zu beleuchten. Dabei gibt es dann allerlei Beispiele zum Thema Fahrbahnradeln – was man dabei falsch und/oder richtig machen kann – und am Ende kommt auch hier der Schluß auf, dass Radfahren nur dann sicherer gemacht werden kann, wenn man Autofahrern Raum wegnimmt, also mit alten Tabus bricht. Insgesamt also auch ein ganz interessanter Beitrag, wenngleich mir dort zu sehr gefordert wird, das man als Radler doch eher mal auf seine Rechte verzichten soll, anstatt von Autofahrern mehr Paragraf 1 StVO einzufordern. (mehr …)

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fernmeldeturm

Schauinsland in Berlin-Wannsee: Der Fernmeldeturm auf dem Schäferberg

Aufgewachsen in Potsdam zu Zeiten der Berliner Mauer war er stets der Inbegriff des „Westens nebenan“: Der Fernmeldeturm auf dem Schäferberg in Wannsee. Die DDR hatte ja den Fernsehturm auf dem Alexanderplatz, der jedoch war für Potsdamer ziemlich weit weg. Zum Einen war er nicht zu sehen und zum Anderen war es, eben wegen der Mauer, eine reichlich lange Anreise.

Aber der auf dem Schäferberg, der war spannend. Denn auf Landkarten war Westberlin nicht zu sehen, dort war es eine graue Fläche und so war eigentlich auch völlig unklar, was da auf diesem „Westfernsehturm“ tatsächlich los ist. Sind da auch Leute oben, ist da ein Restaurant? Wie sieht es von nahem aus? Allerlei Fragen, die dann nach der Wende ja recht schnell beantwortet waren. (mehr …)

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#Fahrradalltag in Berlin und Deutschland

Nachdem der Berliner Politiker Steffen Burger via Twitter seinem Unmut darüber Luft gemacht hatte, das er von einem Autofahrer zunächst zu dicht überholt und dann als Reaktion auf eine Beschwerde darüber verfolgt und zusammengeschlagen wurde, machte das von ihm dafür genutzte Hashtag #fahrradalltag die Runde. Radfahrer aus ganz Berlin und Deutschland begannen damit, auf Twitter ihr tägliches Erleben zu veröffentlichen.

Schlimm ist daran eigentlich, das wohl jeder Radfahrer die meisten dieser Tweets aus eigenem Erleben nachvollziehen kann. Sie zeigen in aller Deutlichkeit, wie weit man in Deutschland noch von der Akzeptanz des Fahrrades als Verkehrsmittel entfernt ist. Was nicht zuletzt auch der Politik zugeschrieben werden kann, die ja nach wie vor dem Automobil den Vorrang gibt – selbst dann, wenn wie bspw. in Berlin eine durchaus brauchbare Radverkehrsstrategie vorhanden ist. (mehr …)

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Ra(n)dnotizen #40

Willkommen in Schilda

Manch einer denkt sicherlich an die Taten der Schildbürger, wenn er als Fahrradfahrer mit der Berliner Verkehrswirklichkeit konfrontiert wird. Insbesondere an Baustellen ist es immer wieder erstaunlich, wie kreativ der eine oder andere Baustellenplaner dabei vorgeht. Da endet ein Radweg schnell mal im Nichts oder an einer – schon immer vorhandenen – Absperrung.

Ich selbst habe derzeit eine Baustelle auf meiner Trainingsstrecke, an der hört der Radweg dann kurzerhand mit Verkehrszeichen 254 auf. Der Tagesspiegel hat sich dieser Sache mal angenommen und berichtet nebst einigen aktuellen Beispielen von dieser Problematik.

Die richtige Investition

Gerade aus Kopenhagen hört und liest man ja ständig gute Nachrichten rund um das Thema Fahrradverkehr, aber auch der Rest Skandinaviens lässt sich da nur ungern lumpen. Und so liest man jetzt, das im norwegischen „Nasjional transportplan“ für die Jahre 2018 bis 2029 dem Radverkehr ein deutlich höherer Stellenwert als bisher eingeräumt wurde. Gleich 850 Millionen Euro will man dafür locker machen und damit unter anderem 10 Bikehighways in Ballungszentren schaffen. (mehr …)

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Ra(n)dnotizen #39

Verspäteter Aprilscherz

Zugegeben, ich traue es unserer Regierung durchaus zu und deshalb hielt ich diese Meldung auf den ersten Blick für echt: Elektroautos sollen fortan – vorfahrtberechtigt – Radwege aller Art nutzen dürfen. 😯

Gut, nach einer kleinen Extrasystole kam irgendwann die Einsicht, das es sich hier eben um die verkehrte Netzwelt handelt und die nun umgesetzte Fangprämie für Käufer von Elektroautomobilen auch wirklich nur bei dieser IMHO absolut unnützen Prämie bleibt und nicht noch zusätzlicher Unfug getrieben wird. Aber schlimm ist doch eigentlich, das echte Meldungen inzwischen kaum mehr von Satire zu unterscheiden sind. Und das nicht nur im Bereich Mobilität und Radverkehr.

Die richtige Förderung

Genau die richtige Förderung hat die Stadt München auf dem Plan. Anstatt dort überteuerte Elektroautos zu fördern, für die es noch keine ausreichende Infrastruktur gibt, fördert man dort lieber Elektrofahrräder. (mehr …)

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Schauinsland in Brandenburg: Die Friedenswarte auf dem Marienberg

Im zweiten Anlauf sollte es nun endlich klappen und wir konnten auf die Friedenswarte hinauf, die sich oben auf dem Marienberg in Brandenburg (Havel) befindet. Genaugenommen war es sogar der dritte Anlauf, denn schon im letzten Jahr wollten wir dorthin, jedoch befand sich zu diesem Zeitpunkt die Bundesgartenschau auf dem Marienberg, was zusätzlichen Eintritt bedeutet hätte.

Und da haben wir uns lieber nach Havelberg aufgemacht, denn diesen Standort fanden wir wesentlich interessanter, denn dort stand auch der BUGA Skyliner. Dieses Jahr sollte es dann aber etwas werden und wir fuhren Ende März nach Brandenburg. Blöd nur, das die Friedenswarte zu diesem Zeitpunkt noch geschlossen war. Also mussten wir noch ein weiteres Mal hinfahren. (mehr …)

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