#Twitterfundstücke 2

1. IN Berlin ja leider Alltag: Der Muttipanzer auf dem Radweg oder der Busspur. Hier irgendwie auf beidem, wenn man einfach mal den benutzungspflichtigen Radweg mittels Baustellenbeschilderung zur Busspur macht. Pech für die Busse, denn das Radwegeschild wurde nicht abgedeckt und wird somit weiterhin als „Parkzone für SUVs“ interpretiert.

2. AUS Magdeburg kommt diese Perle hier: Eine Brücke über die Elbe wird gesperrt und tatsächlich gibt es eine Umleitung für Fußgänger und Radfahrer. Und auf die wird mal eben so richtig rechtzeitig hingewiesen. Wo? Genau, direkt an der Sperrung. BTW: Da habe ich doch glatt Verständnis für den Jogger, der dort einfach die Absperrung ignoriert. Scheint ja so gewollt zu sein. weiterlesen

Saisoneröffnung: Spreewaldmarathon 2018

Nachdem ich im letzten Jahr den Spreewaldmarathon als ganz angenehme Saisoneröffnung erlebt habe, ging es auch in diesem Jahr wieder auf die gemütliche 200km-Tour von Lübben nach Lübben. Allerdings, das wurde leider nicht im Vorfeld kommuniziert, war es dann „nur“ 189,72km, denn auf der Strecke gab es eine Umleitung. Aber von vorn.

Nachdem im letzten Jahr fast alle (anderen) Teilnehmer in langen Klamotten angetreten waren und neben den etwas frischen Temperaturen auch ein wenig Regen und Hagel den Sturm begleiteten, der gefühlt fast durchgehend von vorn kam, war das Wetter diesmal ein echter Glücksgriff. Herrlicher Sonnenschein vom Start weg und sehr moderater Wind, der dann aber tatsächlich gern von vorn kam. 😉 weiterlesen

#Twitterfundstücke

1. JEDER (Radfahrer) kennt es: Autofahrer interessieren sich einen Scheiß für auf die Straße gemalte Radstreifen. Selbst dann nicht, wenn sie von Radfahrern benutzt werden. Somit darf man dann erstmal Slalom fahren. Und nein liebe Autofahrer, so etwas übt nicht, ist also wirklich unnötig! 🙁

2. WENN vor Falschparkern kapituliert wird: Anstatt die Karre einfach mal umsetzen zu lassen, verzichtet man hier einfach auf ein Stück Radwegmarkierung. Okay, wie wir unter 1 gelernt haben, nutzt die ja ohnehin nicht viel, aber hey, wenn schon, denn schon! weiterlesen

Die Seeburg-Verschwörung – Ein Fall für Böhme & Dost

Bei Facebook hatte ich es ja schon einmal erwähnt, es hat durchaus einen Grund, weshalb es hier in letzter Zeit so ruhig ist. Ich habe zwischenzeitlich an einem Projekt gearbeitet, das jede Menge Zeit verschlungen hat. Ich habe nämlich ein Buch geschrieben. Allerdings keines mit Radverkehrsbezug und auch keines das sich mit sonstigen Fahrradthemen befasst, dies überlasse ich gerne dem Autorenkollegen Thomas Maria Claßen, sondern einen ganz klassischen Kriminalroman.

Der Krimi spielt in Berlin-Spandau, genauer dort im Ortsteil Wilhelmstadt sowie im benachbarten (brandenburgischen) Seeburg und bringt die recht verzwickten Verhältnisse zu Zeiten der deutschen Teilung mit einem Mord in der heutigen Zeit in Verbindung. Einem Mord, der durch die Polizei zunächst zum Selbstmord erklärt wird und erst ein pensionierter LKA-Ermittler findet dann die Hintergründe und den Täter heraus. weiterlesen

Ra(n)dnotizen #109

Erstkürzlich hatte ich mit einem Freund das Thema „chinesische Leihfahrräder“. Wir beide hatten dabei das obligatorische Halbwissen am Start: Stehen überall herum, bilden irgendwann riesige Schrotthaufen, die Bewegungsdaten der Benutzer werden gewinnbringend nach China verhökert. Umso erstaunter war ich dann, als ich just zwei Tage später über einen Artikel zu diesem Thema stolperte, der so richtig entspannt an die Sache herangeht. Dabei werden dann sowohl die Vorurteile, als auch die Möglichkeiten beleuchtet, die solche große Leihfahrradsystem mit sich bringen.

Ich glaube, dass die Räder für viele Städte eine gute Chance sein können. Zum einen könnte es sein, dass Städte, die selber kein Geld in eigene Leihsysteme ausgeben auf einmal eins bekommen. Das betrifft auch Städte, die seit Jahren planen, ein System einzuführen aber noch keine Ergebnisse vorweisen können. Aber auch die Städte, die bereits Systeme betreiben, sollten am Ende vom Innovationsdruck, der jetzt auf die deutschen Anbieter zukommt, profitieren. Der stationslose Betrieb der neuen Anbieter könnte Bikesharing auch für neue Zielgruppen interessant machen – etwa für Menschen, die nicht in der Nähe von bestehenden Ausleihstationen wohnen. Die asiatischen Anbieter betreiben alle ihre Systeme Stationslos, das heißt die Räder können an jeder Straßenecke abgestellt werden und eben dort auch wieder ausgeliehen werden. Gleichzeitig wird sich bei einer großen Anzahl an Rädern auch die Wahrnehmung von Verkehr ändern, Bewusstsein für andere Fortbewegungsmittel fördern.

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Ra(n)dnotizen #108

Alter Verwalter, da hat sich ja die Berliner Regierung ein echt dickes Ding geleistet. Hier in Person der Chef der Senatskanzlei für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Björn Böhning. Der nämlich schlägt vor, „um die Sicherheit der Radfahrenden zu erhöhen“, in eine geplante Bundesratsinitiative für mehr Verkehrssicherheit eine Helmpflicht für Kinder aufzunehmen, ebenso wie schärfere Sanktionen gegen Radfahrer, die trotz bestehender Benutzungspflicht eines Radweges auf der Fahrbahn radeln.

Gut, das muss man erstmal sacken lassen. Fangen wir mit den Sanktionen an. Auf den ersten Blick hört sich das ja durchaus gerecht an. Man will einerseits den Radverkehr fördern, packt deshalb aber auch das „Problem“ Verkehrsverstöße durch Radfahrer mit an. Aber eben nur auf den ersten Blick, denn will man tatsächlich Verkehrsverstöße stärker ahnden, muss hier jeder Verstoß gleichermaßen in Angriff genommen und dabei seine Gefährlichkeit ins Verhältnis zur Strafe gesetzt werden. weiterlesen

Als Fahrradpendler in Berlin unterwegs, oder: How to survive your Heimweg!

Ich fahre nun schon seit einigen Jahren generell mit dem Fahrrad zur Arbeit und wieder heim. In Berlin ist das einfach die schnellste Lösung, denn so spare ich mir etliche Stunden Stau, schon meine Nerven und die Umwelt, tue etwas für meine Gesundheit und habe immer etwas zu berichten. Also immer dann, wenn die Nerven doch mal nicht geschont wurden.

So wie heute, denn auch wenn ich eher zu der Gruppe Radfahrer gehöre, die inzwischen hupresistent sind, bei Nahtoderlebnissen tendenziell eher gelassen bleiben und sich auch sonst nicht wirklich aus der Ruhe bringen lassen, war der heutige Heimweg nach der Nachtschicht irgendwie bezeichnend für Berlin, für das, was viele Radfahrer hier tagtäglich erleben und woraus – in Notwehr – der so genannte Radelrambo hervorgeht. Ein Hindernisparcour. weiterlesen