10. Potsdamer Schlössernacht

Jubiläumsterassen unterhalb der Orangerie im Park Sanssouci

Mit gesponsorten Karten ging es heute, oder vielmehr gestern, in meine alte Heimat Potsdam um erstmalig der Schlössernacht beizuwohnen. Eins gleich vorab: Das die Karten gesponsort waren erwähne ich deshalb, weil ich mich vermutlich grün und blau geärgert hätte, hätte ich sie bezahlen müssen.

Wenigstens die Parkplatzsuche gestaltete sich, dank meiner Ortskenntnis recht einfach, trotz akutem Mangel gelang es mir, den Mini in direkter Nähe eines Einganges zum Park Sanssouci abzustellen. Danach hieß es dann: Laufen. Von den 3,25 Stunden die wir vor Ort waren, liefen wir übrigens 2,5. 🙁

Musikalisch sollte viel geboten werden, Klassik live ist schließlich im Regelfall ein Hochgenuß, nicht so bei der Schlössernacht. In einem Ohr ist das Gedudel aus der Konserve noch nicht verhallt, da kommt schon was neues ins andere. Nach wenigen Minuten ist man dermaßen genervt, das man hofft, fortan keine Musik mehr hören zu müssen.

Was auf jeden Fall stimmte war die Optik. Für das Auge wurde jede Menge geboten, ich habe mich enorm geärgert das ich keinen Fotoapprat dabei hatte, der auch mit den schlechten Lichtverhältnissen klargekommen wäre. Somit musste ich auf das Handy zurückgreifen, es sind aber dennoch einige nette, aber leider etwas unscharfe Bilder entstanden. Anzusehen gibt es einige davon hier.

Nunja, nach viel Ärger stand noch ein vermeintliches Highlight an. Ab 21.30 Uhr sollte die das „Potsdamer Schlössernacht Orchester“ ein 1,5 Stunden dauerndes Konzert mit Stücken von 10 Komponisten starten. Naja, nach dem dritten Stück verschwand der größte Teil der Zuschauer, das Orchester hatte es tatsächlich geschafft, Bachs Badinerie so zu interpretieren, das akute Einschlafgefahr bestand.

Das die Preise für Speisen und Getränke der Örtlichkeit entsprechend königlich ausfielen muss man wohl schlußendlich kaum erwähnen. Insgesamt war es also dermaßen enttäuschend, das wir gegen 22.00 Uhr das Weite suchten und den Abend lieber beim Wirt unseres geringsten Mißtrauens ausklingen ließen, als beim Feuerwerk der Schlössernacht, das just in diesem Moment noch läuft.

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

2 thoughts to “10. Potsdamer Schlössernacht”

  1. Schrottie, sag ja immer wieder wir und die wirkliche Kulturerlebnisse passen einfach nicht zusammen! :ninja: Und die Preise gestalten sich wegen dem Aufbau des Stadtschlosses für unsere Hohentiere extra bei sämtlichen Veranstaltungen in Potsdam über der Norm! 😡

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