1000 Tage ohne „Zichte uff’n Zahn“

Streng genommen war es ja gestern schon soweit, wenngleich auch erst eine Minute vor heute, also kann man sowohl gestern als auch heute, heute aber dafür deutlich länger, dieses nicht unerheblich erfreuliche Jubiläum feiern. Heute vor 1000 – in Worten: Eintausend! – Tagen hab ich nach gut 20jährigem Konsum von täglich zwei Päckchen Zigaretten die allerletzte Fluppe im Aschenbecher ausgedrückt und einfach so damit aufgehört. Klingt komisch, ist aber so.

Als Zigarettenpreis für die Grafik habe ich mal so 3,50 € pro Schachtel angesetzt, keine Ahnung ob das wirklich noch so passt. Durch immer weniger werdende Raucher in der Bundesrepublik versucht ja die Regierung durch stets steigende Steuern die Einnahmeverluste zu kompensieren, die Preise liegen also sicherlich schon deutlich darüber. Aber auch so ist es schon eine echte Hausnummer, schade nur, das man die Knete gleich anderweitig verbraucht. Sie auf einen Schlag zu haben wäre jetzt wohl recht fein.

Dazu muß ich aber sagen, das ich vorher nie große Ambitionen dazu hatte, denn das ganze missionierende Gejammer und Geheule von wegen Gesundheit und so geht einem als Raucher eh nur gewaltig auf dem Sack. Wenn man aufhören will, dann braucht man einen Grund dafür, und zwar einen ganz eigenen. Der kann sicher auch was mit der eigenen Gesundheit zu tun haben, muss er aber nicht zwangsläufig. Wer nur versucht aufzuhören, weil es gerade in Mode ist oder weil ja inzwischen auf Raucher allenorten eine Hexenjagd sondersgleichen betrieben wird, der hat es sauschwer und wird es vermutlich langfristig sowieso nicht schaffen.

So stört es mich noch heute nicht, wenn in meiner Gegenwart geraucht wird und wenn ich in eine Kneipe gehe, dann rechne ich fest damit das dort die Lunten qualmen. Das gehört eben einfach dazu. Aber okay, hier in der Gegend sind die Kneipenbestände seit flächendeckendem Nichtraucherschutz auf gut 15% ausgedünnt, also geht man sowieso eher selten dorthin. Die nächste ist halt viel zu weit weg um nach Feierabend noch kurz einen Abstecher dorthin zu machen. Und das, wo es hier früher an jeder Ecke eine gab…

Wie dem auch sei, das Aufhören hatte seinerzeit ganz einfach geklappt, einfacher als ich es mir vorgestellt hatte. Aber das lag eben daran, das ich einen, nein, meinen Grund gefunden hatte. Also letzte Fluppe ausgedrückt und abgeschlossen mit 20 Jahren Pafferei. Von jetzt auf gleich. Und so richtig schwer war es komischerweise zu keiner Zeit. Wenn ich mich recht erinnere, dann kam ein, zwei oder vielleicht maximal 3 Mal das Verlangen nach einer Zigarette hoch. Aber nur kurz. Und das war es dann.

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

8 thoughts to “1000 Tage ohne „Zichte uff’n Zahn“”

  1. Meinen Glückwunsch!

    Ich bin mittlerweile 5 oder 6 Jahre vonne Kippe weg, aber wenn man das Geld nicht eisern ins Sparschwein steckt, merkt man die Ersparnis nicht.

    Was den Preis angeht: Ich glaube, Du kannst mittlerweile nen 5er pro Schachtel rechnen…

  2. Meinen herzlichen Glückwunsch, Schrottie! Bei mir werden es im Oktober 7 Jahre ohne Fluppe – nach fast 40 Jahren Nikotin und zum Schluss 1,5 – 2 Schachteln täglich.
    Du hast völlig Recht: wenn man seinen Grund für’s Aufhören gefunden hat (der berühmte Klick im Kopf) ist es kinderleicht. Ich habe auch von jetzt auf gleich aufgehört und kann es heute überhaupt nicht mehr verstehen, wie ich jemals rauchen konnte. Es ist mir total fremd geworden.

  3. Glückwunsch- dann habe ich ja in meinen 7 Jahren rauchfrei richtig viel Kohle gespart
    Kein Wunder, das es Deutschland schlecht geht

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