200km Radeln beim 15. Spreewaldmarathon

Heute fallen die Ra(n)dnotizen leider aus, denn ich hatte in dieser Woche weder Zeit noch ausreichend funktionierendes Internet, um mich in den Medien zu Radverkehrsthemen zu informieren und obendrein keine Zeit, das nicht gelesene schriftlich zu verwursten. 😉

“Schuld” ist daran das Highlight des Monats April, der 15. Spreewaldmarathon in Lübben, Lübbenau, Burg und Straupitz. Vorab war ich eine Woche im ländlichen Raum Nordsachsens unterwegs, was den mangelhaften Internetzugang erklärt. Immerhin leben wir im Deutschland des 21. Jahrhunderts, also im digitalen Mittelalter, wo flächendeckende Internetverbindung ein Ding der Unmöglichkeit ist.

Aber genug gejammert, kommen wir zum Spreewaldmarathon. Ich selbst bin bisher noch nie so eine Strecke gefahren, aber da es keine Zeitmessung gibt, habe ich es einfach mal in Angriff genommen. Mit von der Partie war eine Arbeitskollegin und ein Facebook-Bekannter. Da es eben keine Zeitmessung gibt, zählt nur das Ankommen. Das Zeitfenster dazu betrug 10,5 Stunden, weshalb wir einen Schnitt über alles von 25 km/h ins Auge fassten, was eine Nettofahrzeit von 8 Stunden bedeutet hätte, die uns 2,5 Stunden Pausen ermöglicht.

Unterwegs beim 15. Spreewaldmarathon - Kurz vor dem Ziel…

Für Pausen standen reichlich Verpflegungsstationen zur Verfügung, bei denen es jede Menge zu essen und zu trinken gab. Dabei herrschte an den Stationen, die von mehreren Strecken – es wurden 20, 45, 70, 110 150 und 200km gefahren – angefahren wurden, ein ziemliches Gedränge, während die ausschließlich an der 150 und 200km Strecke liegenden Verpflegungspunkte angenehm ruhig waren.

Alles war richtig gut organisiert, nur mit den Mengen hatte man sich wohl ein wenig verschätzt, denn in Lübbenau sollte es bspw. dreierlei Suppe geben, als wir dort ankamen war aber nur noch eine übrig. Ebenso war das Gurkenbuffet im Ziel bei unserer Ankunft schon komplett geplündert.

Die Strecke selbst, nach eigener Aussage der flachste Marathon der Welt, war bis auf wenige Kopfsteinpflasterabschnitte sehr gut zu fahren. Dabei haben wir dann ganz flache 433 Anstiegsmeter zurücklegen dürfen. Die waren allerdings weniger das Problem, das Problem war das Wetter. Während sich Regen und Hagel bis auf wenige Ausrutscher vornehm zurückhielten, gab der Wind alles was er konnte. Im Schnitt blies er uns mit 22 km/h entgegen, in reichlichen Böen dann mit 45 bis sogar 60 km/h. Dummerweise vornehmlich auf dem letzten Streckenabschnitt, was dann noch einmal richtig in die Beine ging.

Ganz am Ende hatten wir dann einen Schnitt von 27 km/h geschafft, mit dem wir zwei Stunden vor Toresschluss im Ziel ankamen. Damit war unser Ziel mehr als erreicht. Und was die Kamera während der Fahrt so alles eingefangen hat, kann hier im Video “bewundert” werden.

Und im nächsten Jahr geht es dann an die nächste Stufe: 300km bei der Mecklenburger Seenrunde. 🙂

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

7 Gedanken zu „200km Radeln beim 15. Spreewaldmarathon

  1. Glückwunsch, hervorragende Leistung.
    Das Wetter hat ja auch wunderbar gepasst, zumindest was die Sonne angeht. Die Temperaturen waren anscheinend auch nur vorfrühlingshaft.

    1. Jau, um die 9 Grad waren es zumeist. Aber der Wind war nicht nur stark und von vorn, sondern auch kalt. Deshalb musste ich ein Jäckchen drunterziehen. Ganz in kurz fahren wäre mir hingegen deutlich lieber gewesen. 🙂

        1. Armlinge waren der ursprüngliche Plan. Die sollten dann ab Mittag, wenn es warm genug ist, runter. Aber bei Temperaturen im einstelligen Bereich und eben dem kalten Wind reichen die nicht. Die Jacke hat ja dem Oberkörper eine zusätzliche Schicht Schutz gegeben, die auch dringend nötig war.

          Aber so ist der April eben, am Freitag gab es noch 14 Grad und durchgehend Sonnenschein, was perfekt gepasst hätte, am Samstag waren es dann eben nur 9 mit zwischendurch Regen und Hagel. Der macht einfach was er will, der April…! 😉

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