Am Wasserstraßenkreuz Magdeburg

Schon im letzten Jahr wollten wir eine Radtour am Wasserstraßenkreuz Magdeburg machen, immerhin befindet sich dort mit der Trogbrücke der längste schiffbare Aquädukt der Welt und rundherum gibt es noch weitere spannende Bauwerke zu bestaunen. Wir hatten auch schon einen Termin herausgesucht, freie Tage sind leider rar gesät  aber der fiel dann buchstäblich ins Wasser – es regnete wie aus Eimern. Also wurde diese Radtour auf dieses Jahr verschoben. Angedacht war der September, aber da das Wetter aktuell nicht besser sein könnte verlegten wir diese Tour kurzerhand vor. Und somit war es gestern nun soweit.

Natürlich habe ich im Vorfeld auch die Geocachesituation vor Ort beleuchtet und staunte nicht schlecht, als ich sah wie viele Geocaches dort versteckt sind. Immer am Kanal entlang, ein Powertrail in Gemeinschaftsarbeit. Aber da wir ja radfahren wollten und dabei vornehmlich die Bauwerke bestaunen, musste ganz klar gesiebt werden. Alle paar hundert Meter anhalten macht einfach keinen Spaß, zumindest dann nicht, wenn Geocaching eher zweitrangig ist. Und so schaltete ich mal kurz auf die Caches um, die auch bei Opencaching.de gelistet sind und schon sah die Sache ganz angenehm entspannt aus.

 

Das passte ohnehin ganz gut, denn seit einem Monat haben wir, von einem Zufallsfund mal abgesehen, ohnehin nur Caches gesucht und gefunden, die eben auch (oder ausschließlich) bei Opencaching.de gelistet sind. Vor Ort zeigte sich dann, das es eine gute Entscheidung war. Wenn man die riesige Anlage, benachbarte Schleusen und das Schiffshebewerk Rothensee eingeschlossen, wirklich komplett anschauen möchte, dann sollte man sich nicht durch pausenloses Dosengefummel ablenken lassen.

Unsere geplante Runde musste allerdings ein wenig umgestaltet werden, da die Autobahnausfahrt MD-Rothensee gesperrt war. Also fuhren wir schon Lostau ab und parkten dann eben nicht am Barleber See, sondern direkt nordöstlich der Trogbrücke. Die Radtour führte dann über die Trogbrücke und musste kurz danach ein weiteres mal geändert werden, denn die planmäßige Weiterfahrt nach Jersleben war wegen einer Baustelle nicht möglich. Also ging es unter dem Mittellandkanal durch, direkt zum Schiffshebewerk Rothensee, dann kurz auf den Aussichtsturm an der Sparschleuse Rothensee und anschließend eine Runde um den Barleber See. Natürlich inklusive kurzer Abkühlung im Wasser.

Dann wieder über die Trogbrücke, weiter zur Doppelsparschleuse Hohenwarthe, von dort aus entlang des Elbe-Havel-Kanals bis südlich des Niegripper Sees, ab über den Kanal und nordwärts bis zur L52, die uns dann direkt nach Niegripp führte.  In Niegripp machten wir Eispause um dann weiter zur alten Schleuse zu radeln, von der aus es zur neuen Schleuse Niegripp ging. Dort mussten wir dann abenteuerliche Umwege angehen, denn die Straße von nach Hohenwarthe war direkt neben der Schleuse bei einem Deichbruch im letzten Hochwasser unter- und weggespült worden. Als wir kurz darauf ein weiteres mal an der Doppelsparschleuse und anschließend in einem Biergarten an der Trogbrücke ankamen, hatten wir etwas über 40 Kilometer zurückgelegt.

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Durch reichlich fotografieren, staunen und 7 Geocaches haben wir dafür etwas über 7 Stunden benötigt. An exakt 40 Geocaches sind wir einfach vorbeigeradelt und wenn man bedenkt, wie lange wir auch ohne sie unterwegs waren, stellt man fest das die Entscheidung, einfach mal nur auf Opencaching.de zu setzen und damit einfach mal weniger zu cachen und mehr von der Location zu haben, goldrichtig war. Abgesehen davon bleibt auf diese Weise auch noch etwas fürs nächste Mal übrig, denn hier werden wir auf jeden Fall noch einmal hinfahren, schon um damit dann auch den westlichen Bereich Richtung Jersleben „mitnehmen“ zu können.

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

2 thoughts to “Am Wasserstraßenkreuz Magdeburg”

  1. Verstehe gar nicht wie man solche Trails schön finden kann.
    Ab und an mal ne Dose als Ziel mit ein wenig Infos zur Gegend ist mir auch deutlich lieber.

    Interessante Anlage dort, könnte man vermutlich auch mal mit der Mopete hineiern. Hätte ich das vorher gewusst, wo ich doch erst kürzlich in der Nähe war.
    Naja, Zeit hatte ich da ja leider keine und auf dem Rückweg wars Wetter ja genug feucht von oben.

    P.S. wieso kann man eigentlich die Bilder nicht mehr Tastatur durchblättern, musste immer mit der Maus klicken.

    1. Mit dem Mopped geht es sicher, aber wenn man sich wenigstens Schleuse und Hebewerk Rothensee und die komplette Brücke anschauen will, dann muss man ungefähr 4 Kilometer Fußmarsch einplanen. Also wenn man mit Moppedklamotten unterwegs ist, sollte es nicht mehr ganz so warm sein.

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