Angekündigt: OpenCacheManager 0.22.8

kmcampott, der Entwickler der freien Geocacheverwaltung für Linux, OpenCacheManager, hat für Mitte Januar die Version 0.22.8 angekündigt, in die gleich etliche Userwünsche einfließen werden. Nachdem es für recht lange Zeit nur sehr schleppend voranging, macht OCM jetzt immer mehr große Schritte, sehr zur Freude der Anwender.

Nachdem kmcampott Ende November seine ersten Pläne und Ideen für die kommenden Versionen vorgestellt hatte, kamen noch weitere Vorschläge von den Benutzern, die nun nach und nach umgesetzt werden sollen. Die Vorschläge kamen übrigens weitgehend von deutschen Benutzern, so das auch die Übersetzung der Software wieder etwas mehr in den Fokus gerückt ist, aktuell sind ja einige Punkte nur in englisch verfügbar. Und dieser Mix wirkt manchmal etwas unbeholfen. In erster Linie dienen die aktuellen Änderungen aber dem Benutzerkomfort bzw. stellen Funktionen dar, die man von anderen Cacheverwaltungen wie zum Beispiel GSAK gewohnt ist. Im Falle der Version 0.22.8 stehen nun zunächst die folgenden Punkte auf der Agenda:

  • Improve performance of moving/deleting multiple caches
  • Read GPX /ZIP files from a directory (and optionally erase the GPX files when done)
  • Allow the user to specify the number of chaches to display on the map instead of the default 100
  • Allow the user to see all child waypoints on the map instead of just the selected cache
  • Allow the user to have a quickfilter applied on startup
  • Give an option to auto-close the import/export dialogs on completion
  • Allow the user to set a base directory for OCM databases
  • Provide the user to set options on GPX exports
  • Send the original cache location as a waypoint when using corrected coordinates to the GPS device
  • Right-click context menu on caches should have „Log cache“ as well as mark
  • Fix a number of bugs
  • Finish attribute filters
  • Get German translations updated
  • [Quelle: sourceforge.net]

Aber auch die Vorschau auf Version 0.23 klingt äußerst vielversprechend:

  • Combine multiple filters
  • GCVote
  • Support multiple user accounts
  • Support multiple GPS profiles
  • Support multiple center points
  • New date filter for finding archived caches (i.e. by day instead of a specific date)
  • Import field notes from the GPS
  • POI support for Garmin devices
  • Allow user to change map symbol icons
  • More performance improvements
  • Support more map types

[Quelle: sourceforge.net]

Hier sind es gerade die Punkte 1,4 und 5 die mir am wichtigsten sind, sind sie doch aktuell so ziemlich das einzige was ich wirklich vermisse. Alles darüber hinaus ist zwar auch sehr fein, jedoch für meine Zwecke nicht unbedingt nötig. Aber wer weiß, manchmal steigt ja die Wichtigkeit eines Features erst mit dessen Benutzung…

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

7 thoughts to “Angekündigt: OpenCacheManager 0.22.8”

  1. Laut Autor benutzt OCM, obwohl mit C# geschrieben, etliche Linux/Unix spezifische Dienste. Das macht einen Port nicht einfach. Was mal wieder eine vergebene Chance ist, wenn auch diese mal in die andere Richtung. Wobei erfahrungsgemäß die Lösung für diese Probleme in der Regel trivial ist. Und je eher sich jemand darum kümmert desto besser. Deshalb mein Rat an die Windowsfraktion: Seid nicht immer nur eine Senke, sondern auch mal eine Quelle und unterstützt ein OpenSource Projekt. Das schadet bestimmt nicht, erweitert den Horizont und schafft Wettbewerb.

  2. So sehr Du auch Recht hast und ich die Aussage

    Deshalb mein Rat an die Windowsfraktion: Seid nicht immer nur eine Senke, sondern auch mal eine Quelle und unterstützt ein OpenSource Projekt. Das schadet bestimmt nicht, erweitert den Horizont und schafft Wettbewerb.

    unterschreiben kann, leider gibt es gerade im Windowsbereich recht selten ein Interesse solche Projekte zu unterstützen, zumindest dann, wenn es schon eine andere Lösung gibt, die trotz kommerziellem Hintergrund als „eierlegende Wollmilchsau“ bezeichnet wird. Man redet sich eben mit „Ach die paar Dollar sollte jeder übrig haben!“ heraus. Das ist zwar schade für solche Projekte, aber nicht zuletzt auch der Geschäftspolitik der großen Konzerne geschuldet, die in den Augen vieler die Denke etabliert haben, das das was nichts kostet und gar durch mehrere Freiwillige getragen wird, nichts taugen kann. Das ist schade und traurig, aber wohl auch langfristig nicht zu ändern, zu tief sitzt eben dieses Vorurteil und zu selten wird reflektiertes Denken. 😥

  3. Hallo,
    vielen Dank, dass Du dieses Programm hier vorgestellt hast, darauf habe ich schon lange gewartet.
    Es gefällt mir auf den ersten Blick sehr gut, auch wenn ich es nur 15 Minuten getestet habe.
    Vielleicht könntest Du mir aber eine Frage beantworten.
    Werden die Wegepunkte als POIs übertragen?
    Und wenn nicht, gibt es eine Möglichkeit das zu tun, z.B. mit gpsbabel?

    Danke schon mal und schöne Nacht

    Sebastian

  4. *) Im Grunde genommen ist OCM Windows-Software, denn es setzt für die Installation auf einem Linux-Rechner lauter vollkommen kranke Microsoft-Technologien vorraus (C#, Mono (.NET), …). Von daher denke ich, daß da über kurz oder lang auch eine Windows-Version kommt. Leider! (Wieder ein Alleinstellungsmerkmal für Freie Software weniger.)

    *) Solange OCM nicht die Bilder aus Cachelistings herunterladen und lokal vorhalten kann, ist es für mich kaum brauchbar. Ebenfalls leider!

    1. Im Grunde genommen ist es überhaupt keine Windows-Software. Mono ist nämlich mitnichten „lauter kranke Windowssoftware“, sondern lediglich eine plattformübergreifende/-unabhängige Laufzeitumgebung für C#. Nun könnte man Novell vorwerfen das Microsoft Anteile an diesem Laden hat, aber dann dürfte man auch andere Software nicht mehr benutzen. Mono ist OpenSource und unter steht in Teilen unter GPL-, in Teilen unter Apache2-Lizenzen. Und dem Entwickler die Verwendung von C-Sharp vorzuwerfen wäre ebenso ein Fehler, immerhin scheint er sich damit auszukennen und warum sollte er das nun nicht nutzen? Extra eine andere Programmiersprache lernen, obwohl es freie Implementationen der bereits beherrschten gibt? Das Projekt verwerfen und hoffen das es jemand anderes anfängt? Und was das Alleinstellungsmerkmal für freie Software betrifft: Welches Alleinstellungsmerkmal meinst Du denn? Das OCM bisher nur für Linux verfügbar ist? Eine Portierung auf Win/Mac wäre doch nicht schlecht und würde OCM nicht unfrei werden lassen.

      Einzig was Deinen ganz persönlichen Grund, die Problematik mit den Bildern, könnte ich nachvollziehen, manch einer legt ja wirklich Wert darauf. Das ist aber eine Funktion die ich selbst bspw. nicht brauche und schon deshalb ist das (zumindest in meinen Augen) kein Minuspunkt. Und ansonsten ist es ja wie so oft: Wenn was fehlt, entweder den Status Quo hinnehmen oder selbst machen. 😉

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