Auf hoher See unterwegs

Seit fast 15 Jahren lag im Keller ein Schlauchboot. Mehr oder minder gut verpackt fristete es dort sein Dasein und fand kaum Beachtung. Bis wir dann gestern auf die Idee kamen, das Schlauchboot hervorzukramen und mal zu sehen, ob es noch funktioniert. Und tatsächlich, es hielt weitgehend dicht. Also stend heute einer kleinen Bootspartie nichts im Wege.

Und so stachen wir dann heute bei allerherrlichstem Sommerwetter in der Nähe der Insel Schwanenwerder in See. Zwar machte sich direkt beim Zuwasserlassen ein klitzekleines Loch durch lautes Blubbern bemerkbar, aber der Luftverlust war so gering, das wir nur zweimal zwischendurch ein wenig nachpumpen mussten. Angesteuert wurden dann zwei T5 Caches, die zur Abwechslung mal nicht bei Eislage sondern wirklich mit dem Boot gemacht werden sollten.

Anfangs machten wir zwar ein recht komisches Bild, denn bis wir uns und unser „Gepäck“ auf dem Boot sortiert hatten und uns endlich einig waren, wer in welche Richtung paddelt, verging ein Weilchen. Sehr zur Unterhaltung in der Nähe befindlicher Freizeitkapitäne.

I'm not lost - I'm geocaching...

Als erstes war ein OC-only (OC9E5F) dran, bei dem wir in der Nähe eines großen Badestrandes ordentlich die Tarnkappe aufsetzen mussten. Und als wir dann auf der Rückfahrt feststellten, das noch genügend Kraftreserven vorhanden sind, kam gleich noch ein anderer T5 (GC1DKK3) ins Programm. Den zu heben war ungleich schwerer, denn er hing doch recht hoch, so das auch aus dem Schlauchboot heraus noch ein satter Klimmzug nötig war. Einarmig wohlgemerkt, denn eine Hand brauchte ich ja um die Dose zu angeln. Jetzt weiß ich übrigens, wie verdammt schwer so etwas über zwei Zentner sind… *gg*

Insgesamt legten wir dabei knappe 4 Kilometer zurück und waren dafür fast 2,5 Stunden onboat. Es hätte zwar sicher eine Menge Spaß gemacht noch länger mit dem Schlauchboot herumzupaddeln, aber irgendwann forderte die Sonne ihren Tribut und wir sahen zu das wir sprichwörtlich „Land gewannen“. Dazu wurden dann auch die letzten 150 Meter außerhalb des Schlaubootes zugebracht. Der Wannsee ist allerdings so enorm warm das selbst Baden keine wirkliche Abkühlung bringt.

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

10 thoughts to “Auf hoher See unterwegs”

  1. Das mit dem warmen Wasser hatte ich am Freitag im Müggelsee auch bemerkt, erst nach knapp 200m ins Wasser laufen/schwimmen wurde es endlich kühl an den Beinen. Ich glaub ich muss mal wieder den Kalksee testen, der war früher immer kalt, auch im heßesten Sommer.

  2. Sportlich, sportlich… Haben uns letztes Jahr ein Schlauchboot beim Aldi gekauft für 3 Erwachsene gedacht. Leider haben wir es bis heute auch noch nicht eingeweiht 😉 Mal sehen, der Sommer ist ja noch lang!
    An dem Kopftuch sehe ich, dass du sogar deine Putzfrau mit auf Reise genommen hast… War das Boot so dreckig? :silly:

    Lieben Gruß

    CaLLiBRi

  3. @CaLLiBRi: Das Boot lag immerhin 15 Jahre im Keller, da war es schon recht schmutzig. Nur das mit der Putzfrau, das sollte nicht so laut gesagt werden… :ninja:

  4. Hehe, so richtig glücklich und erholt siehst du aber nicht aus auf dem Foto. :mrgreen:
    Und der WSP3 ist wirklich fies, den habe ich im Winter bei Frost gemacht und da war schon schwer ranzukommen, als man praktisch auf dem Wasser stand.

    Und die Wassertemperaturen sind auch im Teltowkanal so hoch, ich habe da heute ein „kleines Bad“ genommen als ich nach eine Dose grabbelte. 🙄

    1. Wie soll ich auch erholt aussehen, wenn ich nach der Nachtschicht rudern muß? 😉

      Allerdings bin ich erstaunt, was für gute Bilder (zumindest bei Sonnenschein) das Oregon machen kann…

  5. Der Name im Logbuch kam mir doch gleich bekannt vor ;-). Wir waren just an diesem Tag ebenfalls am WSP 3.
    Anstrengend war es auch, 4km mit dem trägen Tretboot. Vom Cache aus haben wir dann festgemachte Tretboote an einem Steg der Insel gesehen. Weiß jemand, ob man die ausleihen kann? Der Weg wäre ungleich kürzer…

  6. Ähm, das war unser Start. Wirf doch mal einen Blick auf den Maßstab. Zudem muss man anfangs den nicht gerade kleinen Badebereich des Wannseebades umfahren und danach ist es fast egal, ob links- oder rechtsrum um die Insel. Wir haben uns gegen die Brücke entschieden, denn man sie nicht passieren darf/kann bedeutet das anstrengenden Extraweg.
    Mit Pausen haben wir für Hin- und Rückweg 1,5h benötigt und anschließend noch übers Knöllchen gefreut. 😐
    Den Steg meinte ich:
    http://maps.google.com/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=N+52%C2%B0+26.968+E+13%C2%B0+10.333&sll=52.442095,13.175611&sspn=0.023439,0.084543&ie=UTF8&t=h&z=15

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