Ra(n)dnotizen #102

Manch einer wird es ja bemerkt haben, meine Ankündigung von Ende August, das es hier zuweilen etwas ruhiger wird, ist schneller eingetreten als erwartet. Aber aktuell fehlt es an jeder Ecke an Zeit, so dass die Ra(n)dnotizen derweil eher ruhen. Es gibt zuviel zu lesen, zuviel aufzubereiten und dann eben auch zuviel zu schreiben.

Aktuell kann ich also schon einmal ankündigen, dass sich die Ruhe hier wohl noch bis Ende des Jahres halten wird. So ganz in der Hoffnung, das es kommendes Jahr insgesamt wieder ruhiger wird und damit ausreichend Zeit bleibt, hier wieder etwas Leben in die Bude zu bringen. weiterlesen

Ra(n)dnotizen #101

Die Niederlande sind ja bekannt dafür, das sie in Sachen Fahrrad immer eine Nasenlänge voraus sind. Was jetzt allerdings für Töne zu hören sind, klingt hingegen recht, sagen wir eigenartig. Man stimmt, so die Frankfurter Allgemeine, einen Abgesang aufs klassische Herrenfahrrad an. Also das Ding mit dem Oberrohr, welches bei Frauen ja entfällt, da hier einerseits Platz für einen Rock gelassen werden soll und andererseits ein Einstieg anstelle des beinschwingenden Aufstieges ermöglicht werden soll.

Begründet wird das mit Verletzungen. Auf einem Damenrad ist angeblich das Risiko schwerer Kopfverletzungen geringer. weiterlesen

Ra(n)dnotizen #100

Dreistellig, soso. Eigentlich eine Zahl, zu der man auch mal etwas ändern kann. Inzwischen ist es zeitlich nämlich gar nicht mehr so einfach, hier Woche für Woche ein wenig Leben in die Bude zu bringen. Und so trage ich mich mit dem Gedanken, die Frequenz ein wenig zu lockern und nicht mehr fest am Wochenrhythmus festzuhalten. Also die Sache eher so zu drehen, das es mit meiner freien oder vielmehr verfügbaren Zeit korreliert. Und heute fange ich gleich mal damit an, denn das Cyclassics-Wochenende hat irgendwie erfolgreich verhindert, das ich die Nummer 100 rechtzeitig fertig bekommen habe. Na mal schauen, was das demnächst so wird.

Gleiches gilt übrigens auch für die inhaltliche Gestaltung. So langsam drehen sich ja die Fahnen und während es zu Beginn der Ra(n)dnotizen noch Woche für Woche viele Aufreger gab, die Politik eine Steilvorlage zu geäußertem Entsetzen nach der anderen lieferte, stehen die Zeichen inzwischen sehr gut für den Radverkehr. Aufreger sind inzwischen eher kleinteiliger Natur, lokale Gemetzel und regionale Probleme. Und da lohnt es nicht immer, die Sache auch zu kommentieren. Aber auch hier werden wir mal schauen. weiterlesen

Ra(n)dnotizen #99

Man konnte es ja eigentlich ahnen, aber das neue Berliner Mobilitätsgesetz schlägt hohe Wellen und sorgt für manch verbale Entgleisung in den Kommentarspalten der Tageszeitungen und besonders in den sozialen Netzwerken, allen voran der Facebookstammtisch mit seinen tausenden Fachleuten und Experten. Nun gibt es ja leider nicht sehr viel, worüber sich Autofahrer aufregen könnten, aber um das zu erkennen, muss man das Gesetz auch mal lesen.

Das tun die wenigsten und offenbar tun dies auch die Journalisten nicht, die darüber berichten, denn überall heißt es, das Gesetz würde Autofahrer über Gebühr benachteiligen, sie in Zukunft zu Randgestalten degradieren. Hey, gehts noch?

Tatsächlich ist es ja so, dass die Autofahrer nach Gesetzestext tatsächlich nur in einem Fall das Nachsehen haben: Kommt es bei zu treffenden Entscheidungen dazu, das zwischen Interessen der Autofahrer oder Interessen der Radfahrenden zu entscheiden ist, ist der Zuschlag eben dem Radverkehr zu geben. weiterlesen

Ra(n)dnotizen #98

Berlin hat ein Radgesetz. Okay, es heißt Mobilitätsgesetz und war in der Koalitionsvereinbarung des rot-rot-grünen Senats schon für das Frühjahr avisiert, aber immerhin. Jetzt steht der Referentenentwuf und mit etwas Glück wird es noch so rechtzeitig verabschiedet, das es zum 1. Januar 2018 in Kraft treten kann. Was schon wichtig wäre, denn so ambitioniert das ursprünglich für den Volksentscheid auf den Weg gebrachte Gesetz war, so schwammig erscheint mir das nun vorgelegte.

Klar, auch darin finden sich teilweise klar definierte Ziele, insbesondere 100km Radschnellwege und 50.000 Fahrradabstellplätze sind erwähnt, aber vornehmlich liest man darin von Plänen. Pläne, Planfestellungen, Fortschreibungen von Vorhaben. Alles immer wieder unter Aufsicht der zuständigen Behörde. Die übrigens, gerade im Fall des ÖPNV, besonders klar geregelt ist: weiterlesen

Ra(n)dnotizen #97

Als regelmäßiger Radfahrer in einer Großstadt meint man ja für gewöhnlich, alles schon erlebt oder gesehen zu haben. Aber was sich man aktuell im Frankfurter Stadtteil Unterliederbach macht, hat schon gewissen Kronencharakter. So vong aufsetzen her. An der Fraport Arena sind Parkplätze recht knapp, da man bei deren Planung einfach zu vergessen haben scheint, das die Besucher dieser Sportstätte ja oft auch mit dem PKW anreisen.

Und während bspw. hier in Berlin die PKW wie selbstverständlich die Radwege als Parkplätze für sich beanspruchen, ist es in Frankfurt nun – zumindest zeitweise – gestattet. In der Tat hat man dort Zeichen 315 aufgestellt und mal eben ein „auf dem Radweg“ darunter gepappt. Das ist schon so frech, das hier selbst der ADAC, sonst ja zu jeder Schandtat bereit, solange sie nur seinen Mitgliedern zu freier Fahrt verhilft, an der Rechtmäßigkeit zweifelt: weiterlesen

Ra(n)dnotizen #96

Verspätung! Diese Woche kommen die Ra(n)dnotizen ein paar Tage zu spät. Ich habe die Veröffentlichung absichtlich aufgeschoben, da es am letzten Wochenende Probleme mit der Erneuerung der SSL-Zertifikate gegeben hat. Dadurch wurden hier natürlich haufenweise Sicherheitswarnungen aufgeworfen. Die waren zwar „falscher Alarm“, aber nerven tut es ja trotzdem. Gestern gab es dann zu allem Übel auch noch einen Serverausfall. Jetzt sollte aber alles behoben sein und der Betrieb hier im Blog geht weiter wie gehabt. 🙂

Der Urlaub ist vorbei und so ziemlich als erstes stoße ich danach auf einen Artikel zum Thema E-Bikes bzw. Pedelecs. Schon komisch, denn genau dieses Gefährt ist im Urlaub zu Hause geblieben und ich habe meine Runden ohne Unterstützung gedreht. Klar, das Pedelec ist ja auch mein Arbeitsfahrrad, um nach 12 oder 24 Stunden Dienst auch noch nach Hause zu kommen.

In besagtem Artikel wird festgestellt, dass „das E-Bike die Städte überrollt„. Auch wenn ich selbst das noch ein wenig anders sehe, denn von überrollen kann derzeit kaum die Rede sein, ist natürlich ein erkennbarer Anstieg zu verzeichnen. Quasi durch die kalte Küche etabliert sich hier nach und nach ein Verkehrsmittel, das durchaus das Zeug zum Autoersatz hat. Nur kommt das leider an den richtigen Stellen noch nicht ganz an. weiterlesen