Cateye HL-EL 135 vs. LED Lenser H14

Es fing alles damit an, das Spike05 davon berichtete, das er seine Nitecore EC20 an das Fahrrad geklöppelt hatte, um zur dunklen Jahreszeit etwas mehr Licht am Start zu haben. Nun ist es hier in Berlin eher unnötig, in Sachen Licht ganz große geschütze aufzufahren, denn die Straßenbeleuchtung ist im allgemeinen ausreichend genug. Somit benötigt man das Fahrradlicht eher dafür, von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden. Einzig ein Kilometer meines Arbeitsweges führt mich direkt am Spreeufer entlang, wo es keinerlei Beleuchtung gibt. Und als schichtarbeiter fahre ich dort generell zu Zeiten entlang, wo es dort dunkel wie im sprichwörtlichen Bärenhinterteil ist. Das bringt meine Fahrradbeleuchtung, eine Cateye HL-EL 135, schon an ihre Grenzen. Klar, sie bringt genug Licht, um den Weg zu erkennen, aber wirklich hell ist anders.

Als ich aber nun den erwähnten Bericht las, fiel mir die LED Lenser H14 ein, die ich einst vom Zweibrüder zum Testen bekommen, bisher aber ausschließlich zum Nachtcachen verwendet hatte. Die wurde schließlich mit einem netten Universalhalter geliefert, der ganz wunderfein an den Fahrradlenker passt. Und so musste kurz die Halterung des Oregon weichen und ich baute die H14 an den Fahrradlenker. Das ist zwar ein ordentliches Monster, aber in diesem Fall geht ja ganz eindeutig Funktion vor Form.

Und weil das Ergebnis durchaus meinen Erwartungen entsprach, habe ich einfach mal die GoPro bemüht, um hier ein Vergleichsvideo zu drehen. Zwar ist die Gopro wesentlich weniger lichtstark als bspw. eine DSLR, aber dennoch oder vielleicht sogar gerade deswegen sieht man die Unterschiede ganz gut. Wo wenig Licht vorhanden ist, also bei der Cateye, ist der Weg im Video so gut wie überhaupt nicht zu erkennen. Das ist so natürlich nicht der Fall, man sieht ihn schon und kann also auch mit der „Minimalbeleuchtung“ fahren, aber Licht kann nunmal nur durch noch mehr Licht ersetzt werden, und das liefert die H14:

Was man allerdings vermeiden sollte: Die H14 im normalen Verkehr verwenden. Zumindest nicht auf volle Leistung und fokussiert, denn sie wirft einfach zuviel Licht und man läuft Gefahr, andere zu blenden. Wo sie allerdings auch außerhalb wirklich dunkler Wegstrecken gut zum Einsatz kommen kann, ist als Ergänzung zur herkömmlichen Beleuchtung. Einfach auf Streulicht mit minimaler Leistung stellen und schon wird der Bereich vor dem Fahrrad ein wenig aufgehellt. Das ist besonders hilfreich, wenn auf der gefahrenen Strecke viel Müll in Form von Scherben und ähnlich reifenfeindlichen Dingen herumliegt.

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

4 thoughts to “Cateye HL-EL 135 vs. LED Lenser H14”

  1. Hast Du mit 50 oder 25 Bilder pro Sekunde aufgenommen? Im Dunkeln sind weniger Bilder besser.

    Die 3+ BE hätte ja noch ein spezielles Low Light-Feature gehabt. 😉

  2. Ja eine gute Lampe macht schon etwas aus. Meine Kopflampe nehme ich gerne als adaptives Kurvenlicht zusätzlich. Da kann man dann auch mal schneller durch die Kurven fahren und übersieht nichts was evtl. einen Sturz verursachen könnte.

  3. Hi,
    danke für den coolen Bericht bzw. das Video. Will mir auch schon lange eine vernünftige Lampe zum MTBen kaufen, bisher habe ich aber nie das Richtige gefunden oder die Lampe war zu teuer. Mal schauen, es steht ja Weihnachten vor der Tür 😉

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