Collateral Damage – Die Fete

Frohen Mutes ob der anstehenden Feierlichkeit machten wir uns am Morgen auf den Weg zum Ort des Geschehens. Ca. 09:30 Uhr waren wir vor Ort und stießen mit dem ersten Weißbier an. Anwesend waren zu diesem Zeitpunkt $BESTEEHEFRAUVONALLEN, mein Trauzeuge und ich. Dann trafen nach und nach die ersten Kollegen ein und die Party nahm ihren Lauf.

Der Weißbierkonsum stieg schon in den ersten Stunden der Party ins schier Unermessliche, da jeder der einzeln eintreffenden Kollegen ein Bier mit mir trinken wollte. Das Personal im Biergarten leistete ganze Arbeit, niemals saß jemand vor einem leeren Glas. Ungefähr gegen 18 Uhr waren alle Anwesenden, $BESTEEHEFRAUVONALLEN und mich eingeschlossen, schwer angeschlagen und standen kurz vor dem Verlust der Muttersprache. Der Einzige, der noch ein wenig Überblick hatte, war mein Trauzeuge.

Wie man sieht, war der ursprünglich gesteckte Zeitrahmen nun um mehr als 2 Stunden überschritten und kein Ende war in Sicht. Plötzlich aber überschlugen sich die Ereignisse, allerdings sozusagen zweigleisig, denn tunnelblickend war es niemandem mehr möglich alle Einzelheiten zu erfassen.

Die erste Wendung wurde durch die Trauzeugin von $BESTEEHEFRAUVONALLEN herbeigeführt, die sich dachte das $BESTEEHEFRAUVONALLEN genug des guten Schluckes hätte, sie schnappte und zu uns nach Hause schliff. Nach 20 bis 30 Minuten Fußmarsch und zwei Tassen starken Kaffees war sie wieder soweit hergestellt, das es ihr nun arg missfiel, dass ich noch am Ort des Geschehens war. Also rief sie mich an und orderte mich nach Hause. Ich hatte ihr Verschwinden bis dato nicht gemerkt und flitzte nun los, schließlich bin ich ja ein braver Junge und höre auf meine zukünftige Gattin.

Mein Trauzeuge hatte inzwischen schwer damit zu tun, die Tochter der Trauzeugin loszuwerden. Hier muss erwähnt werden, das eben diese normalerweise nicht auf das andere Geschlecht steht, was dazu führte das alle sehr verwundert waren, als sie sich nun an des Trauzeugen Hals zu werfen versuchte. Als sie kurz auf der Toilette war erkundigte sich mein Trauzeuge nach meinem Verbleib und erfuhr, dass ich unterwegs nach Hause sei. Wie ein geölter Blitz verließ er das Lokal und folgte mir.

Somit war der Teil im Lokal abgeschlossen, zumindest für uns. Dass die Ereignisse dort ganz fröhlich ihren Lauf nahmen erfuhren wir erst 3 Wochen später. Dazu aber im nächsten Teil mehr.

Auf halbem Weg nach Hause sammelte mich also mein Trauzeuge ein und wir gingen schlenderten wankten gemeinsam weiter. Zu Hause angekommen standen wir vor der Tür, wo $BESTEEHEFRAUVONALLEN bereits wartete. Dadurch das sie von ihrer Trauzeugin wieder „nüchtern“ gemacht wurde, war sie natürlich schwerste Sorte erbost, das wir beide nun völlig volltrunken auftauchten, dazu hätten wir außerdem wohl viel zu lange für den Weg gebraucht. Was dann passierte ist nicht mehr nachvollziehbar, auf jeden Fall kamen mein Trauzeuge und ich zunächst nicht in die Wohnung sondern krachten gemeinsam die Treppe runter. Volle Länge runter und unten lagen wir dann irgendwie ineinander verknotet herum.

Filmriss.

auge.pngMitten in der Nacht wurde ich im Arbeitszimmer wach und stellte fest dass ich noch völlig bekleidet war. Ein wenig desorientiert zog ich mich dann aus und kletterte ins Bett. Wie der Morgen danach war, muss wohl nicht wirklich erwähnt werden. Am nächsten Tag, der war ja zu Erholungszwecken extra freigehalten, brauchte ich so bis 19.00 Uhr um wieder einen halbwegs klaren Kopf zu bekommen. Die Auswertung von Fotos und zählen aus dem Gedächtnis ergaben, das ich wohl so zwischen 27 und 29 halbe Liter Weißbier getrunken hatte, $BESTEEHEFRAUVONALLEN war mit 23 bis 24 am Start. Kein Wunder also, das es uns total dreckig ging. Hinzu kam, das mein rechtes Auge eine seltsame Rotfärbung hatte, von der man nicht ausgehen konnte das sie bis zum nächsten Tag weg sein würde.

Glücklicherweise wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was sich weiterhin so alles abgespielt hatte, also fuhren wir nach der Trauung in die Flitterwochen und ließen es uns gut gehen. Als wir wieder zu Hause waren, kamen dann nach und nach Infos rüber, was sich noch so alles abgespielt hatte. Dazu aber mehr im nächsten Teil.

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

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