Collateral Damage – Die Nachlese (2)

Nachdem nun die kleine Episode um unseren Treppensturz klar ist, ist es an der Zeit zu berichten was sich im Lokal der Feier nach unserer Heimkehr abgespielt hat. Die Wirtin des Lokals hatte mich, nachdem sie mir alles erzählt hatte, um die Filmrechte gebeten… 😉

Am Tag nach unserer Rückkehr aus den Flitterwochen gingen wir nochmal ins Lokal, in dem die Fete stattgefunden hatte, da wir dort einen Schirm vergessen hatten, den wir Sicherheitshalber mitgenommen hatten, da Regen angesagt war. Kaum waren wir dort stürzte uns die Wirtin entgegen und fragte uns, ob wir denn vom weiteren Verlauf der Party wüssten. Wir verneinten das und sie erzählte:

Nachdem mein Trauzeuge fluchtartig den Saal verlassen hatte um mir zu folgen, kam die Tochter der Trauzeugin vom Klo und fragte nach ihm. Ihr wurde erklärt das er weggerannt sei, was sie wohl persönlich nahm und sich mit Bier und Zigarette vor dem Lokal auf der Treppe platzierte. Zwei Kollegen von mir saßen zusammen mit unseren Zugführer noch im Lokal. Die beiden waren schon recht voll und auf die Frage ob sie noch einen Wunsch hätten antworteten die beiden mit: „Ficken!„. „Na dann nehmt euch doch die da draußen.„. Ich erinnere nochmal, die Tochter der Trauzeugin bevorzugt das eigene Geschlecht für Zweisamkeiten. Aber einer der beiden ging raus und holte sie an den Tisch. Sie saß nun zwischen den beiden und einer fing an ihr in der Hose zu spielen. Der andere beschäftigte sich damit ihre Gesichtspiercings abzulecken.

Inzwischen kam ein anderer Kollege nochmal vorbei, er war recht früh gegangen da er noch einiges zu erledigen hatte und wollte auf dem Rückweg nun nochmal schnell reinschauen. Er setzt sich also mit an den Tisch und das erste was ihm dargeboten wird ist eine Hand, die gerade noch in der Hose der Tochter der Trauzeugin steckte. „Riech mal!„.

Es wurde berichtet, das dieser Kollege dann fluchtartig den Ort des Geschehens verliess, immerhin stand er 2 Jahre vor der Pensionierung und in diesem Alter kann man über derartiges kaum lachen. Allerdings geschah diese Flucht sehr zum Leidwesen des anderen noch vor Ort befindlichen Kollegen, der nun wiederum keine Möglichkeit zur Flucht sah. Diese bot sich ihm wohl erst ca. 20 Minuten später als er mal für kleine Feuerwehrmänner musste und vom Klobesuch nie wieder kam. 😉

Die Gegenseitigen Lustbekundungen nahmen ihren Lauf. Blöderweise saßen die 3 an einem Tisch, der auch von einem anderen Raum im Lokal einsehbar war. Und die dort befindlichen Gäste fanden das Schauspiel alles andere als lustig. Nach diversen Beschwerden bei der Bedienung wollte die Wirtin, der vielen Entschuldigungen bei den anderen Gästen leid, nach hinten und ein Machtwort sprechen. Just in diesem Moment kam den dreien die Idee, man könnte ja den Kneipentisch prima für ein gemütliches Schäferstündchen zu dritt nutzen. Glücklicherweise konnte die Wirtin das Ganze noch kurz vor der Entkleidungsaktion stoppen und die 3 des Lokals verweisen.

Hausverbot auf Lebenszeit.

Damit aber nicht genug. Die 3 waren angepiekt und wollten ihren Spaß. Da sich kein vernünftiges Plätzchen für eine Nummer unter freiem Himmel finden liess, gingen sie zu einem der beiden Kollegen nach Hause. Was sich dort abgespielt hat, lässt sich nur erahnen, ich habe später einen der beiden Kollegen interviewt und er konnte sich nicht wirklich genau erinnern. Ende vom Lied war jedenfalls, das der Kollege in dessen Wohnung sie nun waren einfach nur noch schlafen wollte und der andere die Tochter der Trauzeugin etwa 20 Minuten später wortlos vor die Tür setzte. Was die beiden in der Zwischenzeit noch so alles getrieben gemacht haben, wird leider auf ewig unserer Phantasie überlassen bleiben.

Tja, und nun stand die Tochter der Trauzeugin mitten in der Nacht mutterseelen allein in Berlin, wusste nicht wo sie war und rief bei Mama an, um sie abholen und zum Bahnhof bringen zu lassen.

Interessanterweise sagte die Trauzeugin zu $BESTEEHEFRAUVONALLEN, das sie „sowas“ nicht von ihr gedacht hätte, gemeint war das nette Saufgelage. Wenn sie wüsste was ihre Tochter wirklich in abgelegene Spandauer Strassen gebracht hat, dann wäre sie ganz sicher froh, wenn ihre Tochter nur gezecht hätte… 😉

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

3 thoughts to “Collateral Damage – Die Nachlese (2)”

  1. oh das ist ja kaum jugendfrei! und das schlimme ist: wir haben auch lesben im freundeskreis. jetzt rattert mein hirn: wie vermeide ich so ein gelage? Zumal wir in dem Restaurant feiern, wo ich nebenbei noch kellnern gehe; da kann ich doch nicht so´n Schweinkram zulassen!
    S.O.S.!!

  2. @Brian: Ich glaube nicht, das ich nochmals heiraten werde. Das musst Du also selbst tun. Aber wer weiß, vielleicht kann Silly ja auch bald interessantes berichten…

    @Silly: Es kommt eben ganz auf die Teilnehmer an. 😉

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