Der Birnbaum

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand
Und kam die goldene Herbsteszeit
Und die Birnen leuchten weit und breit
Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: „Junge wiste ’ne Beer?“
[Theodor Fontane]

Viel hat ja das kleine Dörfchen Ribbeck, westlich von Nauen im Havelland nicht zu bieten. Aber einen Birnbaum, ein Gedicht drumherum und ein paar wirklich fotogene Gebäude. Aber das alles wird ordentlich vermarktet. Warum auch nicht?

Leider fiel der ursprüngliche Birnbaum 1911 einem Sturm zum Opfer, so das man nur noch dessen Stumpf bewundern kann. Der „amtierende“ Birnbaum steht neben der Kirche und macht nicht wirklich etwas her.

Neben der Kirche stehen noch diverse Gebäude des ehemaligen Gutshofes in Ribbeck die allesamt wirklich etwas hermachen, darunter unter anderem das inzwischen sanierte Gutshaus und die ehemalige Kartoffelschnapsbrennerei, auf deren Schornstein ein bewohntes Storchennest ist.

Wer also die B5 in der Nähe von Nauen befährt, durch Ribbeck kommt und ein paar Minuten Zeit mitbringt, der sollte wirklich mal den kleinen Abstecher machen, einen Besuch ist Ribbeck nämlich allemal wert.

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

2 thoughts to “Der Birnbaum”

  1. Hmm Schrottie, übertreibst du es nicht langsam mit deinen Tonemaps?
    Ich finde es schade, dass du deine wirklich guten Fotos stets so übertrieben pimpst.
    Ich habe mir am Freitag auch ’ne Kamera zugelegt und werde hoffentlich zum Wochenende hoffentlich fotografieren können. HDR steht auf dem Plan. Deine Beträge zum Thema Gimp werde ich mir daher noch einmal anschauen um dann ggf. meine Bilder, wenn auch dezenter, nachbearbeiten zu können.

  2. Hmm, mir gefällts. Klar, es ginge auch deutlich dezenter, aber das ist ja das schöne daran: Jeder kann am Regler drehen wie er mag. 😉

    Obendrein würde es bei den meisten Bildern sehr blaß rüberkommen, wenn der Kontrast nicht erhöht wird, und der ist es, das Tonemapping selbst ist Standardeinstellung, erst die Kontrastanhebung bringt die Farberhöhung und vor allem den von mir gewünschten Halo-Effekt, den Fattal ja sonst automatisch zu vermeiden versucht.

    Klar der Spagat zwischen realistischen Fotos und künstlerisch anmutenden Grafiken ist schon recht schwierig, aber eben auch das faszinierende an HDR. Und selbst wenn alles ein wenig überzeichnet wird, ist es dennoch bei genauem Hinsehen fotorealistisch. Und das macht es doch aus. Will man das nicht, nimmt man halt fürs Tonemapping einen anderen Operator oder machts gleich mit Exposure Blending.

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