Die Erlebniswelt Eisenbahn in Spittal an der Drau

In Spittal an der Drau gibt es in einem weitgehend verwaisten Einkaufszentrum ein kleines Museum. Okay, Museum ist vielleicht nicht der richtige Begriff, denn dort steht nach eigenem Bekunden die größte Modelleisenbahnanlage Österreichs. Und da Modelleisenbahnen ja immer ganz fein anzusehen sind, haben wir natürlich auch mal kurz einen Blick gewagt. Da wir im Besitz einer Kärnten-Card waren, kamen wir sogar kostenlos hinein.

Nun hat man ja als Deutscher, wenn man von der „größten Modelleisenbahnanlage Österreichs“ hört, zunächst das Miniaturwunderland Hamburg vor Augen, wo ein wirklich phantastische Eisenbahnanlage steht, bei der alles bis ins letzte Detail perfekt gebaut ist und noch weiter ausgebaut wird. Eines steht aber fest, wenn man ähnliches erwartet, wird man enttäuscht. Die Erlebniswelt Eisenbahn spielt in einer ganz anderen Liga.

Modelleisenbahn

Leider eher negativ, denn qualitativ liegen Welten zwischen den beiden Anlagen. Aber gut, lassen wir einfach den Vergleich und ich erkläre mal kurz, was mir in Spittal so überhaupt nicht gefallen hat.

Die gesamte Anlage lässt erstmal eine klare Linie vermissen. Es gibt keine zeitgeschichtlichen oder örtlichen Bereiche, die klar abgegrenzt oder nur erkennbar sind. Ebenso enttäuscht die Qualität der Arbeit selbst. So stehen die Häuser einfach nur auf der Anlage, sind also nicht direkt mit ihrer Umgebung „verschmolzen“. Die Umgebung selbst ist dabei auch nur ganz einfach gemacht.

Schienen hin, ein wenig grün daneben gebröselt und zwischendurch mal eine Straße aufgemalt. Fertig ist die Laube. Figuren stehen mit sichtbaren Standplatten auf der Anlage, Fahrzeuge wirken oft deplatziert – das sie nicht selbst fahren sei hier nicht schlimm, das wäre nur die Kür – und zu allem Übel befinden sich dann auch aus Pappe oder Papier gefertigte Gebäude auf der Anlage, die eher beim Bastelnachmittag in der Kita zu erwarten wären.

Also alles in allem war der Gesamteindruck eher enttäuschend. Leider.

Dennoch gab es auch etwas erfreuliches, man durfte dort uneingeschränkt fotografieren und filmen, weshalb ich das auch ausgiebig getan habe. das Video selbst ist eher nicht oscarverdächtig, denn trotz Gimbal habe ich da ein wenig „hektisch“ gearbeitet und zuweilen auch nicht aufgepasst und somit meinen eigenen Schatten ins Bild gebracht. Aber hey, es ist ein Amateurfilm. 😉

Im Video sieht man ganz gut, welche qualitativen Mängel ich meine, aber wer gern Eisenbahnen zuschaut, der wird wohl trotzdem seine Freude daran haben. Und wer noch die Fotos sehen möchte, der sollte hier klicken.

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)