Eine Radtour zum Weihnachtsmann

Neben den Paddelvideos habe ich im letzten Urlaub auch so einige Videos auf dem Fahrrad gedreht. Dabei habe ich die GoPro an den Lenker getackert und auf unseren Touren an allen wesentlichen Abschnitten und Abzweigungen jeweils ein paar Sekunden gefilmt. Nun kommt dabei ja so einiges an Videomaterial zusammen, nur kann man aber auch auf nichts davon verzichten. Zumindest dann nicht, wenn man die komplette Tour zeigen will.

Nun hat Microsoft vor kurzem seine App Hyperlapse Mobile auch für Android veröffentlicht und die macht nun aus langen Videos ganz geschmeidige Zeitrafferaufnahmen. Zwar nur bis maximal 720p, aber zumindest bei der Wiedergabe auf mobilen Geräten ist das ja völlig ausreichend. Und so entstand die Idee, das komplette Videomaterial mit Hyperlapse Mobile auf eine brauchbare Zeit “einzudampfen”.

An der Buschallee zwischen Menz und Zernikow

Leider kam dabei nicht wirklich brauchbares Material heraus. Zwar entstanden recht flüssige Videos, aber so richtig glatt und geschmeidig liefen die trotzdem nicht und bei der Wiedergabe auf einem größeren Bildschirm sah das Ergebnis grausig aus[Sample]. Kurzum: Hyperlapse Mobile ist eine nette Spielerei, taugt aber wirklich nur für kleine Spaßvideos, die man in sozialen Netzwerken abkippt.

Microsoft Hyperlapse Mobile
Microsoft Hyperlapse Mobile
Preis: Kostenlos

Schlußendlich habe ich also einfach alle Videos im Original genommen und dann von Openshot in vierfacher Geschwindigkeit laufen lassen. Vom “Wackelgefühl” her ist es nicht deutlich schlimmer als die “geglätteten” Videos von Hyperlapse Mobile und so habe ich es dann bei dieser Lösung belassen.

Das erste auf diese Weise entstandene Video zeigt nun eine nette Radtour von Menz nach Himmelpfort. Die Tour führt, ausgenommen Menz und Fürstenberg, fast durchgehend über Radwege und Fahrradstraßen, man ist also vom Kraftfahrzeugverkehr weitgehend unbehelligt. In Menz selbst ist recht wenig Verkehr, nur in Fürstenberg ist deutlich mehr los, aber als Radler wird man dort recht gut behandelt.

Hauptziel der Tour war aber eben Himmelpfort, wo sich das berühmte Weihnachtspostamt befindet. Dort kann man auch im Sommer dem Weihnachtsmann begegnen und schonmal ein paar Wünsche für seinen nächsten “Gegenbesuch” hinterlegen. 😉

In Himmelpfort kann man auch gleich ein Päuschen machen und sich bei Kaffee und Kuchen stärken. Wir haben uns für Mönchs Kaffeerösterei entschieden, denn dort bekommt man den besten Kaffee der gesamten Region. Klar, schließlich wird dort selbst geröstet. Der Kuchen camera-icon-15 ist ebenso nicht von schlechten Eltern, so dass dieses Café auf jeden Fall ganz klar empfohlen werden kann.

Nach Himmelpfort kommt man noch an der Gedenkstätte Ravensbrück vorbei, die durchaus ebenfalls einen Abstecher wert ist. Der Streckenverlauf von Himmelpfort bis Fürstenberg verläuft übrigens nahezu parallel zur Draisinenstrecke, die wir ja in diesem Jahr auch schon gefahren sind.

Insgesamt ist die Strecke knapp 48 Kilometer lang und mit gemütlichem Radeln unter 3 Stunden reiner Fahrzeit zu schaffen. Wie lange man tatsächlich braucht, hängt natürlich davon ab, wie oft und wie lange man pausiert und an der Strecke befindliche Sehenswürdigkeiten begutachtet.

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)