Eine runde Sache #2

Es stand mal wieder eine runde Fundzahl ins Haus. Dafür versuche ich ja meistens, auch wenn es nicht immer gelingt, einen OC-only Cache zu suchen. Diesmal hatte ich gleich drei davon zur Auswahl. Also eigentlich sogar vier, wenn man den während unserer gestrigen Tour veröffentlichten Cache (OCA1B6) mitzählt.

Einen dieser Caches (OCA188) „erledigte“ ich schon gestern, direkt im Anschluß an eine kleine morgendliche Runde mit dem Fahrrad. Der Cache führte zum Commonwealth Kriegsgräberfriedhof (Berlin War Cemetery) und war ganz unspektakulär eine Filmdose, wie auch sein GC-Nachbar (GC1C880). Klar, an einem Friedhof ist es auch eher unangebracht große Dosen zu hinterlegen, erst recht wenn es sich um Kriegsgräber handelt. Eine Munitionskiste wäre hier wohl auch arg pietätlos. Aber dort zählte auch ganz klar die Location und die habe ich, auch wenn ich wirklich um die Ecke wohne, bisher noch nie so genau in Augenschein genommen. Schade eigentlich, denn dieser Ort hat schon etwas ganz Besonderes.

Achja, ein FTF war das obendrein. 🙂

Und gestern wurde dann die runde Sache, ähh Zahl in Angriff genommen. Auf dem Weg lag noch ein Multi (GC252HE), der auf ganz witzige Weise diverse Dosen parodiert, die hier in Berlin für Touristen den schnellen Punkt versprechen – Telefonzellenmikros. Nach ihrem Owner inzwischen ironisch „Kaizellen“ genannt sind diese Dinger weit über das Stadtgebiet verstreut und beinahe noch einfacher zu finden als eine Filmdose an der Leitplanke. Ein kurzer Griff unter die Taschenablage der Telefonsäule und Fund.

Weiter ging es zu einer weiteren recht fragwürdigen Attraktion, ähnlich wie überall Gotteshäuser bedost werden, hat sich ja in manchen Gegenden die Tradition eingenistet, das jeder Geocacher ein „eigenes Eisenbahnsignal“ haben muss. Die Qualität dieser Caches ist halt recht fragwürdig, sind sie doch so ziemlich exakt zwischen horizontaler und vertikaler Leitplanke angesiedelt. Das gestrige Exemplar (GC24FGC) war aber ein gutes Mittel zum Zweck, lag es doch fast direkt neben unserem avisierten Parkplatz fürs Cachemobil und so wurde er schnell eingesammelt.

Quer durch den Spandauer Forst ging es dann zu Fund 1599. Dieser Tradi (OCA100) zeigte recht eindrucksvoll, das von Anfängern nicht nur Müll gelegt wird, sondern zuweilen eben auch wirklich tolle Dosen. An einer wirklich schönen Stelle im Wald, für Kinder mit reichlich Gelegenheit zum spielen, liegt eine dicke Dose, die liebevoll fertiggemacht wurde. Ein herrliches Ausflugsziel für die ganze Familie also, an dem auch gleich ein Picknick möglich wäre. Und das als Erstlingswerk bei erst einem (nicht geloggten) Fund. Respekt!

Achja, ein FTF war das obendrein. 🙂

Und damit der Waldgeist in den nächsten Tagen auch ein wenig Beschäftigung hat, ließen wir etwas reisendes Werkzeug (GK1D4C) vor Ort.

Nun war die Vorarbeit erledigt und es ging an den kritischen Teil. Da lag ja noch ein Multi im Havelland, bei dem wir schon einmal ganz grandios gescheitert waren.

Inzwischen wurde aus diesem Multi ein – oh Schreck! – Rätselcache (OC9E5E) gemacht. Allerdings nur ein Sudoku, das ist schnell erledigt. Ganz verwegen zogen wir also los um das Ding zu suchen. Die Koordinaten führten uns an einen der Orte, die wir im Februar schon genau untersucht hatten. Aber okay, diesmal ging es nicht durch tiefen Schlamm und so erweiterten wir den Suchradius etwas und wurden dann an einer Stelle fündig, die wir seinerzeit einfach ausgeschlossen hatten. Warum auch immer.

Aber egal, der Plan war aufgegangen und die runde Sache war ein OC-only Cache! Und die Dose war obendrein ein wirklich schickes handbemaltes Exemplar. Und der Clou an der Sache: Hier wird nicht getauscht. In der Dose sind etliche $GEGENSTAND zum mitnehmen, also jeder Finder darf sich einen $GEGENSTAND als Andenken einpacken ohne etwas dafür zu hinterlassen. Wie auch schon beim Waldgeist fand hier auch gleich einer unserer Reisenden (GK1D4A) ein neues vorläufiges Zuhause.

Achja, ein FTF war das obendrein. 🙂

Die Mission war erfüllt und so konnten wir ganz entspannt noch eine kleine Runde über die Felder bei Buchow-Karpzow drehen und den Sonnenuntergang über dem Havelland beobachten. Und kurz bevor wir wieder am Cachemobil ankamen machten wir noch die Bekanntschaft mit zwei Wildgänsen, die es dann aber bevorzugten das Weite zu suchen, denn ich war unvorsichtig genug, recht laut zu erwähnen wie lecker die doch schmecken dürften. *gg*

Wildgänse Sonnenuntergang im Havelland

Und so flogen sie dann davon, die potenziellen Weihnachtsbraten…

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

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