Eingeschmolzene Münzen

Wer jetzt angesichts des Titels denkt, ich hätte Münzen zu dicken Goldbarren eingeschmolzen, der irrt. Schon allein weil ich gerade keine echten Goldmünzen zur Hand habe. 😉

Nein, heute gab es den dritten und letzten Teil der lustigen Geokretybäckerei. Nachdem ich ja beim ersten Versuch ausschließlich bedruckte Inlays in Schmelzgranulat verewigte und auf diese Weise Kreytcoins erzeugte, war es gestern die Abwandlung mit Teddybären. Heute war, quasi als Abschluß der aktuellen Produktion, das Einschmelzen von Münzen angesagt.

Dazu fertigte etwas andere Inlays an. Anstelle von Quinto kam ein runder Rahmen, der später die Position der Münze markieren soll. Zunächst hatte ich die Befürchtung, das die im Backofen sicher sehr heiß werdende Münze bedingt durch Temperatur und Eigengewicht komplett nach unten durchrutscht, wenn ich den kleinen Rahmen ausschneide. Aber auf die Folie wollte ich die Münze auch nicht unbedingt legen, denn man würde das später durch die Rückseite sehen. Also schnitt ich für den ersten Versuch den Rahmen frei, so das die Münze rundherum mit dem Schmelzgranulat in Kontakt kommen konnte. Und tatsächlich, das funktionierte. Die Münze sank zwar etwas ein, jedoch nicht soweit das sie auf dem Boden zu liegen kam, sie war also planmäßig komplett von Kunststoff umgeben.

Nachdem ich am Anfang auch hier zunächst komplett transparentes Schmelzgranulat verwendet hatte, nahm ich nach den ersten Versuchen zwei verschiedene Sorten: Gelbes für die Unterseite, transparentes Schmelzgranulat darüber. Damit sehen die Münzen auch ein wenig nach Gold aus, das transparente Schmelzgranulat auf der Oberseite sorgt dann dafür, das die Farbe der eingeschmolzenen Münze trotzdem nicht verfälscht wird. Und so sehen die guten Stücke aus:

KretyCoins

Kretycoinbackstube KretyCoin in der Backform KretyCoins

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

7 thoughts to “Eingeschmolzene Münzen”

  1. Sieht echt interessant aus. 🙂
    Aber stinkt das ganze nicht fürchterlich nach Kunststoff? Und was sagt die $BESTEALLEREHEFRAUEN dazu, wenn man nach dem Kunststoffschmelzen (Dämpfe) dann wieder Lebensmittel im Ofen erhitzt? Keine Sorgen, da ein bisschen von mitzuessen?
    LG
    Jörg

  2. Keine Sorge, das Schmelzgranulat ist absolut geruchlos. Da entstehen auch keinerlei Dämpfe und ähnliches. Man liest zwar zuweilen das das Zeug stinken würde, aber ich konnte das so nicht erleben. Mag aber auch sein das es früher so war oder nur die Granulate bestimmter Hersteller betrifft. Also direkt im Fachhandel kaufen, auch wenns etwas teurer ist, und schon gibts keinen Ärger mit dem Geruch und damit auch keine Haue von der Gattin. :angel:

  3. Sieht echt klasse aus. Ich habe mich dann auch mal bei GeoKrety.org angemeldet. (Will auch bauen 😉 )
    Ich frage mich, ob man das Schmelzgranulat noch besser (gleichmäßiger) hinbekommt, wenn man es etwas höher erhitzt? Irgendwie macht es den Eindruck, es wäre nicht komplett aufgeschmolzen.

    Beste Grüße, S1G

  4. Sehr viel höher sollte man es nicht erhitzen. Man läuft dann Gefahr das es aufkocht und dann gibt es Blasen. Eher ein paar Grad weniger, dafür dann die Sache länger im Ofen lassen. Umluft dürfte da wohl auch optimal sein, ich hab aber nur einen Gasherd, dadurch ist es schon etwas verzwickter, die Dinger ganz gleichmäßig hinzubekommen. Aber die letzten heute, die waren schon richtig glatt. 😎

    Die „Wellen“ am Rand, die man da sieht, kommen durch das erkalten. Dabei senkt sich die Oberfläche nochmal ein Stück, während der Rand an der Form „hängenbleibt“. Das muss dann noch mit Feile oder Dremel entfernt werden.

  5. Kannst Du da noch ein Foto von reinstellen?
    Ich habe hier ein wenug nachgelesen und da variieren die Temperaturangaben von 190 bis 200 Grad, jeh nach Hersteller. Umluft sollte man ganz weglassen, nur Ober :angel: – und Unterhitze. 👿

  6. So sehr anders sieht das „in glatt“ nicht aus, nur das der Rand dann ein wenig plan geschliffen ist. Die hier oben auf dem Foto gezeigten Exemplare sind ja auch recht glatt (insb. Nr. 27, links im Bild), nur am Rand noch sehr wellig. Komplett runtergeschliffen habe ich diese Wellen aber bei keinem, ich habe nur entgratet und besonders hohe „Wellen“ gekappt. Der Rest bleibt so, schließlich darf man da ruhig sehen das es Handarbeit ist. Darüber hinaus würde weiteres Schleifen dann auch polieren erfordern, da die Oberseite ja hochglänzend ist.

  7. Vielen Dank für die Anregung und die Erklärungen. Ich werde mich darin gleich mal versuchen 🙂 So kann man ja besonders einzigartige Kretys herstellen !

    Viele Grüsse von eulenwolli !!

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