Erstaunlicher Trostpreis

Nachdem der Mai so rein cachetechnisch eher mager war, es gab eben in den ersten beiden Wochen des Monats wegen der anstehenden Veröffentlichung des neuen Designs für opencaching.de unheimlich viel zu tun, stand am letzten Dienstag mal wieder eine kleine Runde ins Haus. Endlich mal wieder in aller Ruhe durch die Gegend streifen und dabei einpaar Dosen suchen. Ins Visier nahm ich dabei ein paar Multis in Schöneberg.

Gleich der erste (GC1H70J) verweigerte die Mitarbeit, bahrrlich zeigten die errechneten Finalkoordinaten auf einen stark vermuggelten Bereich, da verzichtet man dann gern mal auf einen Mikro. Der zweite (GCRE71) war ebenso nicht wirklich spannend, mehr oder minder zusammenhanglos erschien die Strecke gewählt und am Ende wartete – Na was wohl? – eine magnetische Filmdose. Also wenigstens bei einem Multi erwartet man schon etwas mehr.

Balkonpflanzen

Schön war die Gegend zwischen Crellestraße und Monumentenbrücke trotzdem, wenngleich sie zuweilen auch sehr laut ist. Abschließend stand noch ein dritter Multi (GC1EFQ2) auf dem Plan, aber auch der führte zu einem massiv vermuggelten Ort, so dass wir auch hier auf den Mikro verzichteten. Aber dann kam etwas, mit dem wir nun wirklich nicht gerechnet hatten.

Als abschließenden Cache hatte ich einen ganz besonderen Cache geplant. Also nicht besonders in dem Sinne, das ich so tierisch darauf abfahre, nein, besonders in dem Sinne, als das es sich um den Berliner Mystery handelt: Lost in Space (GC1ZK73). Und der sollte nun nach zwei DNF am Tag als Trostpreis her.

Der zickte zwar erst ein wenig herum, schlußendlich fand ich ihn aber dennoch. Und dann zeigte sich, das zuweilen das wirklich Unerwartete eintreffen kann: Für gewöhnlich sind hinter den unendlich komplizierten Rätseln, für deren Lösung man möglichst alle nur erdenklichen Fachrichtungen studiert haben muss, olle Mikros oder andere mickrige Dosen, meist in langeiligen Verstecken. Hier war es gänzlich anders. Eine wirklich supertolle Dose in einem absolut genialen Versteck! Huch?

Da finde ich es gleich ganz besonders schade, das diese Dose ausgerechnet mit einem Rätsel gestraft wurde, bei dem mehrere hundert Cacher fast verzweifeln, bei dem der Owner den Eindruck macht als weide er sich in der Ratlosigkeit der Suchenden und das einmal mehr gezeigt hat, das solche Rätsel mehr Ärger als Geocachingfreude bringen. Ich selbst kenne nun zwar die Lösung, habe sie aber noch immer nicht verstanden, und da geht es mir wie fast allen anderen auch. Aber es ist eben wie so oft: Da hat jemand eine total verschrobene Idee und macht einen Cache daraus, vergisst dann aber dabei, das er vermutlich der Einzige ist, der auf so eine blöde Idee kommt.

Und nun liegt inmitten des hundepißeckenmikroverseuchten Berlin endlich mal eine wirklich tolle Dose, und dann ist es wieder nur ein oller Ratehaken. Ein schöner Multi würde zu dieser Dose deutlich besser passen und auch eine wesentlich höhere Fundrate würde weder Dose noch Versteck schaden. Naja, für mich ist das Kapitel „Lost in Space“ nun endlich abgeschlossen. Und das Verhältnis Funde zu DNF wurde für diesen Tag dann auch gleich ausgeglichen, und das mit einer Dose, die ich so ganz sicher nicht erwartet hätte.

Ein erstaunlicher Trostpreis eben… 😎

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)