Es muß nicht immer Micro sein

Oft und gern wird ja die inflationäre Verwendung von Filmdosen oder ähnlichem Kleinkram damit begründet, das man eben in den Innenstädten mit hohem Muggelaufkommen nichts anderes versteckt bekommt. Das es jedoch gänzlich anders geht, das zeigt die Berliner Mitte. Dort liegen, inmitten der Touristenscharen, so richtig dicke Boxen versteckt. Am bekanntesten dürfte da wohl die am Marx-Engels-Forum (GCTA4W) sein, wo eine dicke Ammobox auf den Finder wartet. Inzwischen ist schon fast 2.500 Mal der Zugriff erfolgt und nur ein einziges Mal war die Dose verschwunden.

Ganz in der Nähe, mitten auf dem Gendarmenmarkt, ist ein ähnliches Highlight (GC1TF3K). Auch hier lockt eine richtig große Box. Die geht nun auch auf die 1.000 Funde zu, verschwunden ist sie soweit ich weiß noch nie. Aber nicht nur diese beiden Dosen, auch diverse andere Caches rund um den Alexanderplatz zeigen ganz deutlich, das erhöhtes Muggelaufkommen und Citylage keineswegs als Ausrede für die Verwendung von Filmdosen verwendet werden kann.

Einen davon haben wir gestern „erledigt“. Das Wetter war besser als angekündigt und so machten wir uns auf, um in Mitte ein paar Dosen zu suchen. Blöderweise hatten wir nicht bedacht, das in der City gerade der Berliner Halbmarathon läuft und so standen wir dann an diversen Polizeiabsperrungen anstatt direkt den geplanten Parkplatz anzusteuern. Irgendwann hatten wir dann aber eine brauchbare Abstellmöglichkeit für das Cachemobil gefunden, sogar kostenlos, was ja für die Innenstadt recht untypisch ist.

Berliner Dom und Fernsehturm

Der Marathon brachte aber nicht nur Straßensperrungen mit sich, sondern auch Menschen. Tausende waren rund um den Alex versammelt um dem Marathon beizuwohnen. Und mittendrin wartete die Dose (GC1YP6C) auf uns. Ein Regular direkt unter dem Berliner Fernsehturm. Um uns und die Dose herum waren ungefähr zweitausend Muggel. Aber das hohe Muggelaufkommen hat ja auch etwas Gutes, denn Einzelne fallen nicht sonderlich auf, egal wie seltsam sie sich benehmen.

Beobachtet wurden wir dann allerdings doch, denn während des loggens lief jemand an uns vorbei und gratulierte zum Fund. Dieser jemand war, wie sich später noch herausstellte, jemand den wir schon lange mal kennenlernen wollten, denn es ist ein guter Bekannter der besten Freundin von $BESTEEHEFRAUVONALLEN. Naja, so hatten wir wenigstens schon einmal „Sichtkontakt“, das echte Treffen muß weiterhin warten.

Volksbühne Berlin

Bei einer weiteren Dose hatten wir dann wieder Kontakt mit anderen Cachern, die brachten uns dann netterweise die Dose, die wir vergeblich suchten, weil die beiden damit zum Loggen kurz verschwunden waren. Und beim darauffolgenden Multi liefen uns die beiden dann nochmal über den Weg. Aber leider kamen wir, wohl hauptsächlich wetterbedingt – es fing inzwischen ordentlich zu regnen an – nicht so wirklich ins Gespräch. Wir haben dann diesen Multi auch fix fertiggemacht und dann das Weite gesucht, denn irgendwie sah es einfach nicht danach aus, als würde der Regen noch aufhören.

Das tat er dann aber doch noch, und zwar als wir wieder zu Hause ankamen. :angry:

Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin

Alles in allem hat es sich aber trotzdem gelohnt. Aber es ist nicht nur der enorm hohe Anteil größerer Dosen der in Mitte auffällt, es ist auch der recht hohe Multianteil. Da wird es wohl im Sommer noch die eine oder andere Tour mit dem Fahrrad geben…

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

5 thoughts to “Es muß nicht immer Micro sein”

  1. Ich würde Micros aber nicht mit erhöhten Muggelaufkommen begründen, sondern eher mit mangelnden Versteckmöglichkeiten. Solche Möglichkeiten wie am Marx-Engels-Forum, Gendarmenmarkt oder Fernsehturm bieten sich ja leider nicht immer.

  2. Ach ja. die Mutterstadt. 🙂

    Ich bin zum Glück wenig in der Innenstadt unterwegs gewesen zum Cachen, da ich eine leichte Muggelphobie habe, aber die großen Highlights in der Gegend habe ich trotzdem gefunden. Hier in Frankfurt habe ich bisher 6 von 7 Caches mit der Größe Nano oder „other“ gehabt… nichtmal für eine Filmdose reicht es hier. 🙁

  3. Erhöhtes Muggelaufkommen darf (oder besser sollte) zwar keine Ausrede sein, aber manchmal geht es einfach nicht anders, als Filmdosen zu verwenden. Immerhin ist das besser als gar nichts.

  4. Die Caches habe ich gleich mal gespeichert. So richtig hin und weg bin ich aber bei deinen Fotos. Vor allem das letzte Bild ist der Hammer!

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