Eye-Candy mit Beryl

Nachdem ich schon einige Versuche mit der netten Kombination Beryl/Emerald unternommen habe, um auf dem Notebook in den Genuß von 3D-Desktopfeatures zu kommen, war heute der Tag an dem ich das Ganze mal etwas genauer unter die Lupe genommen habe. Bereits im Vorfeld habe ich den Treiber für meine Grafikkarte vom ursprünglichen ‚ati‘ auf ‚radeon‘ umgestellt, um somit auch die entsprechende AIGLX-Unterstützung zu bekommen.

Nachdem alles installiert und der Beryl-Manager gestartet war, fehlte irgendwie der eine oder andere erwartete Effekt. Also an den Einstellungen geschraubt, ausprobiert, weitergeschraubt, wieder ausprobiert. Und jetzt werkelt hier Beryl als Fenstermanager. Mit dabei ist mehr Eye-Candy als Microsoft für Windows Vista jemals hinkriegen wird bei Linux und Mac zusammenklauen kann, und das alles „for free“.

Okay, einen Wermutstropfen gibt es: Wenn ich die 4 Desktops in der Cube-Ansicht (Die 4 Arbeitsflächen werden beim Wechsel als sich drehender Würfel angezeigt.) betrachte, dann funktioniert die Transparenz bei den Desklets nicht. Aber da es sich hier um nur wenige Sekundenbruchteile handelt, kann man wohl ganz großzügig darüber hinwegsehen.

Schade eigentlich, das es mir nicht gelingen will, von den animierten Spielereien Screenshots zu machen. Dazu zählt unter anderen der „Wabbel-Effekt“ beim Verschieben von Fenstern und der „Flachengeisteffekt“ beim Minimieren. Aber zumindest der Cube hat sich, nachdem ich den an die Rotation anschließenden Fade-In länger gestellt habe, knipsen lassen:

Desktop-Cube

Und hier noch schnell ein paar Informationen für den Bürgermeister, der sich den Screenshot hier abholen darf: Ubuntu Edgy Eft 6.10, GNOME 2.16.1, Beryl 0.2.0.

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

18 thoughts to “Eye-Candy mit Beryl”

  1. Ja sowas hätte ich auch gerne; aber ich breche mir schon die Finger Google-Earth zum Laufen zu bringen.
    Ich tue mich immer noch schwer, irgendwas nachzuinstallieren, was nicht über den Paketmanager kommt und kompilieren traue ich mich nicht. Any ideas, wie ich 3D-Grafik hinbekomme???

  2. BTW: Meine User meckern der Reihe nach, weil ich Betriebssystem und Browser anzeigen lasse. Ich find das aber so schön. Hmmm, vielleicht schalte ich es doch wieder ab. Oder ich müsste ne IF-Abfrage in das Plugin einbauen, die feststellt, ob ich da bin, dann sehe nur ich das.

  3. Wenn Du Beryl über den Paketmanager installieren willst, dann gib unter: Administration – Softwarequellen – Drittanbieter ganz einfach http://ubuntu.beryl-project.org/ an oder Du trägst es direkt (deb http://ubuntu.beryl-project.org/ edgy main) in die /etc.sources.list ein, dann kriegst Du die Pakete auch über Synaptic. Probier es einfach mal aus, dann wirst Du sehen was 3Dmäßig überhaupt läuft. Vielleicht liegt ja Dein Problem mit GoogleEarth auch am Programm selbst.

    Zum Browsersniffer: Warum meckern die? Ist doch albern…

  4. Wenn ich unter Admin…->Softwarequ..->Drittanb…: diese URL eingeben will, dann geht das gar nicht. Es heißt dort:

    Geben Sie die vollständige APT-Zeile für das Paketdepot ein, das Sie als Quelle verwenden möchten

    Die APT-Zeile enthält den Typ, den Ort und die Komponenten des Paketdepots, z.B. »deb http://ftp.debian.org sarge main

    Eine /etc.sources.list habe ich nicht. Soll das etc/sources.list heißen? Die ist aber auch nicht da.

  5. Download und Installation hat wohl soweit geklappt. Jetzt hab ich einen Beryl oben neben dem Datum. Aber sonst tut sich nix.
    Muß mal die ganzen möglichen Settings anschauen. Einen Cube sehe ich jedenfalls (noch) nicht.

  6. Im Beryl Settings Manager kannst Du unter ‚Desktop‘ den Cube so einstellen, das er sichtbar langsam läuft. Ansonsten ist es klar, die Cube dient ja eben zum Umschalten zwischen den Desktops, nur eben 3Dmäßig ‚aufgepimpt‘! 😎

  7. Ja also, wie es aussieht, kommt nur der Beryl-Admin hoch. Ich kriege immer ein Fallback auf den nomalen Desktop. Offenbar macht meine Grafikkarte bzw. der Treiber das nicht mit.

  8. Normal, auch wenn der Beryl Manager geladen ist, muss ja noch der Fenstermanager gewählt werden. Also Rechtsklick auf den „Edelstein“ und von Metacity auf Beryl umstellen…

  9. Führt zu einem Neustart des Fenstersystems ohne Beryl.
    Wiegesagt, ich habe nur eine S3 onboard. Bislang hatte ich keine Probleme. Unter Windows z.B. lief eigentlich alles. Wobei ich dazu sagen muß, daß ich überhaupt gar keine grafikorientierten Spiele habe, nur die Sims und Silent-Hunter.
    Aber Google-Earth, Tab-Effects (Firefox-Tabs auf einem Cube) usw. läuft.
    Unter Linux läuft auch der Pinguin auf der Eispiste z.B.
    Passende Treiber sind da.

  10. @Ben: Auf der Ubuntu-Seite gibt es zwar eine Liste mit geprüften Hardwarekomponenten, aber bei einem Laptop mit seinen vielen integrierten Teilen empfehle ich eine kostenlose Live-CD zu nehmen und einfach mal auszutesten, ob und was der Laptop damit anfangen kann. So siehst Du am schnellsten, ob es klappt. Meistens laufen diese Live-CDs sehr gut und der Teufel steckt im Detail. Geht die WLAN-Schnittstelle, kann Ubuntu mit dem Handy kommunizieren, geht Bluetooth? usw.
    Also ausführlich testen ist besser, als sich auf Listen zu verlassen.
    Es wird nämlich immer so sein, daß bestimmte Komponenten angeblich laufen sollen, es dann aber bei Dir nicht klappt. (Oder umgekehrt.)

  11. Ich bekomme es einfach nicht hin, die 3D-Unterstützung richtig zu aktivieren. Unter Win läuft das alles problemlos. Unter Linux kann ich den berühmten Test mit den drehenden Zahnrädern machen, der klappt. Aber Beryl fällt immer wieder auf den Standard-Manager zurück und vor allem Google-Earth zeigt nur einen schwarzen Bildschirm.
    Ich habe eine VIA S3-Karte in meinem Biostar Barebone onboard, was die Sache etwas schwieriger macht, da ich die Karte nicht einfach wechseln kann.
    Ich habe im Laden jetzt schon mal nach versch. Grafikkarten geguckt, aber die Preise schrecken mich ab. Mehr als 100 Euro gebe ich für sowas nicht aus. Ich will ja nichtmals 3D-Spiele spielen.
    Wenn ich wüßte, welche preiswerte Karte da gut läuft…

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