Felgenkiller – Ein Fahrradkrimi

Neben dem Fahrrad fahren gibt es ja eine zweite Leidenschaft für mich, und die heißt lesen. Ich verschlinge im Schnitt 2 bis etliche Bücher pro Woche, wobei es sich dabei vornehmlich um Krimis und Thriller handelt. Und da war es mir natürlich eine ganz besondere Freude, als demletzt via Facebook ein Angebot hereinflatterte, das gleich beides zu verbinden wusste.

Der Autor des Krimis „Felgenkiller“, Thomas Maria Claßen, bot mir ein Rezensionsexemplar an, zu dem ich natürlich nicht nein sagen konnte. Und schon einen Tag später lag es bei mir im Briefkasten.

Felgenkiller - Ein Fahrradkrimi

Den Inhalt will ich nun nicht allzu sehr spoilern, deshalb beschränke ich mich mal auf den Klappentext:

Myteriöse Fahrradmorde am Niederrhein
Manfred (Manni) Hanraths lebt in der Großstadt Grawenhorst am schönen Niederrhein. Jede Woche führt er eine sportliche Radtour durch Wald und Feld. An diesem Mittwoch fährt ein Neuer mit und stirbt nach einem mysteriösen Unfall im Wald. In den Tagen danach sterben weitere Menschen. Immer waren sie mit dem Rad unterwegs. Dezimiert da ein Wahnsinniger die Fahrradfahrer der Stadt? Die Kriminalpolizei ermittelt in alle Richtungen. Auch Manfred wird verdächtigt.

Der Titel, Felgenkiller, lässt ja den erfahrenen Radler zunächst an üble Fahrradständer denken, wobei die Vorstellung recht schwerfällt, das diese alten Radabstellanlagen nun marodierend und mordend durch die Gegend flitzen. Soviel sei aber verraten, das tun sie auch nicht. Und so quasi am Ende des Buches kommt dann auch eine kurze Erklärung zum Titel.

Tatsächlich ist es ein durchaus menschlicher Mörder, der in Grawenhorst sein Unwesen treibt. Ich selbst hatte ja recht schnell einen Verdacht, der wurde dann aber kurz darauf selbst abgemurkst und fiel somit als Täter aus. Aber wenigstens ist der ermittelnden Kriminalpolizei der gleiche Hinweis aufgefallen. Sozusagen, ohne jetzt zuviel verraten zu wollen.

Trailer zum Buch, Quelle: Facebook

Kurz zum Buch ganz allgemein. Irgendwie habe ich in letzter Zeit öfter mal einen Spruch gehört, wie „Jeder hat ja sein ganz eigenes Buch in der Schublade, man einer hat es sogar schon geschrieben und traut sich damit nur nicht hinterm Ofen hervor!“. Und so ein Buch vermute ich hier mal ganz frech, wenngleich der Autor als Journalist durchaus schon der schreibenden Zunft angehört.

Dennoch merkt man seinem Erstlingswerk an, das es eben ein solches ist, was dem Lesespaß jedoch keinen Abbruch tut. Ganz im Gegenteil, es liest sich ganz locker und erfrischend und schnell merkt man dem Protagonisten des Buches an, das er durchaus reichlich autobiografische Züge des Autors trägt, was dem Buch eine durchaus authentische, charmante Note gibt.

Felgenkiller - Buchseite

Ein wenig schade finde ich lediglich, das es dieses Buch nur „auf totem Baum“ gibt, ich konnte keine Quelle ausfindig machen, über die man es als Ebook beziehen kann. Es ist zwar ab und an mal ganz nett, auch wieder Papier in der Hand zu haben, aber mein Kindle ist mir eben doch um Längen lieber. Schon allein weil ich meistens in der Nacht lese und beim Kindle keine zusätzliche Lichtquelle benötige. Aber das nur am Rande. 😉

Beim Verlag bekommt man auch eine Leseprobe, entweder als PDF zum Download oder in einer HTML-Version zur Anzeige im Browser.

Fazit, ein Fazit muss ja auch noch her. Ohne sowas ist doch keine Rezension vollständig. 😮

Ja nee, ich denke mal, bis hierhin dürfte jedem klar sein, das ich das Buch durchaus empfehlen kann und auch empfehle. Wer ebenfalls Lust darauf bekommen hat, kann es entweder in der teilnehmenden Buchhandlung um die Ecke kaufen, oder er lässt es sich von einem Onlinebuchhändler bequem nach Hause schicken. Wer letzte Variante bevorzugt, darf gern diesen Link hier klicken, dann bekomme ich auch ein paar Pfennige ab und kann mir dann die Weltherrschaft davon kaufen. Ja oder wenigstens ein Stück Kuchen auf der nächsten Radtour… 😉

Zum Abschluß noch ein Video zum Buch aus dem Regionalfernsehen CityVision, in dem auch der Autor ein wenig zu Wort kommt und in dem erwähnt wird, das die Arbeit an einer Fortsetzung bereits läuft. Wir dürfen also gespannt bleiben!

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

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