Gänxta in freier Wildbahn

Szenario: Zwei mittelschwere Gänxta, geschätzte 13 Jahre alt, stehen im Zeitungsladen vor dem Regal und unterhalten sich. Die beiden sind so „cool“ das um sie herum sogar die Luft gefriert. Die Kleidung ist typisch, selbst die Baseballkappen werden authentisch getragen, also so, als ob die beiden nicht wüssten das man Baseballkappen in der Größe einstellen kann und sie die Dinger deshalb nur durch fettig klebrige Haare auf dem Kopf behalten. Die beiden legen los:

Ey Alda, guckst Du hier krasse Karren an. Hat Bruder auch. Genauso fett tief. Abba fettere Gummis.

Ach würklisch? Is ja fett krass.

Also das alles so ziemlich fett ist wissen wir nun. Die Fernsehreklame lügt nicht, die Jugend von heute benutzt dieses Wort wirklich recht inflationär. Aber es ging weiter, die beiden landen bei Computerzeitschriften und picken sich zunächst irgendwelche Gamerblättchen raus:

Hassu schomma das hier gezock0rt?

Jo Man, aber is voll fett un-37337. Skill0rt kaum, das zock0rt doch kleines Schwester.

Okay, also Spiele scheinen auch langweilig zu sein. Und weniger fett als Autos. Aber da liegen ja noch mehr Zeitschriften:

Fett! Linux. Voll auf Scheibe. Musst Du insten, kannste zwar nicht mehr fett zock0rn, aber iss krass 37337 HaxX0rmäßig.

Ach, ich hab gestern mit Windows den Rechner von meim Alden gehaxX0rt. Geht damit auch ganz fett ab. Und stell Dir ma vor: Mein Alder hatte nichma ein Passwort. Also der is sowas von voll fett un37337!

Wo sind meine Herztropfen…

(Vielen Dank an Wikipedia für die Rechtschreibhilfe!)

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

12 thoughts to “Gänxta in freier Wildbahn”

  1. Ich hab ja das Glück (?) das Sohnemann gerade ganz knapp aus diesem Alter raus ist, dadurch verstehe ich zuimindest den größten Teil.

    Aber traurig ist es allemal. Eine Idee wären implantierte Elektroschocker, die immer dann zuschlagen wenn die Muttersprache verschandelt wird. 😉

Kommentare sind geschlossen.