Geokrety-Bastelstube: Tonmünzen

Es wurde mal wieder zeit ein paar Geokrety zu basteln, nur fehlte noch die richtige Idee. Zuerst dachte ich mir ja, ich könnte einfach noch ein paar Coins aus Schmelzgranulat herstellen, aber immer nur das Gleiche machen ist ja auf die Dauer auch langweilig. Aber da die meisten Ideen ohnehin erst bei den Besorgungen kommen, machte ich mich auf in den Bastelshop meines geringsten Mißtrauens und schaute dort, was es so alles gibt. Und tatsächlich, nach ein wenig Stöbern fiel mir eine dicke Packung Keramiplast in die Hände, eine Bastelmasse mit tonartigen Eigenschaften die an der Luft aushärtet. Kurzerhand kaufte ich ein Kilogramm davon, je ein halbes in weiß und terracotta.

Zunächst hatte ich vor, aus dem Keramiplast kleine Plättchen in Form eines Travelbug zu formen und darauf den Trackingcode zu „gravieren“. Irgendwie erschien mir das jedoch zu langweilig und so kam mir die Idee, mit einem Stempel ein richtiges Motiv – Quinto, den Maulwurf, da bestand keine Frage – auf das fertige Produkt zu bringen. Kurz probierte ich mit einem anderen Stempel, ob das überhaupt mit diesem Material funktioniert und nachdem dieser Versuch ein Erfolg war, bestellte ich fix einen Stempel. Der wurde nun geliefert und die neuen Geokrety konnten in Produktion gehen.

 

Gleich vom Start weg zeigte sich, das die Form eines Travelbug eher ungeeignet ist, denn bei dieser Form muß auch wirklich der Trackingcode mit rauf und das sah irgendwie bescheiden aus. Ich fummelte eine Weile mit allen möglichen Größen herum aber nichts brachte ein wirklich gutes Ergebnis. Bis ich dann mein „Versuchsmaterial“ zu einer Kugel rollte und kurz draufdrückte: Das Ergebnis was eine schöne runde Plakette mit leicht fransigen Rändern, die wie ein altes Siegel oder eine alte Tonmünze aussah. Warum war ich da nicht gleich drauf gekommen?

Und so legte ich dann los. Jeder der 500g-Blöcke Keramiplast ergab 34 solcher Münzen, vermutlich lässt sich da auch etwas mehr herausholen, ich wollte aber auf Nummer Sicher gehen, denn man weiß nicht wie die Dinger später auf ihren Reisen behandelt werden und wenn sie zu dünn sind, besteht ja Bruchgefahr. Das Keramiplast lässt sich übrigens wirklich kinderleicht verarbeiten und kann für deutlich mehr als solche Münzen verwendet werden. Auch Mischungen aus beiden Farben sind möglich, das Material verbindet sich ähnlich wie Knete ganz einfach und schnell.

  

  

Für die Etiketten nahm ich wie üblich meine selbstgebastelte Vorlage, die dann ganz prima in Laminierfolien im Scheckkartenformat passen und damit nicht allzu groß werden, aber trotzdem noch gut lesbar sind. Zum Abschluß werden die frisch gebackenen getrockneten Geokrety noch in Druckverschlußtütchen verpackt, damit sie auch schön sauber bleiben und dann gehen sie nach und nach auf Reisen…

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)