Goodbye Geocaching.com

„Disclaimer“: Wer Geocaching.com als die einzig wahre Erfüllung in Sachen Geocaching sieht, wer Alternativen gern, ohne sie genau zu kennen, mit allen Mitteln schlechtredet, kurzum, wer in die Kategorie der so genannten ‚GC-Mullahs‘ fällt, der braucht schon ab hier nicht weiterlesen. Wer kritische Worte, sobald sie sich gegen ‚das eigene Spielzeug‘ richten, als Bashing abtut, der kann ebenfalls das Lesen einstellen. Vielen Dank für die freundliche Beachtung! 😉

tl;dr

Von einem, der eher versehentlich das tat, was ihm andere schon viel eher zugetraut hätten…

Im Grunde ergab es sich tatsächlich ganz zufällig, war also nicht geplant. Aber irgendwann erschien es mir einfach konsequent und so begann ich damit, es durchzuziehen. Die (fast) ausschließliche Nutzung von Opencaching.de zur Planung von Geocachingaktivitäten. Sicherlich kommt mir hier mein Standort entgegen, Berlin hat reichlich Caches bei Opencaching.de gelistet und so habe ich hier wohl noch bis zum St. Nimmerleinstag zu tun. Aber das gab nicht den Ausschlag, das hat es höchstens erleichtert. Den Hauptausschlag gab wohl die Gemütlichkeit, die Ruhe, die Entspanntheit. Während man sich bei Geocaching.com ganz allgemein einem immer intensiver werdenden Wettbewerb um Funde (Die nur nicht so genannt werden, ‚Founds‘ oder ‚Finds‘ klingt schließlich viel cooler!) bzw. gar Punkte hingibt und auch der entspanntere Cacher zunehmend davon erfasst wird, ist Geocaching bei Opencaching.de noch das, für was man es Muggeln, also gemeinen Nichtcachern, in aller Regel auch verkauft – ein netter Zeitvertreib. Und zwar einer, der zumeist ins Grüne, manchmal auch in die Stadt, in jedem Fall aber raus an die frische Luft führt. Und einer, bei dem man selbst das Tempo bestimmt.

Sicher ist nicht in Abrede zu stellen, das es diese entspannte Art zu cachen nicht auch bei Geocaching.com gibt, aber sobald man intensiveren Kontakt zur lokalen oder gar zur deutschlandweiten Community bekommt, nimmt man zumindest als Mitwisser am Wettbewerb teil. Und irgendwie ist man dann eben doch mittendrin statt nur dabei. Schließlich ist man dann ja bekennend ein Teil dieser großen Geocaching.com-Gemeinschaft. Ganz egal, ob man die zuweilen immer krasser werdenden Formen, die das Hobby Geocaching dort zuweilen annimmt, mag oder nicht.

Was Opencaching.de so besonders charmant macht

Noch vor einigen Jahren wirkte Opencaching.de recht altbacken und grau, so das die meisten eben dieses Grau ins Feld führten, wenn sie darlegen wollten, warum sie OC nicht (mehr) nutzen. Okay, ich persönlich mag simple Layouts und die Optik sollte hier ganz klar hinter der Technik anstehen. Da aber  nun die Forderungen nach einem neuen Layout immer lauter wurden und niemand die Sache übernahm, meldete ich mich kurzerhand beim Team und bot an, die ganze Sache neu zu tapezieren. Ich hatte sogar schon recht klare Vorstellungen, was man da machen könnte und bot das auch gleich an. Leider hatte man sich teamintern schon auf ein ganz anderes Layout geeinigt, so das mein Vorschlag nicht angenommen wurde. Ich habe das dann übrigens in weiten Teilen hier im Blog umgesetzt, schließlich sollte die Arbeit ja nicht umsonst gewesen sein.

Für Opencaching.de jedoch stand ja nun ein Layout fest und in Polen und Großbritannien war es bereits umgesetzt. Nur nutzt man dort eine andere Codebasis und in Deutschland kommt noch Smarty als Templateenginge dazu, so das hier nicht einfach übernommen werden konnte. Es musste alles komplett neu gebaut werden. Nach ein wenig Anlaufschwierigkeiten kam es aber in Gang und ein Jahr später hatte ich viele viele Stunden investiert und alles umgebaut. Das neue Layout ging an den Start und all die ‚Graugegner‘ suchten sich nun andere Ausreden… 😉

Opencaching.de sah damit nun schon einmal sehr gut aus. Den technischen Vergleich mit Geocaching.com brauchte man zu diesem Zeitpunkt schon nicht scheuen, nicht nur das Opencaching.de deutlich mehr Funktionen zu bieten wusste, auch waren die für wirklich jeden nutzbar, nicht nur für zahlende Kunden. Ich hatte seinerzeit mal einen direkten Vergleich gebastelt, der Geocaching.com in Basis- und Premiumversion, die beiden Opencaching-Zweige, Terracaching.com in Basis- und Premiumversion, Opencaching.com von Garmin und Geocaching.com.au gegenüberstellte. Dieser Vergleich ist rein technischer Natur, berücksichtigt also weder Mitgliedszahlen noch user-generated content und zeigte schon vor einigen Monaten recht eindrucksvoll, das die freien Plattformen die Nase ganz weit vorn haben.

Massive Weiterentwicklung

Dennoch wurde gerade in den letzten 15 Monaten unglaublich viel an Opencaching.de gewerkelt. Neben vielen kleineren Änderungen, die vornehmlich Fehler ausmerzten und die Sicherheit der Webseite erhöhten, wurden auch etliche neue Features eingebaut. Die meisten davon habe ich hier im Blog bereits erwähnt, aber eines soll auch an dieser Stelle noch einmal Erwähnung finden.

Und zwar die Cachekarte. Die Cachekarte hatte schon vor geraumer Zeit ein Update erfahren, jedoch gab es immer mal wieder Probleme gerade im Vollbildmodus. Also wurde die Karte komplett neu aufgerollt. Jetzt ist sie fertig und es ist eine wahre Freude damit zu arbeiten. Nicht nur, das sie unglaublich schnell ist, allein die Möglichkeit im Handumdrehen Filter zu setzen oder direkte Suchen zu initiieren, deren Ergebnisse in Echtzeit auf der Karte abgebildet werden, bis hin zur Möglichkeit, die aktuell angezeigten Caches direkt als GPX herunterladen zu können, aber auch die Möglichkeit für Cachebesitzer, mit einem Foto direkt auf der Karte ‚werben‘ zu können macht die Karte zu einem wirklich tollen Werkzeug.

Wer also gern visuell seine Cachetouren plant, braucht eigentlich nichts anderes als die Cachekarte von Opencaching.de zum Glücklichsein. Schaue ich da nach nebenan, zu Geocaching.com, dann sehe ich zwar auch eine Vollbildkarte, aber eine die nur einen Bruchteil der Funktionen liefert. Wer hier visuell planen will, der ist auf zusätzliche Software (OCM, CacheWolf, GSAK, whatever) angewiesen um zu Opencaching.de gleichwertige Filtermechanismen nutzen zu können. Könnte man in der Karte jetzt noch Logs schreiben, bräuchte man fast gar nichts anderes mehr. 🙂

Spaß am Benutzen der Plattform

Aber auch viele der kleineren Änderungen machen die Benutzung von Opencaching.de immer besser, seien es Notizen und eigene Koordinaten für Caches, die dann auch im GPX vorhanden sind bzw. auf der Karte angezeigt werden, seien es kleinere Spielereien wie Uhrzeiten für Logeinträge oder einfach nur die Verknüpfungen mit den Bildergalerien, es macht einfach Spaß Opencaching.de zu benutzen. Wenn ich für mich persönlich den Vergleich mit Geocaching.com ziehe, dann stelle ich folgendes fest: Geocaching.com ist als Basismitglied kaum sinnvoll benutzbar. Nicht nur das adäquate Suchmechanismen fehlen, auch das Übertragen von Caches auf den GPS-Empfänger ist nur eingeschränkt möglich. Also ist man gezwungen zu bezahlen.

Aber auch dann ist die Webseite selbst nahezu unbenutzbar, man hat aber den Vorteil mit Hilfe von Pocket Queries (die dann aber auch wieder stark limitiert sind) größere Mengen Caches herunterzuladen. Und dann kann man mit Drittanbietersoftware weitermachen. In meinem Falle OCM, womit ich dann, wie eben schon erwähnt, endlich auch die Filtermechanismen habe, die  Tadaaa!  bei Opencaching.de direkt über die Webseite und da auch wirklich jedem zur Verfügung stehen. Kurzum, mit Opencaching.de habe ich eine Webseite zur Hand, die sich hervorragend bedienen/benutzen lässt und die einer nahezu unbenutzbaren Webseite, deren Inhalte besser an anderer Stelle aufbereitet werden gegenüber steht. Klar, wer da also die Nase vorn hat!

Einfach mal ganz entspannt cachen gehen

Und dann war da ja noch das vielzitierte ‚Früher war alles besser!‘. Immer wieder liest man von erfahrenen Geocachern, von den Dosensuchern der ersten Stunde, wie toll es doch damals alles war, als nicht jede Leitplanke im 161m-Abstand mit Filmdosen vollgepflastert war, als man auch mal ein paar Kilometer zur nächsten Dose fahren bzw. laufen musste. Als also die geringere Dosendichte selbst einfache Geocaches attraktiv machte und als man sich noch als Teil einer kleinen, eingeschworenen Gemeinde fühlen durfte. Als man eben ganz entspannt cachen gehen konnte.

Nun, genau dieses Feeling ist möglich. Und zwar mit Opencaching.de. Opencaching.de ist weit entfernt von der Masse und der Medienpräsenz eines Geocaching.com. Aber auch weit entfernt von seltsamen, oftmals nicht nachvollziehbaren Regularien, die der Community aufgedrückt anstatt durch sie selbst formuliert werden. So werden bei Geocaching.com bspw. durch die dort existierende Abstandsregel oftmals Caches verhindert, die eigentlich mehrere Stunden Fußmarsch von einer Dose zur nächsten bedeuten, nur weil der Koordinatenabstand unter 161 Metern liegt und ggf. mehrere hundert Meter Höhenunterschied oder Gewässer dazwischenliegen, wirklich unerreichbare Caches jedoch, wie zum Beispiel der auf der International Space Station bekommen nachträglich ihre Anpassung in den ‚heiligen Guidelines‘, damit sie schon wegen ihrer Werbewirkung weiter bestehen dürfen. Mal ehrlich, das ist doch krank, oder!?

Bei Opencaching.de steht einem Cache zunächst nur geltendes Recht entgegen. Alles andere ist und bleibt der Kreativität desjenigen überlassen, der ihn versteckt oder im Falle eines virtuellen Caches anlegt. Solange der Cache hinaus an die frische Luft führt, also nicht vom Sofa allein ‚erledigt‘ werden kann, geht er in Ordnung. Und ist die Idee vermeintlich zu abwegig, dann wird alles Für und Wider in der Community besprochen und nicht über sie hinweg bestimmt.

Aber auch auf das Thema Statistiken muss ich an dieser Stelle noch einmal zurück kommen. Immer wieder hört man, das es Punkte gäbe, wird Geocaching schlußendlich zu einer Art indirektem oder gar direktem Wettkampf gemacht. Das mag sicher dem einen oder anderen viel Freude bereiten, die Früchte die das trägt sind allerdings alles andere als förderlich für das Geocaching. Klar, ganz am Ende kann sich niemand davon freisprechen, nicht hin und wieder einmal auf seine Fundzahlen zu schauen, ebenso macht es vielen Spaß, auch weiterführende Statistiken zu erstellen. Ich selbst mache das nicht anders. Nur eben das Vergleichende wird problematisch, wenn der Vergleich das Ziel hat, besser zu sein als irgendwer oder irgendwas.

Bei Opencaching.de gibt es nun zweier- bis dreierlei Statistikanzeige. Jeder kann selbst bestimmen wieviel Statistik im Profil angezeigt wird. Ein wichtiger Unterschied ist hier das ‚im Profil‘, denn anders als bei Geocaching.com wird die Fundzahl nicht in jedem Log für den direkten Vergleich der Finder eines Caches angezeigt. Aber zur Einstellerei. Man kann also die Anzeige detaillierter Statistiken abschalten und im Profil werden fortan nur noch reine Summen angezeigt. Dann kann man die Statistiken erweitern, also ein wenig nach Cachetypen aufdröseln, immer mit der Unterscheidung ‚alle Caches‘ und ‚OConly Caches‘. Zu guter Letzt kann man auch noch einen Schritt weitergehen und die berühmt-berüchtigte 81er Matrix aktivieren, die sich in diesem Fall jedoch ausschließlich auf OConly Caches bezieht.

Man sieht also, auch bei Opencaching.de existiert das Thema Statistik, jedoch fehlt dort ganz genau eines: Der massive Wettkampf. Und das Fehlen dieses Wettkampfgedankens macht die Sache gleich wieder entspannter, ruhiger. Sicher ist das auch den durchaus geringeren Benutzerzahlen geschuldet, aber es ist ja am Ende egal worin sich das begründet, entspannteres Cachen bleibt nun einmal entspannteres Cachen. Und das zieht sich durch alle Belange bei Opencaching.de, sei es das Listen eines Caches, sei es der Umgang des Supportteams mit den Benutzern, sei es der Umgang der Cacher untereinander in freier Wildbahn oder im Forum  Zahlen hat jeder für sich, beim Großen und Ganzen bleiben die Zahlen aber außen vor.

Mangelhafter Support, fehlende Kommunikation

Nun habe ich ja schon mehrfach den Support von Opencaching.de erwähnt und auch auf dieses Thema muss ich etwas ausführlicher zurück kommen. Geocaching.com ist nicht gerade bekannt dafür, sinnvollen und guten Support zu leisten. In Einzelfällen oder bei banalen Dingen mag es sicher ganz gut funktionieren, aber wehe es wird kompliziert. Lange Jahre gab es nicht einmal deutschsprachigen Support, inzwischen hat aber Groundspeak zumindest begriffen, das Deutschland deren zweitgrößter Markt ist und stellt auch deutschsprachigen Support zur Verfügung. Allerdings ist der deutlich träger als der ‚originale‘. Wenn ich eine Frage an Groundspeak habe, dann stelle ich sie gleich auf englisch um so wenigstens drei bis vier Tage später zu einer Antwort zu kommen. Wenn man denn eine bekommt. Denn wenn die Fragen kritischer Natur sind, dann wird ein Ticket gern einmal unbeantwortet geschlossen.

So ist es mir schon mehrere Male gegangen. Beschwert man sich dann über das kommentarlose Schließen, kommt eine Entschuldigung und das Versprechen, die Anfrage schnell zu bearbeiten. Um sie dann wieder kommentarlos zu schließen. So geht man eigentlich nicht mit seinen zahlenden Kunden um, Groundspeak hingegen schon.

Eigentlich kompetente Ansprechpartner meint man ja in den Reviewern zu finden, die stammen – zumindest dem Vernehmen nach – mitten aus der Community, sollten also wissen wo der Schuh zuweilen drückt und haben einen direkten Draht nach Seattle. Dummerweise hat man zumeist den Eindruck, das dieser Draht nur dazu dient, einen Maulkorb zu halten. Denn obwohl sie sich gern mit lustigen Titeln schmücken, die darauf hinweisen das sie für das Unternehmen Groundspeak arbeiten, die Kompetenz auch mal eine Frage zu beantworten haben sie offenbar nicht. Das Reviewerdasein scheint sich also darauf zu beschränken, den Abstand zwischen zwei Koordinaten zu ermitteln, bei Unterschreitung eines 161m-Abstandes nein zu sagen und sonst einfach die bestehenden Regeln jeweils komplett anders auszulegen als der Kollege im Bundesland nebenan.

Ebenfalls recht bezeichnend war das Verhalten Groundspeaks, als es vor gar nicht allzu langer Zeit um die obligatorische Wahl zum Geocacher des Monats ging. Nominiert wurde moenk, Gründer und Betreiber der so genannten ‚grünen Hölle‘, dem größten deutschsprachigen Geocachingforum weltweit, dem Geoclub. Er war damit der zweite Deutsche der für diese Wahl nominiert war. Schon beim ersten hatten seinerzeit unwahrscheinlich viele deutsche ‚ihren‘ Kandidaten, ganz unabhängig von sonstigen Sympathien, gewählt und er hatte gewonnen. So wäre es auch hier geschehen, wäre alles sauber gelaufen. Ist es aber nicht. Einige wenige meinten unbedingt gegen moenk schießen zu müssen und Groundspeak nahm das zum Anlaß ein sehr eindeutigen ‚Wahlergebnis‘ auf ganz eigene Weise zu interpretieren. Naja, vielleicht hat man es dort ja auch nicht so mit Zahlen…

Womit man es in Seattle auch nicht so ganz hat, ist Kommunikation und Geschäftstransparenz. So wurde im Frühjahr ein echt toller Stunt hingelegt, der unter anderem Anlaß für mich war, bei Geocaching.com künftig auf Bezahlfunktionen zu verzichten. Klamm und heimlich hat Groundspeak den Preis erhöht, indem man das Dollarzeichen einfach durch ein Eurozeichen ersetzte. Zugegeben, 30 Euro sind je nach aktuellem Wechselkurs nur knapp 6 bis 7 Euro mehr als 30 Dollar, das ist nicht die Welt, erst recht nicht, wenn man das aufs Jahr hochrechnet. So richtig übel ist dabei eher, das man das ohne Ankündigung tat und dann auch noch ausschließlich für Geocacher aus der Europäischen Union.

Als das Thema dann allenorten hochkochte, redete sich Groundspeak ganz schnell damit heraus, dass man den Geocachern aus der EU auf diese Weise die Bankgebühren ersparen will und obendrein nun auch Steuern darin enthalten sein sollen. Sofort wurde umfangreich erklärt, das ohnehin keine Bankkosten anfallen und so drehte sich Groundspeak, und berief sich fortan nur noch auf die Steuern. Allerdings sehr spärlich, denn im Grunde sagte man gar nichts mehr, sondern tat das, was man am besten kann: Im entsprechenden Thread im ‚blauen Forum‘ wurde wie so oft zensiert was das Zeug hielt und kritische Beiträge oder genauere Fragen verschwanden schneller als man gucken konnte. Es blieb bei der Aussage, das man sich eine britische Steuer-ID besorgt hätte, diese aber nach Rücksprache mit dem Hausanwalt nicht veröffentlichen werde, da dieser ganz dringend davon abgeraten hat.

Halten wir also kurz fest. Trotz Steuerpflicht beim Verkauf elektronischer Dienstleistungen in der EU seit 2003 hat sich Groundspeak erst im Jahre 2013 eine Steuernummer besorgt und die Preise angepasst, damit man nun auch mal Steuern zahlen kann.

Da sich Groundspeak dort nun nicht mehr genau äußern wollte, fragte ich kurzerhand per Mail an, was denn das nun der genaue Grund für die Preiserhöhung wäre. Die Antwort war gleichlautend zu den bisherigen, man müsse jetzt plötzlich und unerwartet Steuern abführen und habe diese einfach umgelegt. Mein Einwand, das man das ja in den USA auch muss und in den 30 Dollar diese Steuern bereits enthalten sind, nun in den USA nicht, dafür aber in der EU anfallen, also einfach gegengerechnet werden können, beantwortete man nicht. Nur die Frage, wann denn endlich, wo man doch nun plötzlich auch in Europa gesetzestreu sein möchte, die Steuernummer auch auf der Webseite vermerkt wird, kam als Antwort lediglich ein kurzes:

We have talked to multiple experts who recommended that we do not display our VAT ID on our home page.

Verstehe.

Was das nun unter dem Strich bedeutet – die plötzliche (heimliche!) Preiserhöhung, die Ausreden, die Zensur im Forum, das Mauern bei diesem Thema insgesamt – kann sich sicher jeder für sich selbst zusammenreimen. Ich für meinen Teil sehe hier nicht nur Dinge die eher für deutsche Finanzbehörden von Interesse sind, sondern auch eine Art und Weise auf die man seine Kunden einfach nicht behandelt. Und wenn es da auch nur um ein paar schmale Taler geht, da gehe ich nicht mit.

Pseudoelitäres Getue

Etwas, das mich an Geocaching.com ebenfalls ganz besonders nervt, ist das pseudoelitäre Getue einiger Geocacher. Es gibt dort Leute, die sich tatsächlich nur auf Grund ihrer Premiummitgliedschaft für etwas ganz besonderes, für etwas besseres halten. Wir erinnern uns, der Begriff ‚Premiummitgliedschaft‘ ist nichts weiter als eine hohle Phrase, ein Marketingbegriff für ‚zahlender Kunde‘. Leider suggeriert dieser Begriff aber eben einen gewissen Elitenstatus und manch einer nimmt das auch noch ernst. Also so richtig, mit allem drum und dran. Und wehe, es kommt dann mal ein Basismitglied daher und loggt einen der ganz besonders wertvollen, nur für Premiummitglieder versteckten Caches. Was übrigens durchaus möglich und im Grunde sogar gewollt ist. Dann sind Worte wie ‚Schmarotzer‘ und ‚asozial‘ nicht selten, bis hin zur ‚Evolutionsbremse‘:

Es ist einfach hochgradig unfair gegenüber anderen Premiumcachern, die round about 20€ im Jahr nicht zu investieren und trotzdem Premiumcaches zu loggen. Dann braucht man auch keinen Premiumaccount! 2€ im Monat sind doch wohl nicht zu viel verlangt! Ich nenne solche Leute mal liebevoll „Evolutionsbremsen“, denn diese Mitcacher fördern durch ihr nutzen von „Hintertürchen“ nicht gerade die Weiterentwicklung von Groundspeak und dieses Hobbys ( die Berufgeocacher bitte ich für den Ausdruck Hobby vielmals um entschuldigung).

[Quelle: coord.info/GL8M0493]

Und? Aufgefallen? Premiumcacher. Also die besten der besten der besten. SIR! Nein, mir fällt da dann wirklich nichts mehr ein, abgesehen davon, das dieses Beispiel wieder ganz eindrucksvoll zeigt, das es eben wirklich Leute gibt, die das Hobby Geocaching und seine Entwicklung komplett an Groundspeak binden. Schlimm ist dabei, das solche Fälle von Intelligenzallergie nicht wirklich selten sind. Bei Opencaching.de kann so etwas hingegen gar nicht erst passieren. Schon allein weil dort alle gleich sind und das Spannungsfeld ‚unterschiedlicher Benutzerstatus‘ fehlt. Jeder darf alle Funktionen nutzen, jeder darf alle Caches sehen, suchen, finden oder auch nichtfinden, ganz wie es ihm beliebt.

Aber nicht nur abwertende Ausdrücke für nichtzahlende Geocacher sind die Folge der Groundspeak’schen Elitenförderung, auch scheuklappenartiges Ablehnungsverhalten wird dadurch erzeugt. Frei nach dem Motto ‚Was ich nicht sehe ist nicht da!‘ wird nur die selbst genutzte Plattform, hier als Geocaching.com, als tatsächlich zulässig und echt eingestuft, alles andere ist dann kein Geocaching und gehört ganz sicher nicht zum Hobby, zur Community dazu. Im letzten Burgermampfpodcast mit mic@ hatte ich ja schon kurz skizziert was ich selbst mit einem Geocacher erleben durfte, der vermutlich als Kind dreimal in die Luft geworfen und nur zweimal wieder aufgefangen wurde. Wer die ganze Story will, muss da mal kurz reinhören damit ich hier nicht alles wiederholen muss. Kern der Geschichte, bei der ein GC-Cache auf einen schon lange bestehenden OC-Cache geworfen wurde, war jedenfalls, das er es nach eigener Aussage so überhaupt nicht nötig habe, auf andere Plattformen Rücksicht zu nehmen, er ist jetzt da und damit hat er das Hausrecht übernommen. Alles andere interessiere nicht mehr. Ausschlaggebend für seine Aussage war übrigens einfach die Bitte um einen Hinweis in seinem Listing, das die benachbarte Dose aktiv und somit kein (mitnehmbarer) Geomüll sei.

Erstaunlicher Weise sind es dann genau diese Leute, die nie zu erzählen müde werden, wie egal ihnen Opencaching.de und andere Alternativplattformen sind, im gleichen Atemzug aber pausenlos schlecht über diese Plattformen reden. Ja was denn nun, fragt man sich da ganz besorgt: „Wenn euch Opencaching.de wirklich so pupsegal ist, warum redet ihr dann pausenlos darüber!“ 

Allerdings muss ich an dieser Stelle auch eines ganz klar und deutlich sagen: Diese Fälle sind Ausnahmefälle! Im Grunde entspricht die ‚Cacherschaft‘ bei Geocaching.com der Gauß’schen Verteilungskurve, bildet also einen sauberen Querschnitt durch die Bevölkerung. Nur haben die Idioten dort eben die lauteste Stimme, denn sie sind auc in Foren oder auf Events am auffälligsten, während der ruhige Teil der Community dieses Hobby doch eher für sich selbst betreibt oder sich in Foren und auf Events eher zurückhaltend benimmt. Bei Opencaching.de hingegen fehlt die Elitenförderung und somit gibt es für solche Leute auch keinen Anlass sich aufzublasen. Sie existieren somit vermutlich  siehe eben die Gauß’sche Verteilung  fallen aber nicht auf. Und allein das ist schon sehr angenehm.

Bevor es nun kurz ein paar Schlußworte gibt, will ich noch eines betonen: Auch wenn es sich hier zuweilen so liest, als wäre Geocaching.com das ganz große Böse, so ist es ganz sicher nicht. Geocaching.com hat viele gute Seiten, nur das diese eben auch bei Opencaching.de existieren und dort zumeist einen Tacken besser sind. Auch habe ich kein Problem mit Geocachern, die ausschließlich Geocaching.com benutzen. Am Ende sind wir eben alle Geocacher, Leute die milliardenschwere us-amerikanische Militärtechnik dazu benutzen, Tupperdosen im Wald zu finden. Also durchaus seltsame Menschen… 😀

Fazit

Wie man hier, so man denn alles aufmerksam gelesen hat, ganz deutlich erkennen kann, hat in meiner ganz persönlichen Pro- und Kontraabwägung Opencaching.de die Nase vorn, und zwar deutlich. Geocaching.com stellt eine nette Alternative dar, die ich selbst aber künftig eher selten nutzen werde. Wenn ich mal mit Kumpels unterwegs bin, die dann einen GC-Cache suchen wollen, dann gern, aber gezielt eher nicht. Zu vieles stört dabei an Geocaching.com, seinem Betreiber Groundspeak und dem auf Gewinnmaximierung ausgelegten Regelwerk drumherum. Das private, das entspannte Geocachen bei Opencaching.de ist es, was mir in den letzten Wochen den großen Spaß am Geocaching zurückgebracht hat. Denn genau der hatte immer mehr nachgelassen. Klar, wenn man nur ganz stumpf auf die Dosen (und/oder ‚Punkte‘) achtet, dann mag Geocaching.com schon durch die Masse die erste Wahl sein und bleiben, aber ich gehöre eben zu denen, die sich gern intensiver mit dem auseinandersetzen was sie tun, somit also auch die Hintergründe hinterfragen und dann eben auch nicht einfach alles hinnehmen, was sie vorgeworfen bekommen.

In den letzten drei Monaten habe ich nun bis auf einen Zufallsfund und einen Fund auf gemeinsamer Tour mit einem Kumpel ausschließlich Caches über Opencaching.de gesucht und dabei nicht weniger erlebt, als vorher auch, nicht weniger gefunden als vorher auch, aber deutlich mehr Spaß gehabt als vorher. Das gerade die Menge der für mich in Frage kommenden Ziele auch meinem Wohnort geschuldet ist, steht außer Frage, aber wenn es dann am Urlaubsort mal gerade keine Caches bei Opencaching.de gibt, dann geht es dort eben nicht cachen. Man fährt ja schließlich nicht wegen irgendwelcher Dosen (oder schlimmer noch, gefärbter Landkreise/Länder und bunter Bildchen GC-Souvenirs) irgendwohin. Und wenn es doch mal juckt, dann geht es eben mal zu GC. Tut ja nicht weh, fühlt sich eben nur nicht so toll an. 😉

Zu guter Letzt muss ich noch ein weiteres Mal auf den Plattformvergleich verweisen. Der ist zwar derzeit nicht so ganz aktuell, denn gerade bei Opencaching.de müssten da etliche Dinge hinzugefügt werden, aber auch so sieht man schon sehr eindrucksvoll die Unterschiede. Viele Dinge die Geocaching.com erst komfortabel nutzbar machen, die dort aber nur für zahlende Kunden zur Verfügung stehen, hält man bei Opencaching.de für Jedermann bereit. Und auch wenn viele behaupten, das sich Geocaching.com auch ohne die Bezahlfunktionen sinnvoll und komfortabel nutzen lässt  wieso frage ich dann, kaufen sie die dann trotzdem ein? Egal, soll jeder nach seiner Façon glücklich werden, ich werde es künftig in erster Linie mit Opencaching.de.

Einfach weil die Vorteile überwiegen! 🙂

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

15 thoughts to “Goodbye Geocaching.com”

    1. @Heckenländer: Also ich finde das schon recht kurz für ein so komplexes Thema. 😛

      @Flopp: Ja, manchmal schon. Und dabei bin ich auf etliche Dinge gar nicht eingegangen… 😀

      @BlueGerbil: „Disclaimer“ übersehen? Naja, kann vorkommen… 😉

  1. Und ich hatte schon nach Lektüre der Überschrift gehofft, du würdest der Plattform geocaching.com ganz den Rücken kehren. Schade, es sind also weiterhin Ergüße deinerseits zu diesem Thema zu befürchten.

  2. In dem Absatz wo das erste mal Gauß erwähnt wird, fehlt ein „h“. (sie sind auc in Foren) 😉

    Ich muss sagen, dass auch mir das Cachen bei OC mehr Spaß macht als bei GC. Das liegt vielleicht auch daran, dass OC-Caches nicht unbedingt wöchentlich gefunden werden und die Funde für mich so besonderer werden.

    Für die Suche werde ich wohl weiter beide Plattformen als Nicht-Zahler nutzen. Mein letzter gelegter Cache war ein oc-only und der nächste wird vielleicht ein Virtual. 🙂

    Viele Grüße,
    Nadiphan

  3. Hi,

    danke für den Einblick. Warum ich mich nie sonderlich für OC erwärmen konnte, war tatsächlich das Layout. Dann gab ich OC mal einen weiteren Versuch, den ich aber ad acta legte, aus einem sehr großen Missverständnis bzgl. einer Datenschutz bezogenen Sache. Hat sich aber erledigt.

    Warum bin ich trotzdem kein OCacher?
    Rein vom Caching-Feeling her gibt es vermutlich keinerlei Gründe. Ich weiß nicht, als ich das letzte Mal wirklich drüber schaute, haben nur eine sehr kleine Anzahl an Caches (rein vom Listing und den Wertungen!) meinen Geschmack getroffen (T5, etc.). Wie das jetzt ist, kann ich nicht sagen. Also vielleicht sollte ich in der Sache einfach mal wieder gucken.
    Aber der Punkt ist: Ich habe durch GC einen Haufen von Menschen kennen gelernt, die ich nicht mehr missen möchte. Gute Freunde. Und eigentlich gehe ich zu 98% nur mit ihnen Cachen. Dabei geht es mir meist nicht um die Dose, sondern um das Miteinander. Diese Freunde sind aber allesamt bei GC aktiv. Nicht bei OC. Unsere Touren sind also alle bei GC geplant und durchgeführt. Geht, funktioniert gut.
    Und zwar funktioniert es deshalb gut, weil man eben NICHT an dem Wettbewerb teilnehmen muss. Sondern die Funktionen nimmt, und sich seinen EIGENEN Wettbewerb draus macht. Oder eben nicht. Klar, wenn man möchte, dass seine Matrix voll ist, dann macht man das, wenn nicht, lässt mans sein. Ich habe sehr viel Wert auf diese Matrix gelegt, das war für mich eine Herausforderung, die ich gern erledigte. Man braucht ja Ziele im Leben und Hobby, finde ich. Dagegen ist mir meine Fundzahl beispielsweise absolut egal. Klar, kann ich raus, und 10000 Dosen loggen. Und mich dann darüber beschweren, dass alles nur Stress ist und die Dosen scheiße. Muss ich aber nicht. Es gibt ebenso auf GC die Möglichkeit, sich nicht in den Strom schmeißen zu lassen. Es gibt die Möglichkeit, ebenso autonom zu agieren und sich nette Dosen statt viele herauszusuchen. Oder einfach mal einen Monat nicht zu loggen. Auch ok.

    Was ich sagen will: Am Ende ist es doch eine Sache von jedem Einzelnen, wie er mit den Angeboten umgeht, die sich ihm stellen. Meckern hilft nicht, tun. Und das kann man sowohl auf OC als auch bei GC, denke ich.

    Warum ich nicht nach OC wechsele? Hat wie gesagt einfach einen gesellschaftlichen Zwang. Vielleicht kann man in 1-2 Jahren drüber nachdenken, wenn die Konvertierungsrate hoch genug ist. Doch GC reicht mir für meine Zwecke durchaus. Und solange ich mich draußen – nach MEINEN Kriterien – gut bewegen kann, kann ich gut mit leben.

    Nochwas zum Abschluss: Du hast als Premium-Beispiel nun einen sehr krassen Beitrag gefunden. Ein Idiot, keine Frage. Aber im Ernst: Idioten gibt es überall. Hat nix mit elitärem Gehabe zu tun. Und wenn OC mal größer ist, hat auch OC mit Idioten zu kämpfen. Bitte nicht von wenigen Beispielen auf viele schließen. Die allermeisten PMs sind sehr nette Leute und haben kein Problem, BMs zu helfen.

    Gruß S-Man42

    PS: Über das Thema Support, Funktionen, etc. bin ich übrigens deiner Meinung. Doch mir reichts eben für meine 5-10 Dosen im Monat 🙂

  4. Der lange Erguß bestätigt meine Meinung zu OC fast völlig. Die Website punktet mit ein paar netten Funktionen und es gibt vor allem keine Paywall – klares Plus. Die größeren Freiheiten bei Cachetypen, nunja. Ich kann mit Webcams oder dem Safari-Typ gar nichts anfangen, mit Virtual fast gar nichts. Der fehlende Mindestabstand ist kein so bemerkenswerter Vorteil, denn das hängt sehr direkt mit der geringen Cachedichte zusammen – Munzee hat auch mal ohne Mindestabstand angefangen, sah sich aber zur Einführung eines solchen gezwungen, als an Brennpunkten Aufkleber direkt nebeneinander angebracht wurden.

    Das größte Minus sind fehlende Caches. Vor allem fehlende gute. Hier im tiefen Süden von Baden-Württemberg ist der Landkreis-Durchschnitt an OC-only irgendwo unter 20, davon die Hälfte ohne physische Dose. Die doppelt gelisteten kann man auf OC ebenso vergessen, da solche Listings in der hiesigen Realität nur bei GC gepflegt werden.

    Und, ja, ich bekenne mich in dem Punkt schuldig: Owner von nur 3 Caches, und die GC-only.

    @ nadiphan: Meine Erfahrung mit den selten besuchten OC-Dosen ist, daß die zum großen Teil vergammelt oder verschwunden sind. In meiner Gegend zumindest sind die meisten OC-Dosen lieblose mal-ausprobieren-Dinger (das läßt sich schon den Listings entnehmen, die sind dann regelmäßig genauso lieblos) von Leuten, die schon lange wieder raus aus dem Spiel sind. Mir macht das Suchen auch keinen Spaß, wenn man mit diesem Wissen im Hinterkopf OC-Dosen angeht, deren letzter Fund viele Monate zurück liegt oder die nach Monaten noch gar keinen Fund haben.

    Vielleicht macht ja OC-Cachen in Regionen mit aktiver Fangemeinde tatsächlich Spaß, aber flächendeckend auf Deutschland verallgemeinern kann man das sicher nicht.

  5. P.S.

    Ein ganz großes Manko war bis vor kurzem auch die schlechte Unterstützung auf dem Smartphone. c:geo kann immerhin seit ein paar Monaten mit OC umgehen. Das halte ich für einen erheblich größeren Schritt, OC attraktiver zu machen, als Detailverbesserungen auf der Website. Und soweit ich es mitbekommen habe, werden wohl in absehbarer Zeit noch weitere Apps mit OC umgehen können.

  6. OC.de hat in meinen Augen genau

    EIN GRAVIERENDES PROBLEM:
    ————————–
    Das Listen von GC-Caches!
    ————————–

    Es sollte bei OC.de nur OC-only geben, so dass man dort wirklich etwas exclusives hat und auch eine entsprechende Community. Kein Thema, die Leute können sich trotzdem parallel auf mehreren Plattformen tummeln, jeder wie er mag.
    Aber eine teilweise Datenbank-Kopie der GC-Datenbank+ein paar OC-onlys+GC-Leichencaches,
    das bringt mir nichts.

    Ganz ehrlich,
    zur eigenen Identität stehen,
    die GC Caches alle bei OC.de rausschmeißen, bzw. die Owner vor die Wahl stellen
    und von dem ganzen Unrat befreien.

    Sobald das passiert, werde ich aktiv OC.de nutzen.

    Viele Grüße,
    D.

  7. Tja was soll man dazu noch sagen ausser „so isses“ es gib schon viele die das Dosensuchen aufgegeben haben oder wollen. Wir gehn auch nur noch selten und mit guten Freunden oder wie letztes We zum Event ohne Punkt die mal wieder so richtig Spaß machen. Hier in Össiland ist OC nicht so gefragt aber wir arbeiten dran!

    Gruß tommi

  8. ich bin ein freiheitsliebender Mensch und lasse mich nicht gern vereinnahmen, deshalb veröffentliche ich seit Beginn meiner Cacherlaufbahn 2008 alles parallel auf GC.com und OC, vorerst auch bei EC um denen den Start zu erleichtern. Die Teilnehmerzahlen scheinen sich bei GC.com jährlich zu vervielfachen, was die Reviewer da zu einem gewissen vorauseilenden Gehorsam gegenüber Umweltschützern und Behörden getrieben hat. Eine der Archivierungswellen hat auch meine, sicher u.a. auch grenzwertigen Caches mit erwischt. Obwohl es da nie Probleme gab, ich eher derjenige war der aus verschiedenen Grotten oder Bunkern Müll ENTsorgt hat. Und ich muss dem AppproV zugestehen, man kann ordentlich mit ihm kommunizieren wenn man sich nicht im Ton vergreift, so wie sich das gehört. Und wenn man von einem unabhängigem Standpunkt aus agieren kann. Ich habe ihm mitgeteilt, dass ICH verantwortlich bin für meine Dosen. Und ich entferne meine Dosen dann, wenn ICH als der unmittelbar Bescheidwissende erkenne, hier ist etwas nicht mehr legal. GC.com ist gezwungen, bereits auf Verdacht hin zu archivieren, weil man nicht in der Lage ist, Kontrolleure durchs Land zu schicken. Ich habe zu erkennen gegeben, dass eine geocaching.com-Archivierung noch lange nicht dazu führt, dass ich einen Cache einsammle. Denn meine Caches sind auf verschiedenen Plattformen existent, und wenn ich meine Caches auf meinem facebook-Account veröffentliche – meine Sache ! Ich habe den Eindruck, dass man dies erkannt hat, und dass man mit mir anders umgeht als mit verschiedenen Spezies, die denken ein Verbotsschild verliert seine Wirkung, wenn man den Cache dahinter auf Premium-Member-Only schaltet. Und das finde ich irgendwie beruhigend und entspannend – so wie mein Hobby eben für mich sein soll 🙂

  9. Die Funktionalität von OC is der Knaller, doch was man nicht kennt.. vermisst man auch nicht!
    Bleibt zu hoffen das die ganzen G$-Jünger & PT-Leger dort bleiben wo sie sind und auch hin gehören und nicht eines Tages OC überfallen, dann ist es nämlich aus und vorbei mit der Gemütlichkeit :-/

  10. Wir sind auch G$-Jünger, sofern damit lediglich das Zahlen des jährlichen Mitgliedsbeitrages gemeint ist, ohne den man GC ja nicht wirklich sinnvoll nutzen kann. Glücklicherweise zählen wir aber nicht zu den PT-Legern und auch nicht zu den PT-Bezwingern. Deshalb haben wir gute Hoffnung, daß wir bei OC willkommen sind. 🙂

    Das was wir in den letzten Wochen auf OC gesehen haben, hat uns zumindest schon mal ziemlich gut gefallen, und ja …, es hat uns Spaß gemacht OC zu benutzen. In unserem Gebiet sind die OC Dosen vielleicht noch etwas zu großzügig verteilt. Hier könnte man ja auch mal selbst mit anpacken, so unsere Überlegungen. Schließlich haben wir ungeheures Steigerungspotential, bei den bisherigen Null Döschen. 🙂

    Wenn jetzt Maddin oder jemand ders auch kann, GCTour auf OCGCTour oder so erweitern würde, dann wäre ich fast wunschlos glücklich.

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