Hessische Dosen: Die Menge

Wie kommt es eigentlich, das in Nordhessen so enorm viele Geocaches gelegt sind? Dieser Frage bin ich auf den Grund gegangen und die Antwort ist eigentlich so erstaunlich wie einfach: Es muß ein Überfall gewesen sein und jetzt muß die Beute versteckt werden.

Ein Überfall? Ja, denn wenn man sich so durch Nordhessen cacht findet man in erster Linie so kleine Mikros, die aber selten die bekannten Filmdosen oder PETlinge sind, sondern in erster Linie sammelt man Dinger die anmuten wie Stuhlprobenröhrchen. Demzufolge muß es einen Überfall gegeben haben, und zwar auf ein medizinisches Labor oder ähnliches. 😉

Okay, inzwischen weiß ich, das ein nordhessischer Geocacher in der medizinischen Branche arbeitet und die Cachergemeinde mit diesen Dingern versorgt. Aber die Masse ist ja trotzdem noch vorhanden und muß oirgendwo herkommen. Und hier greift offenbar ein ungeschriebenes Gesetz. Das ungeschriebene Gesetz der 161-Meter-Abstandsregel.

StuhlprobenröhrchenUnd das funktioniert so: Jeder packt auf seiner Cachetour etliche von diesen „Stuhlprobenröhrchen“ in den Rucksack und zieht los. Erster Cache, weiter, zweiter Cache, weiter, uswusf. bis dann zwar noch etliches an Wanderweg vorhanden ist, nicht jedoch weitere Caches. Von hier aus werden 161 Meter abgemessen, die ja mindestens als Abstand eingehalten werden müssen.

Dann wird ein Versteck gesucht und das Röhrchen dort hineingepackt. Schwupp, wieder ein Cache mehr. So macht das jeder und im Handumdrehen gibt es eine exorbitant hohe Cachedichte bis auch der letzte Wanderweg komplett zugepflastert ist.

Und so kommt es, das in Hessen so viele Dosen liegen. Einfach, oder…? 8)

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

10 thoughts to “Hessische Dosen: Die Menge”

  1. Und dann noch diese Caches in Mittelhessen
    die gar keine Dose haben, bei denen das Logbuch
    in einem Schlitz eines Stromkastens liegt…..! 🙄

  2. Jetzt weiß ich auch was du mit den Stuhlprobenröhrchen meintest *gg* Sitze ja auch an der Quelle, die wurden aber Ruckzuck ausgetauscht.

    Den Cache ohne Dose habe ich aber mit Dose in Erinnerung 😉 :mrgreen:

  3. Das ist doch aber eigentlich schön für die nachkommenden Cacher, die haben dann viel mehr Dosen zu suchen…. :mrgreen:

    So manches Mal hab ich auf meinen Cachetouren schöne Ecken gesehen, die keine Dose hatten. Ist doch schad drum, wenn man mal da ist… 😎

    (Und nein, ich hab noch auf keiner Tour was neues dazu gelegt! 😉 )

    Gruß, ElliPirelli

  4. Jetzt sehe ich gerade, dass selbst
    auswärtige Cacher mithelfen die weißen
    Flecke auf der Landkarte Nord-Hessens
    verschwinden zu lassen. (GC1V1YF).
    Hoffentlich handelt es sich bei der Dose
    um ein Stuhlprobenröhrchen, sonst wandert
    die Dose ins Altmetall…
    :mrgreen:

    1. Leider hatte ich keine Zeit schnell noch ein medizinisches Labor zu überfallen oder in einem solchen wenigstens ganz höflich nach einem Röhrchen zu fragen. Smoit handelt es sich bei dem dort hinterlegten Cachebehälter nur um eine ganz profane Filmdose. Dafür kommt die aus Berlin und kann somit schon allein durch ihren Hauptstadtstatus punkten. :angel:

  5. Ob das hier auch alles Röhrchen sind?

    http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=9225f294-8eb7-4b63-901d-5366051e1db7

    Ich werde berichten…

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