Insync 1.3 – Neue Funktion im beliebten Google Drive Client

Da Google beim Entwickeln seines Client für Google Drive mal eben Linux komplett vergessen hat, musste die Community für Ersatz sorgen. So findet man bspw. mit grive ein nettes Tool fürs Terminal, das inzwischen auch schon ein rudimentäres GUI bekommen hat. So richtig einfach und entspannt ist grive jedoch nicht, denn grive überwacht weder lokale Verzeichnisse noch den Cloudspeicher. Hier wird immer nur „auf Befehl“ geschaut, ob es irgendwo Änderungen gab.

Und hier kommt Insync ins Spiel. Insync überwacht sowohl lokale Verzeichnisse als auch den Google Drive und synchronisiert umgehend bei jeder Änderung. Darüber hinaus können einzelne Verzeichnisse von der Synchronisation ausgeschlossen werden, Dokumente im „Googleformat“ werden zum Download ins OD-Format konvertiert und auch Dateifreigaben können, nach Rückfrage, lokal gesichert werden. Darüber hinaus kann Insync mehrere Accounts verwalten und kommt nicht nur für Linux, sondern auch für Mac und Windows daher.

Screenshot: Insync unter Linux Mint

Einziger „Wermutstropfen“: Insync ist nicht kostenlos. Dafür werden die Lizenzgebühren (bei Privatpersonen) an den Google-Account gekoppelt und sind somit lebenslang auf allen verfügbaren Plattformen gültig. Alles in allem sind es also 20 gut angelegte Dollar.

Kommen wir aber aufs Topic, die neue Funktion, die mich diesen Client hier überhaupt erwähnen lässt. Bisher war es so, dass bei Neueinrichtung des Client auf einem Rechner lokal ein leeres Verzeichnis als Ziel angegeben werden musste. Anschließend erfolgte ein zuweilen zeitraubender Synchronisationsvorgang. Dieser dauerte bei mir bspw. für 8 Gigabyte Daten in etlichen zehntausend Dateien knapp 20 Stunden. Klar, das macht man nur einmal, aber nervig ist bzw. war es trotzdem.

Letzte Woche erreichte mich nun eine Infomail von Insync1, das genau hier eine Änderung vorgenommen wurde:

Insync 1.3 includes our most requested feature: file matching, which lets Insync compare files with Google Drive and skip syncing those that match. This saves bandwidth and time. This feature also allows you to migrate from the Google Drive app to Insync with one-click without re-syncing.

Soll heißen: Nun wird bei Neueinrichtung eines Google Account nicht mehr der komplette Kram „heruntersynchronisiert“, sondern die Zeitstempel der Dateien remote und lokal verglichen, so dass bei gleichem Datenbestand nicht alles neu heruntergeladen werden muss. Das spart natürlich Zeit und erleichtert die Neueinrichtung von Clients enorm.

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)