Kleine Dosenbastelstunde

Der April ist ja dank wechselnder und zuweilen ungemütlicher Wetterlagen geradezu hervorragend geeignet, um mal ein wenig zu handwerkern. So tat ich es dann auch und bastelte einen neuen Geocache. Und bevor jetzt gleich Fragen kommen, warum ich erst so spät davon berichte: Der Geocache sollte gleich noch als Überraschung für den lieben Grimpel dienen, der als erklärter Fan von Geokrety einst das Mole-hole System ins Leben rief. Anläßlich seines diesjährigen Geogrillen (OCC2FC), zu dem die Eventteilnehmer gebeten werden einen Geokret auf Reisen zu schicken, sollte dieser Geocache als neues Mole-hole an den Start gehen. Naja, und hätte ich hier schon vorher davon berichtet, dann wäre es ja keine Überraschung mehr gewesen…

Aber nun zur Bastelstunde. Ich hatte nebenbei alles ein wenig fotografiert um mal die einzelnen Schritte festzuhalten. Und wer mich nicht übers Fratzenbuch kennt, der kennt auch die Bilder noch nicht und deswegen gibts die jetzt hier. So. 8)

Als Grundlage diente mir ein 110er Kunststoffrohr mit Endkappe aus dem Baumarkt, zwei Gartenzwerge und zwei Kaffeepaddosen. Das Kunststoffrohr sollte unterseitig offen bleiben um evtl. Feuchtigkeit ablaufen zu lassen. Also setzte ich ein paar Zentimeter höher rundherum ein paar Bohrlöcher durch die dann verzinkter Blumen- bzw. Basteldraht gefädelt wurde. dieser Draht bildete quasi den Boden der Behausung.

Damit nachher nicht nur ein oller glatter Deckel zu öffnen ist, sollten zwei Gartenzwerge zum Einsatz kommen. Die beiden saßen auf einer gemeinsamen Grundplatte und eben diese habe ich mit Heißkleber und Kabelbindern am Deckel befestigt.

Nun musste eine Verbindung zwischen den Kaffeepaddosen hergestellt werden. Eine davon soll das Logbuch und Tauschmaterial aufnehmen, eine dient als Zwischenlager für Geokrety, die dann durch das Tunnelsystem reisen werden. Die Dosen sitzen übereinander im Versteck, da sind Magnete wohl die beste Verbindung. Je 4 davon klebte ich nun auf den Deckel der einen und den Boden der anderen Dose. Zum Einsatz kam wieder Heißkleber.

Als der Heißkleber angetrocknet war, kam nochmal der Blumendraht zum Einsatz. Ich habe durch zwei kleine Bohrungen neben dem Kleberklecks gefädelt, zusammengerödelt und dann noch zusätzlich mit Heißkleber fixiert. Das verhindert, das sich die Platte aus Heißkleber und Magneten später löst.

Als nächstes habe ich den Deckel der oberen Dose angebohrt um daran Zwirn zu befestigen. Ich habe Sattlerzwirn genommen, wie er auch bei Schustern und Buchbindern zum Einsatz kommt. Man kann anstelle dessen aber auch eine stabile Angelschnur nehmen. Das andere Ende des Zwirns kam an den Deckel des Versteckes. Dadurch kann das Dosendoppel dann direkt aus dem Rohr gehoben werden. Der Deckel des Versteckes selbst bekam dann noch ein paar dickere Bohrlöcher, die der späteren Belüftung des Versteckes dienen.

Und schwupp, ist die Sache eigentlich fast fertig. Fehlen nur noch die Beschriftungen. Da mehrere Magneten zum Einsatz kommen, insgesamt 8 an der Zahl, muss für maximalen Halt die genaue Position der Magneten sichergestellt werden. Dazu habe ich passende Markierungen angebracht. Wenn die Position aber trotzdem mal nicht stimmt, dann ist das aber auch kein Problem, die Magneten schaffen das auch dann, wenn mal 4 von ihnen nicht auf Anziehung gesetzt sind. Dann noch Beschriftungen für die Dosen selbst (Logbuchdose, Geokretydose), QR-Code, BeeTagg und Datamatrix mit Link zum Listingsowie die üblichen Hinweise auf Geocache, Besitzer und weitere Informationen.

Fertig! Dann ging es nur noch in den Wald, wo die Sache dann schön versteckt wurde. Und seit dem 25.06. ist es nun am Start, das Mole-hole Spandau (OCC3EC)!

Das Gegenstück, als das andere Ende des Tunnelsystems befindet sich übrigens in Wien (OCC8B7). Dort tauchen dann die im Cache abgelegten Geokrety später wieder auf.

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

4 thoughts to “Kleine Dosenbastelstunde”

  1. Einem GC-Einsteiger wie mir tun sich mit solchen Cacheideen ja richtige Kreativwelten auf. Hätte nie gedacht, dass das Hobby auch so handwerklich sein kann. Werde ab jetzt mal ein paar Ideen sammeln und mal schauen, welche ich im Herbst dann umsetze. Danke jedenfalls für die „Bastelstunde“!

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