Kontraproduktive Fernsehwerbung

Fernsehwerbung als solches ist ja nicht nur nervenraubend, sondern zuweilen auch ganz sinnvoll. So ermöglicht sie dem Zuschauer, mal eben schnell ein Bier und Chips zu holen oder einfach nur schnell aufs Klo zu verschwinden. Neben diesen sinnvollen Aufgaben soll sie dem Zuschauer jedoch den Eindruck vermitteln, das es sich bei dem beworbenen Produkt sozusagen um das non-plus-ultra seiner Art handelt und man sich die Pest an den Hals holt, wenn man es nicht kauft. Soweit eigentlich kein Problem.

Manche Fernsehsender, hier sticht insbesondere Kabel1 hervor, haben nun die Angewohnheit, das normale Programm relativ leise, die Werbung jedoch in extrem hoher Lautstärke zu übertragen. Was aber wird damit bezweckt? Vermutlich soll der Zuschauer, wenn er denn die Werbepause wie üblich nutzt (Bier und Chips bzw. Klo), die Werbung in vollem Umfang mitbekommen, auch wenn er sich in einem anderen Raum befindet als das Fernsehgerät. Diese Art und Weise hat jedoch auch Nachteile.

Man stelle sich vor, der Zuschauer entschlummert während der Sendung. Ein Phänomen, das in Deutschland und anderswo auf der Welt ganz sicher recht häufig anzutreffen ist. Da der Mensch in allen Schlafphasen träumt, kommt die Hintergrundbeschallung in Form von Werbung dem Werbenden sehr entgegen, denn das Unterbewußtsein sammelt diese Beschallung ein und „verbaut“ sie quasi im Traum. Damit wird die Werbeinformation beim schlafenden „Zuschauer“ fester verankert, als beim wirklich zusehenden, der ja die Werbung meistens ignoriert. Also bietet es sich an, die Lautstärke während der Werbung eben nicht anzuheben, damit der Traum nicht sinnlos unterbrochen wird und der Zuschauer die Werbeinformation besser aufnimmt und schlußendlich das Produkt auch kauft.

Und damit ergibt sich folgende Frage für mich:

Aus welchem Grunde durfte ich letzte Nacht nicht von superweichem Toilettenpapier und ähnlichem Träumen? Warum verdammt nochmal wurde ich geweckt? 👿

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

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