Logkopien von GC entfernen

Ein recht häufig kritisierter Punkt an Caches, die sowohl bei Opencaching.de als auch bei Geocaching.com gelistet sind, sind Logkopien. Viele Cacher lassen dazu die Perlscripte geolog und ocprop laufen, die bei Geocaching.com alle Logs (Fund und DNF) einsammeln und zu den passenden Caches bei Opencaching.de kopieren. Und tatsächlich, solche Logkopien sind nicht wirklich zielführend, wenngleich sie aber zumindest für den jeweiligen Cacheowner ganz nett sind, bekommt er so schließlich bei beiden Listings  Logs geschrieben.

Aber wie dem auch sei, grundsätzlich gebe ich denen Recht, die solche Logkopien für überflüssig halten. Und aus genau diesem Grunde habe ich nun beschlossen, alle Logkopien die ich selbst „fabriziert“ habe, zu entfernen. Nun ist es ja so, das meine primäre Geocachingplattform Opencaching.de heißt, also die Logs bei geocaching.com – zumindest in meinem Fall – die Kopien sind. Aber wie soll man die nun am einfachsten lokalisieren und dann löschen? Auf der Suche nach einer Lösung für dieses Problem half auch wieder das Duo geolog/ocprop. Denn die beiden legen ja für alle Logs bzw. Caches die sie herunterladen ein Verzeichnis an und damit lässt sich arbeiten.

Ob ein Cache bei beiden Plattformen geloggt ist, lässt sich an einer Datei namens 'oclog.txt' im jeweiligen Cacheverzeichnis erkennen, denn diese Datei wird von ocprop immer dann angelegt, wenn ein Log zu Opencaching.de hochgeladen wird. Danach muss also gesucht werden. Anschließend gilt es, die Referenzen auf den GC-Cache zu entfernen, ein wenig die Dateien mit den Logtexten umzusortieren und schlußendlich den GC-Wegpunkt im Verzeichnisnamen durch den OC-Wegpunkt zu ersetzen. Dazu habe ich mir folgendes kleines Shellscript zusammengestümpert*:

#!/bin/bash
WORKDIR='/home/schrottie/geolog/gcdir'
cd $WORKDIR
for GCDIR in `find . -type d -name "*_GC*"`
    do
    	if  ls ./$GCDIR/oclog.txt 
    	then
    	    cd $GCDIR
            #jetzt erstmal die Wegpunkte einlesen
            GCID=$(grep 'GCid: ' cache.txt | sed 's/GCid: //')
            OCID=$(grep 'OCId: ' note.txt | sed 's/OCId: //')
            CNAME=$(grep 'Name: ' cache.txt | sed 's/Name: //')
    	    # alte log.txt wegwerfen
    	    rm log.txt
    	    # alte index.html wegwerfen
    	    rm index.html
    	    # oclog.txt in log.txt umbenamsen
    	    mv oclog.txt log.txt
            # Referenz auf GC aus der cache.txt entfernen
            sed -i -e "s/GCid: $GCID/GCid: /" "cache.txt"
            # Link setzen
            echo "<li><a href='http://coord.info/$GCID'>$CNAME</a></li>" >> gc-links.html
            # zurück ins Arbeisverzeichnis
    	    cd $workdir
            # und jetzt noch das Cacheverzeichnis umbenamsen
            OCDIR=$(echo $GCDIR | sed "s/$GCID/$OCID/")
            mv ./$GCDIR ./$OCDIR 
    	fi
    done

Allerdings sind damit noch keine Logs gelöscht, damit ist lediglich die geolog/ocprop-Datenbasis auf den geplanten Stand gebracht. Gelöscht werden muss immer noch zu Fuß. Dafür hat man aber nun eine Hilfe zur Hand, denn das Script schreibt jeden betroffenen Cache in Form eines Links auf eben diesen in eine HTML-Datei. Diese muss nun nur noch im Browser geöffnet werden und es kann weitergehen. Ein Klick auf einen der Links öffnet das jeweilige GC-Listing und darin wiederum hat man oben rechts einen Link zum eigenen Log. Da wird nun draufgeklickt und das Log erscheint. Wieder ein Klick auf löschen, eine Nachfrage bestätigen, weg ist das Log.

Wenn der jeweilige Cache nun noch aktiv ist, dann wird er nun aber wieder überall auftauchen (Karte, Suchergebnisse, PQs). Um das zu verhindern kann man das Listing nun noch auf die Ignoreliste setzen und schon ist die Sache erledigt. Eines bleibt noch zu erwähnen. Wenn ein Cache locked ist, dann kann man sein Log weder ändern noch löschen. In diesem Fall muß man wohl eine Mail an Groundspeak schreiben und um Löschung bitten, ich jedenfalls habe es so getan und warte jetzt ab was passiert.

Das war es auch schon! Sicher wird das auch in die andere Richtung gehen, jedoch habe ich mir darüber nicht wirklich den Kopf zerbrochen, schließlich ist Opencaching.de, wie ich eingangs schon erwähnte, meine primäre Geocachingplattform und so logge ich natürlich auch primär dort.

Update (01.10.2012): Gestern kam erst eine Antwort von Groundspeak, gefolgt von etlichen Loglöschmeldungen. Somit hat auch das Entfernen der Logs von „locked caches“ geklappt.

* Ich bin mir ziemlich sicher das das auch eleganter geht, aber dafür das man es nur einmal braucht, reicht es völlig aus, denn es tut das was es soll. Und darauf kommt es doch schließlich an, oder?! 🙂

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

7 thoughts to “Logkopien von GC entfernen”

  1. Kann man machen, muss man aber nicht. 😉

    Die Sache mit der Ignore-Liste hat immer dann einen Haken, wenn man mit jemand zu einem bereits gefunden Cache unterwegs und man selber nochmal das Listing unterwegs aufrufen will. Aber sicher kommt das nicht so oft vor.

    Ansonsten, ich würde den ‚Aufwand‘ zwar nicht betreiben, aber es darf ja jeder wie er möchte.

    1. Völlig klar, müssen tut man da überhaupt nichts. Alles andere wäre ja auch schlimm.

      Ich selbst habe ja bisher auch eher den Standpunkt vertreten, das die Mühe des Owners, einen Cache doppelt zu listen auch die Mühe des doppelten Logs wert sein sollte. Aber leider hört man eben zu oft, das ein OC-listing wertlos wäre, weil da immer nur Kopien landen würden. Und so habe ich eben – Für mich persönlich! – den Schluß gezogen, das ich das zusätzliche Listing bei OC dann eben auch damit belohne, das ich ausschließlich dort logge. Das mein Fundzähler bei GC jetzt von knapp über 3.000 auf knapp über 2.400 gesunken ist, tut dabei nicht weiter weh. Statistiken lügt man sich ohnehin immer selbst zusammen und ich führe meine ja, eben auch mittels geolog/ocprop abseits der Listingplattformen. Schon weil ich eben mehrere davon benutze. 🙂

  2. Bist Du wahnsinnig? Da gehen Dir doch die ganzen wertvollen GC-Punkte verloren! Der für das Ansehen in Foren und auf Stammtischen wichtige GC-Counter wird danach nämlich auch neu berechnet.

    1. Deswegen gehe ich doch nicht mehr zu Stammtischen (und sobald der Termin für das Megagedöns in Berlin steht wird für diesen Zeitraum Urlaub genommen und die Stadt verlassen). Problematisch sind allerdings die Foren, da gebe ich Dir Recht. Verdammt, watt nu?! 😯

  3. Es gibt da noch ein OSM-Dings, das man sich in die Signatur machen kann. Damit sieht man auch total wichtig aus und kann seine Defizite bei GC geschickt überspielen und vom Thema ablenken. So merkt keine was für ein Loser man ist der nicht mal 200 Founds im Jahr auf die Reihe bekommt!

  4. @moenk: Und notfalls gibt es ja noch die geokrety-Signatur. Da dürften gerade in Schrotties Fall etliche Kilometer zusammenkommen.

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