LP: Kaserne Kummersdorf-Gut

Lange war die letzte große LPC-Tour her, immer heftiger juckte es in den Fingern, der Entdeckergeist drängelte nach einem neuen Abenteuer, einzig einen freien Tag dafür zu finden gestaltete sich recht schwierig. Und so kam es dann, das nach einigen Wochen endlich der große Tag gekommen war: Es ging wieder zum Lost Place, ein Cache der Marke „hornesia“ wartete, also war für Qualität gebürgt.

Das Wetter spielte netterweise auch noch mit und so stand einem schönen Tag nichts mehr im Wege. Ziel des Tages war die ehemalige Versuchsstelle Kummersdorf-Gut zwischen Luckenwalde und Sperenberg, in diesem ganz speziellen Fall der zivile Teil der alten Kasernenanlagen, wo der Cache Das letzte Paar (GC1N5J9) nebst Bonus (GC1N5QF) auf uns wartete.

Am Start fanden sich jedoch zunächst nur etwa 50 % des Cacherudels ein und so legten wir schonmal ohne die anderen los. Dieser Vorsprung war ganz gut, bot er uns doch die Gelegenheit etwas mehr als geplant zu bummeln und noch etliche Gebäude genauer zu inspizieren, die so nicht auf der Strecke gelegen hätten.

Irgendwann stieß dann aber der Rest der Gruppe zu uns und gemeinsam ging es weiter. Allerdings nicht weit, denn auch in voller Gruppenstärke wurde keine Gelegenheit ausgelassen die umliegenden Gebäude zu erkunden. Eines davon sahen wir dann später noch wieder, hätten wir das nur vorher schon gewusst, das hätte einen Haufen Kraft gespart.

Insgesamt lässt sich zu dieser Tour sagen, das es recht einfach losging, einfache Hallen und ein paar technische Anlagen, richtig interessant wurde es dann erst im Verlauf der Runde, als dann auch die Kommandantenvilla, das Offizierskasino und diverse Verwaltungsgebäude auf der Runde lagen. Kurz vor dem Ende hakte es dann alerdings mit der Suche und ein Telefonjoker musste gezogen werden. Danach stand dann dem vollen Erfolg nichts mehr im Wege und einer aus der Runde konnte seine persönliche Nummer 500 verbuchen.

Hinterher hieß es dann noch den Bonus heben, was uns wieder dorthin führte, wo wir vorher schon unserer Neugier freien lauf ließen und ein ganz besonderes Gebäude erkundet hatten. Aber das war eigentlich auch ganz gut so, denn die Suche nach dem Bonus führte uns in diesem Gebäude an Stellen, die wir vorher sicherheitshalber gemieden hatten, die aber deutlich spannender waren als der Rest.

Nachdem der Bonus von allen geloggt war und wir besagtes Gebäude gerade verließen, tauchte die nächste Gruppe auf. Die drei Gestalten hatten vorher schon Wladimir Iljitsch Uljanov (GC1NN8H) gemacht. Den heben wir uns aber für später auf, gleich zwei solch dicke LP-Multis an einem Tag zu machen ist ja auch eher Leistungssport, bleibt dabei dann ja kaum Zeit alles in Ruhe zu erkunden. Obendrein haben wir auf diese Weise gleich zwei tolle Tage da draußen. Nur der Termin muss noch gefunden werden.

Ein obligatorisches Rudelfoto gab es dann auch noch, immerhin muß ja festgehalten werden das man gemeinsam die große Runde geschafft hat.

Auf dem Rückweg zum Auto wurden dann noch fix zwei weitere Multis gehoben, Brandenburger Land #4 LP (OC39C4GC13QRH) und Wernhers Memorial Cache (GCGNFW), wobei wir letzteren dann noch vor dem Start fanden, wir stolperten quasi direkt darüber.

Übrigens bin ich inzwischen fest der Überzeugung das unsere russischen Freunde in Kummersdorf-Gut auch mit radioaktivem Zeugs experimentiert haben. Anders lassen sich jedenfalls die monstermäßig großen Spinnentiere nicht erklären, die einem dort überall im Wege hingen…

Mehr dazu:

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

13 thoughts to “LP: Kaserne Kummersdorf-Gut”

  1. also so übergroß fand ich die Spinnen jetzt nicht, eigentlich ganz normal für die Waldgegend. Aber das es jetzt schon so viele waren, is doch noch gar kein Altweibersommer, oder?

    P.S. … und da steht wieder MaxED9 XD

  2. Voller Verwunderung eben erst festgestellt, daß Deine Frau ja einen eigenen Account hat. Wobei der Name ja etw as irreführend ist 👿

  3. Hi,
    du schriebst bei Martiniluders Facebook-Seite, dass du „noch ein Paket für die Teilnehmer fertig“ machst.

    In dem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass ich es nicht so mag, wenn im öffentlichen Raum mein Name meinem Gesicht zugeordnet wird.
    Das war schon früher so, und das möchte ich in Zukunft auch nicht.
    Wenn es nur für Exkursions-Teilnehmer zugänglich ist (oder nach Login bei geocaching.com) kein Problem, aber vollständig öffentlich bei Flickr nicht.

    Gruß
    Andreas

  4. Guten Tag.Entschuldigen sie bitte ich schreibe russisch.Я служил в Kummersdorf-Gut в 1986-1988 гг. в качестве солдата Советской Армии.На автозаводе „Авангард“ в\ч 45308.Работал на новой только построенной котельной.Буду рад если кто-либо из проживающих в Kummersdorf-Gut ответит работает ли эта котельная до сих пор.Заранее благодарю.Следующий раз попробую написать на немецком. :cheerful:

    1. @Andrej: Мне очень жаль, но котельной в казармы в основном удалены. Так как ничего не работает больше. Всей казарме был пуст в течение 16 лет и, наконец, падает. Только небольшая часть исторического и технического музея поддерживается небольшой группой. Но на Flickr, Есть довольно много фотографий, которые показывают полную систему в ее нынешнем состоянии, может быть, что представляет интерес для вас.

  5. Hallo miteinander,
    ich war auch Paar Monaten da – Weiterbildung als LKW Fahrer um in Deutschland auf die Strassen zu dürfen. Allerdings war das ein Autobatallion (Beförderung von Militärgut aller Arten, bis auf Schwertransport für Panzer).
    Wir dürften kein Leitungswasser trinken und das war von den Offizieren und älteren Soldaten hart bestraft. Erklärt war es so: früher gab es ein FAU-Werk unter der Erde und beim Rückzug würde von den Nazis zugeflutet – deswegen ist das Grundwasser versaut. Ob`s stimmt – ne Frage?
    In der Truppe herrschte ziemlich Ordnung und ich kann mir vorstellen dass zumindest in dieser Zeitperiode der Grund nicht so ark versaut ist (im vergleich mit der Truppe wo ich nachher war).
    Mit radioaktiven Zeug hat keiner in diesem Ort zu tun gehabt.
    Schade dass die Geschichte sich so entwickelt hat – Deutsche haben nichts in Russland vergessen und Russen sollten auch nicht hierher. Aber das Leben ist unfär. Beide Länder sind ruiniert gewesen, viele gute Männer umgefallen.
    Für diesen Krieg müssten Frauen büßen – verlorene Ehemänner und Söhne, danach auf Frauenschulter beide Länder wieder aus Ruinen aufgestanden.
    Eigentlich schreiben mag ich nicht.

    Ich wünsch euch allen nur das beste.
    Tschüß miteinander.

  6. Ach ja – fast vergessen:
    das abgerissenes Bild an der Wand (das dritte Foto von oben) ist so genanntes „Schwalben Nestchen“ auf der Halbinsel Krim.
    Hier der Link dazu:

    http://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%9B%D0%B0%D1%81%D1%82%D0%BE%D1%87%D0%BA%D0%B8%D0%BD%D0%BE_%D0%B3%D0%BD%D0%B5%D0%B7%D0%B4%D0%BE_(%D0%9A%D1%80%D1%8B%D0%BC)

    Im Feld links könnt ihr auf deutsch umschalten.

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