Mongolian Clusterfuck

(Rückblickende) Betrachtungen zu einer  unnötigen Schmutzkampagne, ihren Folgen und die Erfordernis von Öffentlichkeits-, Presse- und Aufklärungsarbeit im Bereich Geocaching…

Der Mongolian Clusterfuck

In dem Film „Burn After Reading“ lässt sich der CIA-Chef nach einer vollkommen aus dem Ruder gelaufenen Aktion von seinen Untergebenen darüber informieren, was alles wie schiefgelaufen ist. Irgendwann, als alle den Überblick in der in der Tat sehr verworrenen Angelegenheit verloren haben, seufzt er: „Jesus, what a clusterfuck.“ Im Wiktionary ist nachzulesen, dass dieser Begriff vor allem von Militärs gern für ein großes Durcheinander gebraucht wird, bei dem keiner mehr durchblickt. „Mongolian Clusterfuck“ wiederum nennen Journalisten ein vorgeplantes, nach einem Drehbuch ablaufendes Ereignis, das keinen Nachrichtenwert hat.

[Quelle: epd.de]

Mongolian Clusterfuck – so könnte man jetzt die Ereignisse nennen, die sich einst rund um das Thema „Deutsche Wanderjugend und FOTOhits“ drehten. Das Drehbuch war so simpel wie vorhersehbar, und der Nachrichtenwert ging auf Null. Für diejenigen, die die Ereignisse nur am Rande oder gar nicht mitbekommen haben, hier eine kurze Zusammenfassung:

Die Zeitschrift FOTOhits gab bekannt, das sie in Zusammenarbeit mit der Deutschen Wanderjugend und Panasonic einen „Fotowettbewerb“ zum Thema Geocaching starten wird. Sicher war schon die Verwendung des Begriffes „Wettbewerb“ ein Fehler, aber das nur am Rande, die Ereignisse hätten vermutlich auch so ihren Lauf genommen. Die Ankündigung wurde nun aufgegriffen und mangels genauer Informationen kamen diverse Glaskugeln zum Einsatz. So wurde nun rundum behauptet, die Deutsche Wanderjugend spiele sich als Verein der deutschen Geocacherszene auf (die Rede war gar von feindlicher Übernahme), dränge wieder sinnlos in die Presse, sei vermutlich auch sonst eine Gefahr für den Weltfrieden und müsse deshalb ganz dringend gestoppt werden.

Insgesamt entbrannte eine hitzige Diskussion, es fielen ständig Begriffe wie Vereinsmeierei, Mitgliederfang, Lobbyarbeit, Presse und Geheimnisverrat. Der Deutschen Wanderjugend wurden in allen nur erdenklichen Varianten Dinge untergeschoben, die offensichtlich darauf abzielten den Ruf der DWJ in der deutschen Geocacherszene dauerhaft zu schädigen. Gezieltes Streuen von Behauptungen, belegt mit vermeintlichen „Beweisen“ und alles in Stile feinsten Krawalljournalismus zu einem Zeitpunkt in die Öffentlichkeit lanciert, in der die „Zielgruppe“ auch wirklich erreichbar ist – schneemassenbedingter Cachepause sei Dank! Nicht zu vergessen auch die gute Vorarbeit mit dem Thema „DWJ und Garmin – das Positionspapier“, die die Gemüter ja schon reichlich erhitzte, aber eben nicht im offensichtlich geplanten Fanal endete.

Seinerzeit, als die DWJ oder vielmehr der DWV in Zusammenarbeit mit Garmin ein Papier herausbrachte, das sich mit Geocaching und Naturschutz befasste. Gezielt wurde, und schon hier funktionierte der Vorteil der ersten Meldung, die Behauptung in den Raum geworfen, die DWJ wolle sich damit zum Sprecher der deutschen Geocacher erheben. Das das Positionspapier inhaltlich vollkommen in Ordnung war, ja sogar geltende Rechtslage darstellte, wurde sorgsam unter den Tisch gekehrt bzw. als Gegenargument überhaupt nicht zugelassen. Die Diskussion um dieses Thema versandete, nur um dann eben mit dem angeblichen „Fotowettbewerb(bis dahin wusste außer den direkt Beteiligten nichtmal jemand, um was es bei diesem „Wettbewerb“ überhaupt gehen wird1) wieder aufzuflammen.

Und die Massen taten genau das, was offensichtlich geplant war: Wer nicht gleich lauthals in den Chor der Entsetzten einstimmte glaubte zumindest dem Gelesenen, sah plötzlich in der DWJ einen Feind.

Der Mongolian Clusterfuck war gelaufen, mit Erfolg. Ein im Grunde absolut nebensächliches Ereignis wurde kurzzeitig zu einem Skandal aufgeblasen. Der Skandal genügte, um den Ruf der DWJ zumindest soweit zu beschädigen, das auch ein freies Communityprojekt wie opencaching.de in Mitleidenschaft gezogen wurde. Schließlich heißt es jetzt allenorten „Ja nee, OC ist ja vielleicht ganz toll, aber da ist doch die DWJ der Chef und die wollen uns doch alle nur als Mitglieder werben.“2. Peng, das sitzt. Ziel erreicht. Null Nachrichtenwert, maximaler Erfolg. Im Nachgang wurde dann mehrfach versucht das Ganze zu relativieren, hieß es doch plötzlich, man wollte durch diese Kampagnen nur darauf hinwirken, das sich OC etwas deutlicher positioniert. Achja? Warum dann aber die DWJ mit Schmutz bewerfen?

Andere Versuche die ganze Geschichte hinterher herunterzuspielen gingen in die Richtung das es eben nötig war darauf hinzuweisen, das die DWJ mit ihrer Presse- und Jugendarbeit das ach so geheime Hobby Geocaching in die Öffentlichkeit drängt (natürlich wieder mit den üblichen Geschichten um Mitgliederfang, etc.) und das man da gegenwirken müsse. Das sei ja auch alles ganz allgemein gemeint gewesen, nicht direkt gegen die DWJ, die musste wohl nur als Beispiel herhalten und mit allen anderen wäre es genauso gelaufen. Hmm, komisch. Da lese ich gerade im Geoclub wie ganz offen jemand unter den Geocachern um Hilfe bittet, dabei fallen dann Begriffe wie Lobbyorganisation, Projektfinanzierung, Fachforum und Inputvortrag – angefragt von der Landesarbeitsgemeinschaft Medienarbeit Berlin e.V. – und niemand holt den Knüppel heraus um gleich wieder loszuschlagen?3 Nanu? Ist den Herrschaften auf einmal dergestalt massive Pressearbeit genehm?

Oder wurde inzwischen doch umgedacht?

Hat sich herumgesprochen, das Geocaching eben leider nicht mehr so geheim ist, wie viele denken? Denn genau in diese Richtung muss zukünftig gedacht werden. Die Kinder und Jugendlichen rennen sowieso mit ihren Handies los um „Schätze“ zu suchen, also müssen sie auch von Anfang an eingenordet werden. Und genau hier setzt eben auch die Öffentlichkeitsarbeit der DWJ an, genau hier muß aufgeklärt werden, muß sensibilisiert werden und müssen erste Grenzen gesetzt werden. Sei es durch die Vortragsarbeit medienpädagogischer Lobbyorganisationen oder ein Stück Papier im Karton des neuen Garmin-GPSr, in dem der DWV auf den Naturschutz hinweist.

In Zeiten zu denen sich Geocaching zum Breitensport entwickelt sind eben andere Maßnahmen notwendig als gegenseitige „Aufklärung“ im eingeweihten Kreise. Cachen und cachen lassen! Eine feine Aussage. Die passte noch vor Jahresfrist recht gut, inzwischen ist sie jedoch überholt. Auch wenn immer wieder gern behauptet wird, das man doch auf die Selbstverantwortung der Geocacher vertrauen müsse und das Schäden oder Rechtsbrüche doch eher die Ausnahme wären – Geocaching steht im Fokus der Öffentlichkeit und die sieht nunmal nur die Ausnahmen von der Regel. Abgesehen davon muß wohl ein jeder erfahrene Geocacher eingestehen, das es heutzutage wohl kaum mehr eine Selbstverständlichkeit zu sein scheint, sorgsam mit dem Cache, seinem Versteck und dessen Umgebung umzugehen.

Ein geheimes Hobby ist mit der Zeit gegangen und hat sich zu einem Sport für die Massen entwickelt. Wo es früher nur einige wenige Punktejäger gab und der Großteil der Geocacher für den Weg und die Natur zur Dose ging ist es heute eher umgekehrt. Nicht mehr der Weg ist das Ziel sondern der schnelle Punkt. Und ja, das war abzusehen und meinetwegen soll es auch so sein – Cachen und cachen lassen eben – aber dann bitte auch vernünftig. Nur wird es die Geocachergemeinschaft nicht allein schaffen die nötige Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit zu leisten. Das schaffen nur größere Organisationen, die a) eine wesentlich höhere Reichweite haben und b) auch die nötigen methodischen Kompetenzen. Anders jedenfalls werden Ereignisse wie erst kürzlich im Havelland, die uns einige der schönsten Caches der ganzen Gegend gekostet haben, nicht zu verhindern sein.

Aktuell gibt es diverse Leute die den Geocachern ganz gewaltig an den Kragen wollen, zu Recht wie ich finde, denn da wurden verschlossene Höhlen aufgebrochen und Bau- und Bodendenkmäler geschleift bzw. teilweise abgetragen. Der Zorn der dadurch aufkommt ist nur zu verständlich, glücklicherweise richtete er sich zunächst direkt an die Deutsche Wanderjugend, von wo aus man nun mit Schlichtung befasst ist. Und das ist wahrlich kein Einzelfall, die beschriebenen Probleme kommen, wenngleich nicht in dieser Heftigkeit, regelmäßig von den Naturschutzwarten, so dass man kaum noch von „unrühmlichen Einzelfällen“ reden kann, das sind ganz klar die Folgen unbedarfter Punktejagd, oftmals durch Geocachernachwuchs der es einfach nicht besser weiß. Klar, Unwissenheit ist eine recht magere Ausrede, aber was ist uns nun lieber: Ein allgemeines Geocachingverbot oder der Dialog mit den anderen Naturnutzern und die Aufklärung unseres Nachwuchses? Und wer soll das alles leisten, wenn nicht die Vereine mit ihren gewachsenen Strukturen und ihrem Namen im Rücken?

Und nein, mit Vereinsmeierei hat das alles nichts zu tun. Wir sollten froh und dankbar sein, das sich jemand dieses Themas annimmt und die Arbeit macht, die wir eigentlich selbst erledigen müssten. Und wenn er dafür ein wenig Werbung in eigener Sache macht, dann ist das doch durchaus legitim. Verschwörungstheorien zu angeblichen „Geocachervereinen“ oder gar die Demontage der Vereine, die hier wirklich eine gute hervorragende Arbeit leisten, sind da eher kontraproduktiv, erst recht wenn sie offensichtlich aus persönlichen Präferenzen heraus erfolgen. Also zukünftig lieber erstmal locker durch die Hose atmen4 und herausfinden um was es tatsächlich geht. Das spart allen Beteiligten viel Ärger.

P.S. Dank und Respekt an dieser Stelle auch an die Dosenfischer, die sich ihrer journalistischen Verantwortung durchaus bewusst waren und ganz unvoreingenommen beide Seiten zu Wort kommen ließen.

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Fußnoten:
1 Die Katze ist ja inzwischen sowieso aus dem Sack, also eine kurze Erklärung: Bei diesem Wettbewerb ging es darum, das FOTOhits zusammen mit Panasonic 5 Kameras verstecken wollte. Die Koordinaten kamen dann ins Heft und wer die Kamera (oder vielmehr den Gutschein in Form einer frankierten Postkarte) findet, der darf das Ding behalten. Die DWJ wurde nun gebeten hier beim Verstecken hilfreich tätig zu werden, da man selbst keinen Plan davon hatte. Im Gegenzug wurde der DWJ angeboten, das sie in einem kurzen Artikel einer neuen Zielgruppe – Fotografen – vorgestellt wird. Also alles ganz unproblematisch und nicht ein Fitzelchen die Aufregung wert, die darum gemacht wurde. Und bevor jetzt jemand fragt, warum ich solch hochgradig wichtigen Informationen nur in der Fußnote erwähne: Atens läuft der Wettbewerb noch und wir wollen ja hier nicht durch zu direkte Werbung den Geocachern einen Vorteil verschaffen und Btens wäre es schon interessant zu wissen ob diejenigen die das Thema einst zu enorm hochgespielt haben nun von selbst am Ball bleiben, die Wahrheit herausfinden und hinterher von allein zugeben, das sie sich ganz gewaltig geirrt haben. Bei Btens gebe ich mich allerdings keinen Illusionen hin… *gg*
2 So gerade erst beim Potsdamer Geocachingstammtisch (GC242N3) erlebt. Die meiste Zeit die ich beim Event verbracht habe ging für umfangreiche Erklärungen drauf, was denn die DWJ tatsächlich tut. Viele hielten sie inzwischen, immer mit Hinweis auf oben beschriebene Kampagnen, für den Teufel persönlich. Und OC damit selbstverständlich auch.
3 Nein, das soll jetzt sicherlich keine Aufforderung dazu sein, auch diesen Verein komplett zu „schlachten“, das Beispiel soll lediglich zeigen, das es eben auch andere Vereine als die DWJ gibt, die sich trotz eigentlich anderem Betätigungsfeld im Bereich des Geocaching profilieren.
4 Bevor mir hier wieder Flatulenzen unterstellt werden, verweise ich mal auf den Redensarten-Index.

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

20 thoughts to “Mongolian Clusterfuck”

  1. Generell ein guter Artikel, der die aktuelle Problematik aufgreift – das natürlich dabei auf das OC-Bashing eingegangen wird war auch ein „Mongolian Clusterfuck“ und irgendwie nicht anders zu erwarten.

    Die Meinung, dass die DWJ als erste Anlaufstelle zwischen den verschiedenen Interessensgemeinschaften fungiert teile ich aber nicht. Zum einen kriegen die höchsten Schellte für die Cacher, aber wohl auch nur vereinzelt und zum anderen funktioniert das ganze nicht bilateral (und wenn doch, dann weiß der gemeine Cacher nix davon und damit wäre es ja eigentlich ohne „Legitimation der Basis“). Irgendwann ist der Punkt erreicht wo in Regionen das Cachen nur noch im gesetztlich reglementiertem Rahmen verlaufen kann – und das haben alleine die Cacher zu verantworten…

  2. @chris_rocks31: Ich habe nicht gesagt das die DWJ die Anlaufstelle ist, sie ist jedoch für viele der erste Ansprechpartner. Und das nicht nur die DWJ selbst, auch der Support von OC wird da gern an Ansprechpartner genommen, wir leiten so etwas aber eben an die DWJ weiter, weil da meisten Anwälte tätig werden müssen. Das muss auchkeine Basis legitimieren, denn die Basis selbst interessiert sich ja offenbar überhaupt nicht dafür. Was wäre Dir denn lieber: Klärung im Vorfeld oder einfach stures Weiterleiten von Strafanzeigen an den jeweiligen Cacher?

    Und Du bemerkst ja selbst so schön:

    Irgendwann ist der Punkt erreicht wo in Regionen das Cachen nur noch im gesetztlich reglementiertem Rahmen verlaufen kann – und das haben alleine die Cacher zu verantworten…

    Exakt das steht auch oben im Text, nur kann man gerade auf neue Cacher schon im Vorfeld einwirken und sie für diese Problematik sensibilisieren. Und genau das tut die DWJ und das tun auch andere Vereine. Einzig die DWJ bekommt halt die Schelte dafür. Gut und notwendig ist es eben trotzdem, denn die „alten Hasen“ unter den Cachern haben selten Lust sich um die Neulinge intensiv genug zu kümmern, da meckert man dann lieber sinnlos herum wenn die mal einen Fehler machen. Nur nutzt das dann niemandem, also sollten wir einfach froh sein, das sich jemand der Sache annimmt und damit quasi unsere Arbeit macht. Und dafür braucht niemand eine Legitimation.

    @hmichel777: Wir können uns das ja regional teilen… 😉

  3. Ich hab mich an den ‚Sachen‘ zum Glück nicht aufgerieben, weniger weil es mich nur entfernt betreffen würde, sondern eher weil es mich auch bisher nicht beschränkt oder gestört hat.
    Ich finde es auch in keinster Weise negativ, dass die DWJ im Bezug auf Geocaching so in den Vordergrund rückt und als Ansprechpartner fungiert.

    @chris_rocks31
    Dass der gemeine Cacher davon nichts mitbekommt, liegt aber an ihm selbst. Ein Verein ist ja auch nur für seine Mitglieder zuständig und nicht für alle die das gleiche Hobby ausüben.
    Als Beispiel führe ich hier mal den DARC an, dem ich als Funkamateur angehöre. Es ist keine Pflicht als Funkamateur Mitglied beim DARC zu sein, wer es nicht ist, bekommt dann natürlich auch keine Vereinsmeldungen oder anderen relevanten Nachrichten, die den Funkbetrieb mit Rechten und Pflichten betreffen mit, wenn er sich nicht selbst darum kümmert.

    Ist ja nicht nur bei Hobbies so, es gibt ja auch Leute, die weder Radio, TV oder Zeitung konsumieren und dennoch Auto fahren, Änderungen der STVO bekommen die eigentlich gar nicht mit.

    Ob man fürs Geocaching einen extra Verein braucht oder nicht, ist eine andere Sache. Der Mensch als solches organisiert sich grundsätzlich gerne in Gruppen, das kann man nicht abstreiten. Die Gruppen werden größer und dann meinen einige aus diesen Gruppen, man hätte Vorteile wenn man als Verein auftritt. Sei es zur Anmietung von Räumlichkeiten oder wenn es um rechtliche Belange geht.
    Die Bedenken, dass das Cachen gesetzlich weiter eingeschränkt wird, sind auch berechtigt, ein Verein hätte da aber evtl. mehr Einfluss auf das Wie als eine Einzelperson oder eine lose Gruppe von Einzelpersonen.

  4. Das die DWJ DIE Anlaufstelle ist, habe ich auch nicht behauptet, obwohl ich mir bewusst bin, dass der ein oder andere Privatmann/Behörde diese als Anlaufstelle auffasst, da ja schließlich geocaching.de darüber läuft.

    ich sehe die DWJ jedoch nicht in der Position, dass er auf Cacher einwirken kann. Erstrecht nicht auf Neucacher, wie denn auch, über welches Medium. Geocachen verläuft hauptsächlich über geocaching.com und das eigene Navi. Mehr ist erstmal nicht nötig…niemand muss in irgendwelche Foren, oder irgendwelche Blogs lesen. Mittlerweile reicht es sogar aus, sich einfach die passende App herunterzuladen…

    Wenn sich „die Basis nicht dafür interessiert“ für wen „spricht“ dann die DWJ? Das widerspricht irgendwo meinem demokratischen Verständnis. Natürlich wäre es schön einen „einflussreichen“ Partner an der Seite zu haben – der die Interessen der Cacher gegenüber anderen Interessengruppen vertritt. Ich persönlich habe jedoch trotz des Lesens zahlreicher Blogs und Foren nicht das Gefühl, dass es wirklich die Interessen der Cacher sind. Vielmehr habe ICH das Gefühl, dass die DWJ etwas macht – und dann erklärt wird, dass es auch zum Wohl der Cacher ist. Vielleicht mangelt es dort auch nur an geeigneten Kommunikationsstrukturen, die allerdings in beide Richtungen funktionieren müssen.

    Und ich bin ganz ehrlich – bei so manchen Cache, der gegen jede Vernunft und Gesetz verstößt, würde ich mir wünschen, dass der Owner eine Strafanzeige bekommt. Solche Geschichten sind es nämlich, die Geocaching in der Presse in ein, wie ich finde, falsches Licht rücken und dem Hobby mehr schaden, als es ein Verein/Verband/wie auch immer geradebügeln kann…

  5. Herzlichen Dank für dein ausgezichnetes Posting. Manche erregen sich eben gerne (künstlich) und der Clusterfuck ist eben auch der Versuch eines Mindfucks von selbsternannten Altvorderen. Aber: die Welt ist komplexer als gemeinhin gewünscht. Das ist normal. Und sie ist wohl auch spektakulärer, interessanter und vielfältiger als die scharf bewachten Dosenparadiese. Das ist gut so. Halten wir also die Positionen, die Kritik und Gegensätzlichkeiten weiter offen, auch wenn so manchem wieder bedrohlich skurril der Hals schwillt. 👿

    1. @chris_rocks31: Einflußnahme auf Neucacher, zumindest informativ, geht eben über das Navi. Da liegt ja nun ein „Beipackzettel“ dabei, der eben auf naturverträgliches Geocaching hinweist. Aber klar, der Einfluß der DWJ, ebenso aber auch der anderen Vereine die sich mit diesem Thema befassen, ist recht gering, da hast Du vollkommen Recht. Deswegen ja auch der Titel für die Geschichte – Mongolian Clusterfuck – ein massiv aufgebauschtes Thema, ohne jegflichen Nachrichtenwert, denn es wurde ein Problem hervorgehoben, das es eigentlich gar nicht gibt.

      @JoFrie: Der Bericht ist weitläufig bekannt, die von Dir hervorgehobenen Punkte ebenso. Alle Fragen die sich daraus ergeben sind hinreichend beantwortet. Es ist offen kommuniziert welche Rolle die DWJ bei geocaching.de/opencaching.de spielt, es ist offen kommuniziert das vielerlei Anfragen zum Thema bei der DWJ reinkommen – was sich ja schon aus der Betreiberrolle bei OC ergibt – und es ist offen kommuniziert das man bei der DWJ kein Mitglied werden kann. Piunkt E im Jahresbericht zeigt das übrigens auch, dort steht ja ganz klar geschrieben, das derartige Anfragen an regionale Wanderverbände weitergeleitet werden. Auch hier im Blog findet sich reichlich Material dazu, es wäre also nicht wirklich nötig gewesen, einen uralten Jahresbericht auszubuddeln. Und: Kein Kommentar ist manchmal mehr Kommentar als man meint…

      Aber nichtsdestowenigertrotz stelle ich immer noch fest, das nahezu jeder Kritikpunkt an der DWJ festgemacht wird. Andere Vereine – siehe das aktuelle Beispiel mit einer medienpädagogischen Lobbyorganisation(!) – gehen vollkommen unter. Sind die denn minder „gefährlich“? Oder ist es doch einfach nur so, das es vielen Spaß macht gegen die DWJ zu hetzen? Mir scheint es wäre Letzteres, schade nur, das offensichtlich niemanden interessiert, aus welchen Gründen bestimmte Personen einst damit begannen, derartigen Rufmord zu betreiben.

  6. Um das Bild mal ein wenig abzurunden und ohne Kommentar um keinen Einfluß zu nehmen:

    Jahresbericht Deutsche Wanderjugend 2007/2008 –
    http://www.wanderjugend.de/conpresso/_data/Jahresbericht_2007-2008.pdf –
    Seite 2 und 3 – M… A… E…

    Gruß,
    JoFrie

  7. „Und die Massen taten genau das, was offensichtlich geplant war“

    Meinst Du nicht, dass Du Dich mit einem solchen Statement weit außerhalb jeglicher Realität bewegst? Wer hätte denn da was auch immer „offensichtlich planen“ sollen? Die Unmutsreaktionen waren doch spontaner Natur, was sie natürlich unbequem, weil ehrlich, macht.

    1. So spontan die Reaktionen auch gewesen sein mögen, sie waren klar vorhersehbar und wurden somit forciert. Hätte man vorher über den gleichen Zeitraum in die „andere Richtung“ gewettert, dann wären die Reaktionen auch entsprechend anders gewesen. Viele haben ja inzwischen eingesehen das sie da auf den falschen Zug aufgesprungen sind. Aber die Menschen sind eben beeinflussbar und es ist einfacher einer vorgegebenen Richtung zu folgen, als sich selbst Gedanken zu machen. Und wenn eine bestimmte Marschrichtung omnipräsent über die Kanäle kommt, dann wird sie schnell als wahr und ehrlich angesehen, völlig unbenommen davon ob sie es ist oder nicht. Das da ganz grober Unfug über die DWJ und auch OC verbreitet wurde steht nun inzwischen außer Frage. Und ganz nüchtern betrachtet stellt man exakt eines fest: Die Massen taten das, was offensichtlich geplant war. Klar, ich habe da noch etwas mehr Einblick, weil ich ja auch die Vorgänge hnter den Kulissen von OC mitbekommen habe und als Admin bei OC auch viele Folgen der „spontanen und ehrlichen Reaktionen“ aufräumen durfte, aber auch ohne diesen Einblick liegen die Dinge nunmal auf der Hand.

      Und bevor wieder die gleichen Fragen kommen, die ich in letzter Zeit recht häufig höre: Nein, ich habe mit der DWJ nicht mehr zu tun, als das sie der Betreiber von OC ist, wo ich eben im Team mitarbeite. Mehr Schnittmengen gibt es nicht, ich bin ja auch nicht mehr ganz so jugendlich. *gg* Ich gehöre nur zu den Menschen, die gern alle Seiten betrachten bevor sie sich eine Meinung bilden und vor allem den Tatsachen ins Auge sehen.

      Aber mal für alle hier: Nicht umsonst schrieb ich gleich zum Beginn des Artikels das es sich hier lediglich um nachträgliche Betrachtungen der Geschehnisse handelt. Ich habe es nur so ausführlich dargelegt, weil eben immer noch etliche Leute der Überzeugung sind das die einst verbreiteten Geschichten wahr wären. Obendrein geht es auch darum, das eben manches davon, was der DWJ zum Vorwurf gemacht wurde, zwar so nicht gewesen ist, es aber so langsam Zeit wird einzusehen das es besser so gewesen wäre. Wir Geocacher müssen umdenken, und da nützt es nichts wenn wir uns gegenseitig zerfleischen. Ob nun Freund oder Feind der DWJ oder anderer Vereine/Firmen/Organisationen, die Zeit im Geheimen ist vorüber und der durchschnittliche Geocacher ist keinesfalls mehr über 30 Jahre alt und gut gebildet, inzwischen ist er oft auch ein Schüler mit Handy oder Einsteiger-GPS, der Geocaching als Sportart mit Erfolgsorientierung ansieht und durch das damit einhergehende Verhalten das gesamte Hobby in Mißkredit bringt. Und gemeinsam müssen wir versuchen, Wege aus diesem Dilemma zu finden, notfalls eben auch mit Vereinen die dafür die nötige Reichweite und Infrastruktur haben. Man muss ja kein Mitglied in diesen Vereinen sein, man muss nur einsehen das man allein eben ohne hörbare Stimme dasteht.

  8. Ich für meinen Teil brauche kein OpenCaching, GeoCaching.de und erst recht keine Wandervögel/komische Vögel/Wanderjugend/wieauchimmer – es geht auch sehr gut ohne…

    1. @BlueGerbil: Es zwingt Dich ja auch niemand zu irgendetwas. Aber abwertende Bemerkungen hatten wir inzwischen genug, wir sollten langsam konstruktiv werden, meinst Du nicht auch?

  9. a) Es gibt keinen neueren Jahresbericht, oder habe ich was übersehen, damit stellt der von mir verlinkte den aktuellen da.

    b) gehen aus den Äußerungen eben diesen Jahresberichtes einige Beweggründe der DWJ hervor sich für Geocaching zu engagieren die in meinen Augen nicht wirklich uneigennützig sind, aber so ist Sie halt die Welt, kann ich sogar mit leben, aber irgendwie kommt es mir so vor das das anders dargestellt wird…

    c) Wieso entwickelt aber gerade die DWJ ein Positionspapier mit Garmin, meiner Meinung nach gibt es dort wesentlich berufener Gruppierungen, die in der Thematik Naturschutz mehr engagiert sind und auch die fundierteren Kenntnisse / Befugnisse haben, damit meine ich jetzt nicht mal Geocacher.

    d) Ja die DWJ hat nicht ganz unrecht, es wurde/wird auch höchste Zeit – aber siehe c)

    e) War ich von Anfang an dafür das wir uns ein Sprachrohr in die Öffentlichkeit schaffen, weil jemand der keine Stimme hat kann nicht mitreden. Aber der Weg wie dies geschehen sollte sieht in meinen Augen anders aus. Das muss die Community regeln und nicht ein Verein der außer OC und Geocaching.de nicht mal wirklich Teil selbiger ist.

    f) Und um das hier ehrlich zu lassen, mich interessieren OC und Geocaching.de nicht wirklich, hatte mich ganz zu Anfang mal damit auseinander gesetzt, mir war aber die Informationen auf geocaching.de nicht aktuell genug und unzureichend und OC hatte nach kurzer Begutachtung zwar genügend Potenzial, war aber in der dortigen Form nur mit mehr Zeitaufwand wegen Cache Doppelpflege für mich verbunden und daher nach kurzer Zeit abgeharkt – wieso sollte ich Caches doppelt pflegen, oder welche legen die es dann nur in eben diesem Paralleluniversum gibt. Freibeuter hier ist Euer sicherer Hafen, hier könnt Ihr Sachen machen die woanders verboten sind… Ja auch ich habe mich über einige Regeländerungen geärgert und fand die alten Lösungen hatten mehr Potenzial und den größeren Funfaktor, aber shit happens. Bau ich die Verbotenene Sachen halt geschickt und damit wieder Regelkonform in meine Multies ein… 😉

    Just my 2 Cent,
    JoFrie

    1. @Alex: Danke, für dieses grandiose Stück Lyrik. Ich hatte ja zumindest nach Deinem Interview bei den Dosenfischern gedacht, das Du langsam wieder heruntergekommen bist und nun sachlich über mögliche Lösungen aktueller Probleme nachzudenken und zu reden bereit bist. Naja, irren ist menschlich.

      @JoFrie: zu a): Es wird schon einen aktuelleren geben, nur ist der wohl nicht frei zugänglich. Aber das macht den von Dir verlinkten nicht wirklich aktueller und unbekannter. Den Link zu diesem Bericht findet man ja inzwischen recht häufig, er stellt also keine sensationell neue Info da. Und das meinte ich. – zu b): Eben, das jeder Verein auch etwas nehmen will, so er denn gibt, ist doch normal. – zu c): Ich sags mal so: Diejenigen, denen Du hier die Kompetenzen zusprichst solcherlei Papiere zu entwickeln wollen Geocaching verbieten. Aktuell rollt da wohl auf NRW eine gewaltige Welle zu, die allerdings kurzfristig vor den Türen von Jörg Bertram, seines Zeichens Geschäftsführer der DWJ, gestoppt wurde. Nun versucht die DWJ zu vermitteln und die Wogen zu glätten. Die Naturschutzwarte und -vereine sind meistens echte Hardliner, die suchen keinen Dialog, die wollen verbieten. Willst Du das wirklich? Ich denke mal nicht. – zu d): siehe c. – zu e): Die Community soll das regeln? Mein Reden, nur tut sie das nicht. Ich könnte jetzt mal in den Raum werfen, was andere gern von OC erzählen: Ach, es gibt eine Community? Man darf nicht vergessen, Geocaching ist weit mehr als der Dunstkreis des Geoclubs, Du kriegst die Community nicht geeint. Und nochmal: Die Vereine sollen keine Sprachrohr für alle Geocacher werden, aber man muss sie einfach mal un lassen was sie tun, denn das ist zu unser aller Vorteil. – zu f): Hier geht es nicht um OC selbst, hier geht es und die DWJ und andere Vereine, die eben das Thema Geocaching ansprechen und hier für uns alle von Nutzen sein können, auch wenn viele gern das Gegenteil behaupten. BTW: Die regelkonform eingebauten Dinge im Multi entsprechen den Regeln von Groundspeak. Dummerweise gilt hier in D aber auch deutsches Recht und wenn da was übertreten (und festgestellt) wird, dann kommen Anzeigen. Und das nicht wenig. Aber wenn erstmal die Anzeige erstattet ist, dann liegt das Kind tatsächlich im Brunnen und niemand kann mehr helfen, außer ein eigener Anwalt.

  10. Das war ein schöner und ausführlicher Artikel! Schade, daß ihn manche wohl nur überflogen haben 🙁
    Noch ein Hinweis zur LAG-Anfrage im geoclub. Diese Anfrage erreichte mich kurz nach meinem Newbie-Event http://mica.podspot.de/post/newbie-event-live/ (siehe 2.Kommentar). Als ich dann mit meinem Namensvetter in Kontakt trat und er mir sein Projekt vorstellte, schickte ich ihm als Antwort den „no press please“-Artikel http://www.geocaching-franken.de/?p=2275 , war aber trotzdem bereit, ihn zu unterstützen, da der Vortrag ja nicht in der Presse veröffentlicht werden sollte, sondern einfach als Grundlage zum besseren Einstieg für Neucacher (Kinder/Jugendliche) dienen sollte. Also sozusagen ein „Newbie-Event im Trockenen“. Leider hatte ich zum angedachten Termin (Freitag vormittag) keine Zeit, daher die Weiterleitung ins grüne Forum. Happy caching, Mic@

    1. @mic@: Ich hatte das Anliegen dieses Vereins schon so verstanden. Und im Artikel habe ich ja auch ganz klar gesagt: Solche Dinge brauchen wir, auch wenn manch einer meint das Geocaching damit zu sehr in den Fokus der Öffentlichkeit gezerrt wird. Nur ist es eben wichtig die heranwachsende Cachergeneration“ schon im Vorfeld für Natur-, Umwelt- und Bautenschutzproblematiken zu sensibilisieren. Und da ist es schon sinnvoll deren Lehrer und Erzieher zu schulen, damit sie das Thema auch fundiert vermitteln können.

  11. Also ganz ehrlich auch unser Bekannter der Förster hat darauf hingewiesen das Geocaching in der Diskussion steht und wenn wir viel Pech haben und nicht unsere Stimme SINNVOLL erheben, dann werden schlicht und einfach Dinge per Gesetz verboten, die jetzt für uns selbstverständlich sind. Da gehen wir hier konform. Aber trotzdem sollten wir mit eben den Hartlinern in den entsprechenden Institutionen den Kontakt und gangbare Lösungen suchen. Wie die aussehen mögen sei hier mal dahingestellt, aber ich bin fest überzeugt das da sinnvolle Wege machbar sind.

    Von mir aus kann es auch einen „Geocachingschein“ geben, wo jeder Neucacher seine Befähigung und Kenntnis zum Geocaching nachweisen muss – ja beschmeißt mich mit faulem Obst, aber eben dies ist unser Hauptproblem, die riesige Menge an Neuzugängen und die Unkenntnis eben dieser Neuzugänge. Auch sollte jeder owner mal überlegen ob und wie Sein Cache in die Natur paßt, oder ob eine andere Versteckmöglichkeit nicht vielleicht für die Natur verträglicher ist. Ansonstne machen wir Geocaching bald nirgends mehr wo wir es gerne machen würden, sondern nur noch an Leitplanken und Zaunpfählen.
    Dafür brauchen wir eben die Community (speziell vor Ort) wenn die Geocacher lokal und dort kennen sich die meisten, jeweils einen Sprecher raussuchen und dieser lokal vor Ort mit den jeweiligen ebenfalls lokal vor Ort ansässigen Institutionen (Hegering (Jäger), Naturschutzbünde, lokale Presse, Polizei, etc.) das Gespräch sucht, dann bin ich mir sicher dann könnten da viele Konfliktsituationen im Vorweg geklärt werden, ohne das da etwas eskaliert oder hochkocht. Später wenn das Kind im Brunnen liegt das alles von oben herunter wieder einzurenken das klappt meist nur mit Gesetzen und das wollen wir ja nicht.(Das sei hier jetzt mal so in den Raum gestellt.) Übrigens habe ich wegen der Taschenlampen Kontakte zu Förstern und Jägern, auch die leiden unter den selben Problemen wie wir Cacher einige wenige versauen da den Ruf einer ganzen Gemeinschaft und so schwer ist es nicht mit denen ins Gespräch zu kommen.

    Werde bei uns in der Community mal versuchen ein Betaprojekt auf zu setzen… denke das hätte Chancen im kleinen Rahmen viel zu bewegen. Dafür brauchen wir keinen Deutschland weit agierenden Verein in den großen Strukturen klappt das eh nicht.

  12. @JoFrie: Kann es sein, das wir hier aneinander vorbeireden?

    ja beschmeißt mich mit faulem Obst, aber eben dies ist unser Hauptproblem, die riesige Menge an Neuzugängen und die Unkenntnis eben dieser Neuzugänge.

    Genau davon rede ich doch die ganze Zeit. Deine Ideen mögen in manchen Regionen funktionieren, aber bei weitem nicht so effizient wie bspw. ein Stück Papier das direkt mit dem GPSr ausgeliefert wird. Mir geht es hier um nichts anderes als eben die Sensibilisierung des „Cachernachwuchses“. Und sicher, auch lokale Bestrebungen, Einzelgespräche mit anderen Naturnutzer und -schützern und ebenso auch die Zusammenschlüsse lokaler Geocacher – das alles hilft, aber genauso, und zuweilen eben deutlich effizienter, hilft das Engagement großer Vereine. Klar, sie sind nicht der Weisheit letzter Schluß, aber sollte man sie deshalb verteufeln? Und nur darum geht es hier im Artikel: Lasst die Vereine machen, denn was sie tun ist (in den meisten Fällen) gut für uns alle.

    Sicher muss auch durch die lokalen Zusammenschlüsse (Stammtische, etc.) versucht werden, den Nachwuchs in die richtigen Bahnen zu lenken, sicher wäre es oft sinnvoll eine „Geocacherlizenz“ ablegen zu müssen, vieles wäre sinnvoll. Aber eben nicht alles ist ad hoc umsetzbar, aber es pressiert eben.

    Und manchmal ist es auch ganz gut, wenn große Vereine wie die DWJ als erster Ansprechpartner angesehen werden, anderenfalls hätte beispielsweise (wie ich oben schon andeutete) derzeit in NRW so mancher Cacheowner eine fette Anzeige am Hals, denn da sind ein paar Hardcore-Naturschützer gerade sehr aktiv. Und was da durch die cachenden Massen so alles passiert ist, ist wahrlich nicht fein. Nur ist es in diesem Fall wohl dem Verhandlungstalent von Jörg Bertram zu verdanken, das da eine Klagewelle verhindert und der Dialog eingeleitet wurde. Man kann sich da leicht ausmalen, ohne namhafte Ansprechpartner wäre das Ding direkt über diverse Staatsanwaltschaften gelaufen. Lokale Grüppchen, so sehr sie sich auch um den Dialog bemühen, werden nämlich nur von gesprächsbereiten Leuten wahrgenommen, die Hardliner erreicht man eben nicht.

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