Nur für (zahlende) Mitglieder!

Die "Büxen"...Nun ist es abgeschlossen, das „Experiment PMOC„. Ich hatte ja Ende September zwei nahezu identische Caches gelegt, von denen einer als nur für zahlende Mitglieder sichtbar gelistet wurde. Ziel dieses Experimentes war es, einige behauptungen zur Option PMO zu untersuchen. Da wird nämlich gern erzählt, das diese Option für signifikant weniger Besucher sorgt, was den Wartungsaufwand für einen solchen Cache deutlich senkt, das diese Option Anfänger fernhält, die entweder den Cache zerstören oder sich bei Heben beobachten lassen, was dann möglicheweise einen Diebstahl des Behälters zur Folge hat.

Manch einer spricht auch gern davon, das er genau diese Dinge bei seinen Caches nach Umstellung auf PMOC einen deutlichen Besucherrückgang (verbunden mit geringerem Wartungsaufwand) bemerken konnte. Hier halte ich gern das Argument dagegen, das man einen umgestellten Cache nicht in solche Betrachtungen einbeziehen kann, denn da ist die lokale Cacherschaft bereits durch und somit sinken die Besucherzahlen sowieso ganz deutlich. Man muss also, um hier ein halbwegs brauchbares Ergebnis zu bekommen, gleiche Bedingungen schaffen.

Und genau das tat ich. Zwei identische Dosen, zwei identische Verstecke, beide gleichermaßen gut mit dem Auto erreichbar, nicht sehr weit auseinander damit man grundsätzlich ohne viel Aufwand beide Dosen suchen gehen kann. Die Dosen habe ich glatte 3 Monate aktiviert gelassen, um damit der Forderung gerecht zu werden, das ein Cache auch über einen längeren Zeitraum verfügbar sein muß.

Zunächst sieht es so aus, als hätte die Option PMO tatsächlich für (wenn auch nicht wirklich signifikant) weniger Besucher gesorgt. Immerhin steht es allein durch die Logs 99 zu 145. Und damit hat der Jedermanncache 46,46% mehr Funde/Besucher zu verzeichnen. Dröselt man das jetzt aber etwas auf, dann sieht man, das die reinen Zahlen ein wenig trügen. Fassen wir mal zusammen:

  • Unter den 145 Findern des BMC waren 111 Premium-Mitglieder.
  • Den PMOC haben 3 Basismitglieder geloggt.
  • Der PMOC wurde zweimal gemuggelt, in den Zeiträumen in denen er fehlte waren 8 PM vor Ort, jedoch haben nur 4 einen DNF geloggt. Die anderen 4 haben auf einen DNF verzichtet und kamen auch später nicht wieder. Lediglich die DNF-Logger kamen ein zweites Mal.
  • 6 PM haben gänzlich auf einen DNF verzichtet (obwohl der PMOC zum fraglichen Zeitraum vor Ort war), haben das aber zumindest im Log vom BMC erwähnt. Also ein klarer Fall von DNF-Feigheit.
  • 1 PM hat dem PMOC nicht gesucht und geloggt, weil er zusammen mit einem Teammitglied unterwegs ist, das kein PM ist. Vermutlich ist da die BM-Logmöglichkeit nicht bekannt und so verzichten beide auf das Suchen beim PMOC.
  • Der PMOC ist diebstahlbedingt an insgesamt 7 Tagen dem Experiment ferngeblieben.

Grundsätzlich hatte der PMOC also die Chance 115 Logs (111 PM und 4 BM) zu bekommen. Stellt man diese 115 nun den 145 Funden beim BMC gegenüber, hat dieser gerade mal 26,09% mehr Funde. Und ich würde nicht soweit gehen, das jetzt als signifikant zu bezeichnen. Grafisch sieht der IST-Zustand so aus:

Fundanzahl Fundentwicklung

Wenn man jetzt allein die Fundentwicklung, ohne Betrachtung der Zahlen (tatsächlicher und möglicher) ansieht, dann wird deutlich, das der Unterschied zwischen beiden Caches eher gering ist. Somit zeigt das Experiment, wenngleich es sicher kein wirklich belastbares Ergebnis bringt, zumindest eines: Die Option PMO bringt keineswegs den erhofften Einbruch bei den Besucherzahlen, und ganz sicher keinen, der einen geringeren Wartungsaufwand bewirkt. Ebenso kann das Argument Schutz vor Muggeln verworfen werden, denn der PMOC wurde gleich zweimal gestohlen. Den Logs zufolge vermute ich auch, das der PMOC deshalb gestohlen wurde, weil die Sucher beobachtet wurden. Und das wiederum entkräftet das Argument, das ein PMOC sicherer wäre, da er ja nur in wirklich seltenen Fällen von Anfängern gesucht wird, die sich ggf. auffällig verhalten und/oder bei der Suche beobachtet werden.

Was mir heute wieder als Argument über den Weg lief, nämlich das BM in erster Linie nichtssagende und langweilige Logs verfassen, kann hier nicht betrachtet werden, denn ich habe in den Listings explizit dazu aufgerufen nur kurz zu loggen. Hier ging es schließlich nicht um Logs. Jedoch wird mir wohl jeder zustimmen, wenn ich mal eben behaupte das Kurzlogs zumeist von denen geschrieben werden, die auf den schnellen Punkt aus sind. Und Punktesammler/Statistikcacher sind in aller Regel auch PM. Klar, auch bei BM gibt es Kurzlogger, aber das zeigt letztlich, das die Länge des Logs nicht von der Art der Mitgliedschaft bei geocaching.com abhängig ist. Schöne Logs gibt es halt für schöne Dose, doffe Logs gibt es auch bei schönen Dosen.  Das liegt aber eher daran, das sich das Geocaching durch die Masse der Geocacher enorm gewandelt hat. Und wo früher noch „Listing heraussuchen – Cache suchen gehen – Tauschen – Online im Log über die Suche und den Fund berichten“ als Gesamtheit betrachtet wurde, reduziert es sich heutzutage eben recht häufig auf „Smartphone an – Cache suchen – +1 absenden um den Punkt zu bekommen“. Völlig unabhängig davon, ob es ein PM oder ein BM ist.

Und nun?

Mir persönlich zeigt das nun eines ganz klar: Keines der mir bekannten Argumente für den Einsatz des PMO-Flag konnte sich halten. Es bleibt unterm Strich also nur eine Sache, die der Status PMO mit sich bringt. Man kann den Besuchern hinterherspionieren. Denn das Auditlog ermöglicht es, namentlich zugeordnet (Und damit datenschutrechtlich IMHO schwer bedenklich!) zu sehen wie oft das Listing angeschaut wurde. Alle anderen Argumente wie deutlich geringerer Besucherstrom, geringerer Wartungsaufwand und Schutz vor Muggeln wurden direkt durch dieses Experiment widerlegt. Andere Argumente existieren entweder nicht mehr (fernhalten von der Cachekarte bei geocaching.de, denn diese Karte wurde abgeschaltet), werden durch Bugs bei geocaching.com ad absurdum geführt (PMOC lassen sich auch uneingeloggt auf der Betakarte sehen, zumindest bei bestimmten Zoomleveln, was aber in den meisten Fällen ausreicht) oder Groundspeak sorgt gleich selbst für Umgehungsmöglichkeiten (Ämter und Behörden bekommen auf Anfrage kostenlose PM-Accounts).

Will man also einen Cache legen und damit lange Freude und wenig Arbeit haben, ist PMO ganz sicher keine sinnvolle Option. Da ist es besser, weit raus in die Natur zu gehen, dort einen schönen Multi zu legen und dafür zu sorgen, das man dazu mindestens 5 Kilometer laufen muss. Dann, und nur dann wird der Cache sicher nicht überrannt. Dinge wie PMO oder gern auch ein möglichst beknacktes Rätsel davor, schützen nicht. PMO aus den hier genannten Gründen, das Rätsel weil dessen Lösung sowieso ganz schnell die Runde macht und der Cache damit zum Tradi wird.

Eines will ich aber abschließend noch klarstellen: Jeder kann und darf mit seinen Dosen tun und lassen was er will. Und wenn er sie als PMOC listen will, dann soll er das meinetwegen tun. Mich stört das nicht wirklich, schon allein weil ich PM bin und schon genug von den Dingern finden durfte um zu wissen, das es nicht wirklich bessere Caches sind und damit niemandem etwas entgeht. Aber eines sollte man dann doch vorzugsweise lassen: Irgendwelche unhaltbaren Begründungen für den Status PMO erfinden. Haltbare Begründungen gibt es nämlich, wie ja auch dieses Experiment gezeigt hat, maximal zwei. Entweder „Weil es eben geht!“ oder „Weil ich andere stalken will!“. Gern auch in Kombination…

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

28 thoughts to “Nur für (zahlende) Mitglieder!”

  1. Da hast dir bei der Auswertung der Dosen wirklich Mühe gegeben. Dass der PMOC geklaut wurde, der BMC aber nicht finde ich interessant. Ich kann zu der Thematik aber auch ein positives PMOC Beispiel beisteuern: mein Nachtcache wird bald 3 Jahre alt und war in den ersten 2 Jahren immer öfter beschädigt. Nie war die Dose weg aber die Reflektoren wurden gestohlen. Reihenweise und immer wiedr. Also habe ich einen PMOC draus gemacht und nun gibt es seit einem 3/4 Jahr keine Probleme mehr. Ich hoffe das bleibt auch so…

  2. Nun, bei Deinem NC würde ich direkt mal die These ansetzen, das da eben inzwischen die lokalen cacher allesamt durch sind. Und damit sinkt ja die Besucherfrequenz deutlich. Wer jetzt noch hingeht, der hat zumeist eine weitere Anfahrt hinter sich. Und das sind dann für gewöhnlich auch Leute, die sorgsam mit dem Cache umgehen, logisch, wer weit fährt, der tut das des Caches wegen und nicht wegen eines Punktes. Bei einem NC dürfte das also vermutlich sogar dann so kommen, wenn er nicht im nachhinein zum PMOC gemacht wird.

  3. Passend dazu habe ich mich gestern auch schon wieder gewundert, warum bei mir in der Nähe ein ganzer Schwung PMO Tradis rumgammelt. Als ich eben noch mal nachschaute waren aber fast alle wieder Jedermann-Caches.
    Vielleicht spricht es sich endlich auch mal rum, dass PMOC eben wirklich keinen Sinn machen.

  4. Ein Statistiker würde wahrscheinlich mehr Caches als Gesamtmenge haben wollen. Ich habe das statistische Gegenteil erlebt, die Geschichte lief wie folgt ab:
    1. Cache war PM, ich verliere zunehmend die Lust am zu aktiven Geocachen und entferne das PMOC-Häckchen
    2. ein Geocacher (BM mit bisher nur knapp zweistelligen Fundzahlen) schreibt mich bzgl. des Caches an
    3. Antwort von mir: komme nicht von Norden, dort wird gerade eine Solaranlage aufgebaut
    4. nach ein paar Tagen trudelt ein Log ein: der Emailanfrager kam von Norden, durch die halb errichtete Solaranlage, der Wachschutz greift ihn auf (der Zaun fehlt ja noch) und der User erzählt natürlich von dem Cache (übrigens über 200 Meter entfernt von der Solaranlage)
    5. die Caches dort habe ich jetzt archiviert

    Es gilt der alte Grundsatz: „Glaube keiner Statistik, die….“

    Gruß
    Christoph

  5. @Christoph: Aus einem Einzelfall kann man nicht auf das generelle Verhalten einer ganzen Gruppe schließen.
    Ich kenne genügend Cacher, die aus Faulheit gerne für die Premium-Membership bezahlen. Daher würde ich das Gegenteil behaupten wollen: PM-Cacher neigen eher dazu, sich ungenügend auf einen vermeintlich einfachen Cache vorzubereiten. Die hätten dich erst gar nicht angemailt. 😉

  6. Grundsätzlich finde ich Deine Idee mit dem Experiment toll, aber als Statistiker muss ich Dir leider sagen, das wohl EIN Experiment mit ZWEI Caches, so ähnlich die auch sind nicht annähernd aussagekräftig ist. Das ist die gleiche Art von Experimenten, die z.B. Sendungen wie Galileo auch machen. „Wer schnarcht mehr, Frau oder Mann“ – dann nehmen die 2 Männer und 2 Frauen und testen. SEHR aussagekräftig. Und das Dein PMOC gemuggelt wurde ich bei 2 Caches einfach ZUFALL!

    Für ein aussagekäftiges Experiment brauchst Du schon eine hinreichende Anzahl von Caches. Und aus DEinem „Experiment“ zu folgern, das POMC-Owner stalken wollen oder es aus Prinzip einen POMC machen ist schlicht Schwachsinn.

  7. Ich kann nur „statistisch“ sagen, das alle Finder vorher (in der vor-PMOC-Zeit, in der PMOC-Zeit und danach) nicht durch die Baustelle gekommen sind. Auf der anderen Seite führen nämlich die Straßen deutlich dichter an die Koordinaten. Es war ein subjektiv völlig anderes Erlebnis, als das was Du bei Deinen Mikros schildert. Mir ist schon klar, dass da eher die Dämlichkeit als die BM-Mitgliedschaft Schuld waren.
    Aber ist ja jetzt eh Geschichte…

    Gruß
    Christoph

    1. @Killertomate: Nicht umsonst schrieb ich, das dieses Experiment sicher kein wirklich belastbares Ergebnis bringt. Es soll ja auch keine gerichtsfesten beweise bringen, sondern nur zeigen, wie es eben „im Allgemeinen“ aussieht. Und zwar gänzlich anders, als es die Wunschwirklichkeit der meisten PMOC-Owner ist.

  8. Martin, ich finde es super, welche Mühe Du Dir mit diesem Experiment gemacht hast, von der Idee über die Ausführung bis zur statistischen Auswertung!
    Zu den Schlussfolgerungen stimme ich dir ebenfalls voll zu. Es scheint ja irgendwie die vorherrschende Meinung zu geben: PM = erfahren !?! Da bin ich aber auch Patricks Meinung: die 30$ pro Jahr sind wirklich keine große Hürde, um eine Grenze zwischen „faulen Cachern“ und „echten GC-Fans“ (ich überzeichne absichtlich 😉 zu ziehen.

  9. @Schrottie, Nein, es zeigt eben nicht wie es „im Allgemeinen“ aussieht, sondern in diesem „einen speziellen Fall“. Sorry, ich bin kein Befürworter von POMC, aber die Folgerung ist einfach falsch und Du verallgemeinerst diesen einen speziellen Fall, gerade im letzten Absatz!

  10. Schönes Experiment – mir ist nur die Dauer des Tests etwas zu kurz. Ich bin Owner einer ganze Reihe Caches, teilweise schon mehrere Jahre alt (mein erster ist aus 2005). Vor etwa 2 Jahren nahm die Zahl der gemuggelten und beschädigten Caches hier in der Gegend drastisch zu. Die regionalen Cacher waren schon lange alle durch, nicht nur meine Caches waren betroffen und es konnten auch nicht einzelne Cacher als Verursacher ausgemacht werden. Ich habe damals meine Caches auf PMO umgestellt und habe seither tatsächlich weniger Besucher, aber auch weniger Schäden. Gleichzeitig habe ich aber auch meine Petling-Caches soweit es ging auf mindestens Small umgebaut, Nanos archiviert und seither Petlinge nur noch als Stationen für Multis benutzt. Regular heißt für mich immernoch, dass das die Regel für die Größe ist, auch wenn das nicht immer umsetzbar ist.

    Natürlich geht der Wartungsaufwand nicht gegen „null“ – aber ich habe in der Zeit davor mindestens einmal monatlich nichts anderes gemacht, als mich um meine Caches zu kümmern. Das ist seither vorbei!
    OK, die Gesamtzahl meiner gleichzeitig aktiven Caches habe ich auch etwas zurückgefahren, z. B. um Platz zu machen für neue Cacher und deren Caches. In der ganzen Zeit hatte ich 2 Meldungen bezüglich der Logbarkeit durch Basicmember und konnte natürlich Hilfestellung geben. Andersherum erwarte ich selbst keine höhere Qualität o. ä. bei PMO-Caches anderer Leute. Jeder hat seinen Grund, warum er sowas macht. Dass es nicht die Qualität ist, ist mir schon klar – die hat seit 2005 sowieso nachgelassen – dazu haben wir aber auch alle selbst beigetragen.

    Ich habe noch einige wenige nicht-PMO-Caches, aber die überwiegende Zahl bleibt PMO, aus Überzeugung.
    In irgendwelche Auditlogs hab ich noch nie reingeschaut – ich müsste erstmal recherchieren, wie das geht, es interessiert mich aber auch nicht.

  11. Ich habe mal an meinen Dosen eine Zählung gemacht und komme auch auf ein Verhältnis von 70:30 PMO:BM-Logs. Ich habe allerdings bisher kaum schlechte Erfahrungen mit Suchern gemacht – weder PMO noch BM, nach meinen Eindruck ist gar eher so, dass Neulinge besonders zaghaft vorgehen. Mag aber auch daran liegen, dass die meisten meiber Dosen nicht als hin-und-mit gemacht werden können. Wer wirklich seine Fundzahlen reduzieren will, sollte auf OCO-Listings setzen.

    Ansonsten bin ich der Meinung, dass es immer noch viel zu wenige PMO-Dosen gibt, leider kann ich als BM meine Dosen nicht in diesen Status heben.

  12. Interessantes Experiment mit einer schönen Auswertung. Ob man nun 25% mehr Funde als nicht Signifikant wertet…ich glaube, da gibt es deutlich andere Sichtweisen. Gerade bei der kürze des Experiments.

    Jeder kann Statistiken in einem gewissen Rahmen deuten wie man will.
    Die gezogenen Schlußfolgerungen sind aber genauso unhaltbar wie diverse Behauptungen für und wider PMO.
    Vor allem zeigt das Experiment unter keiner Bedingung wie es „im Allgemeinen“ ist. Das ist die Wunschwirklichkeit des Experimentleiters.

    Fakt ist: Es ist ein Einzelexperiment. Nicht weniger – aber auch nicht mehr.

  13. Nun, 25% sind eben in der Tat nicht wirklich viel. Denn über 100 Funde beim PMOC sind eben sehr viel und damit alles andere als auf ein wartungsfreundliches Maß reduzierte Fundzahlen. Die von mir gezogenen Schlussfolgerungen als unhaltbar zu bezeichnen mag da sicher einfach sein, jedoch wage ich zu behaupten, das man dieses Experiment an beliebiger Stelle wiederholen kann und trotzdem zum gleichen Ergebnis kommt. Zwei identische Dosen in identischen Verstecken und das möglichst nah beieinander, wen diese Bedingungen erfüllt sind, und nur dann taugt ja der Vergleich etwas, werden immer zu dem von mir erreichten Ergebnis führen. Und das ist Fakt. Auch wenn es manch einer ganz sicher nicht gern hören will. 🙂

  14. Nachtcache als PMO machen hier zumindest Sinn. Seit drei Monaten habe ich einen Nachtcache als PMO liegen und nur positive Erfahrungen gemacht. Der Cache wird nicht für normale Jäger sichtbar. Das hat zur Folge das es über 3 Moante und über 100 Founds dauerte bis zwei Stationen von Jägern gefunden und zerstört wurden. Bei einem normalen anderen Nachtcache von mir dauert das nur 3 Wochen. Und da wurde der ganze Cache zerstört. Klar können auch Jäger PMO werden, nur werden das nur wenige tun.
    Deshalb werde ich Nachtccahe nur noch als PMO listen.
    Bei meinen anderen Cache finde ich das jedoch überflüssig, da die anderen Argumente wirklich wenig Sinn machen.

  15. Wenn also 25% nicht viel sind und 26,09 % nicht signifikant sind, weiterhin 70% aller Finder sowieso Premium-Member sind, dann kamm man doch die verbleibenden 30% Basic-Member ebenso vernachlässigen…
    Also ist doch die Zahl derjenigen, die PMO-Caches nicht suchen kann, nicht signifikant und die ganze Aufregung ist für die Katz. Wo ist also das Problem bei PMO-Caches???

    1. @Neheimer: Bei Jägern gebe ich ebenso wie bei Waldbesitzern zu bedenken, das da PMO-Daten in deren Kreisen unterwegs sind. Der Waldbesitzerverband hatte einst sogar die Zugangsdaten zu einem PM-Account an alle Mitglieder geschickt, bei einigen Jägervereinigungen kursieren ebenso solche Accounts. Wenn da also einer wirklich wissen will, ob in seinem wald bzw. in seinem Revier eine Dose liegt, dann kriegt er das raus. Völlig unbenommen davon, ob es ein PMOC ist oder nicht.

      @hmichel777: Wer sagt denn das es ein Problem mit PMOC gibt? Siehst Du etwa eines? Ich jedenfalls nicht, und deswegen schrieb ich ja auch, das es mir im Grunde völlig egal ist, ob jemand seine Dosen als PMO listet oder nicht. Mich interessieren lediglich die Gründe und da habe ich bisher keine wirklich haltbaren gehört. Und nur deshalb dieses Experiment. Das soll keine Wertung bezüglich der PMOC geben. Für mich zeigt es lediglich, das es keine wirklich brauchbaren Gründe dafür gibt, aber jeder zieht halt sein Fazit für sich allein. 🙂

  16. Wenn du „wagst (…) zu behaupten, das man dieses Experiment an beliebiger Stelle wiederholen kann und trotzdem zum gleichen Ergebnis kommt.“
    Tja, dann ist es nur eine Behauptung und eine noch nicht beweisbare Hypothes. Da ist grundlegend gar nichts Fakt. Ich weiß, ist blöd, ist aber so.

    Kannst aber gerne weiterhin das Gegenteil sagen – denn mir ist es auch völlig egal ob PMO oder nicht 🙂
    Nur aus Statistiken etwas herauszulesen was sie nicht hergeben – das ist kein guter Stil.

  17. @H_G_T: Jaja, manch einer will halt mit Gewalt Formulierungen so auslegen, das sie ihm passen, nicht wahr? Also mal anders: Man kann dieses Experiment an beliebiger Stelle wiederholen, es wird immer wieder zu diesem Ergebnis führen. Das ist schon allein dem enorm hohen Anteil an PM geschuldet und lässt sich auch mit viel Phantasie nicht wegreden.

  18. Schönes Fazit!

    Das das Experiment sicher keine allgemeingültige Statistik ist, ist unumstritten. Jedoch ist dieses Experiment wesentlich aussagekräftiger als die rein gefühlsmäßigen Aussagen der PMOC-Owner, die meist wenig analytisch vorgehen.
    Ob nun irgendwelche PMOC-Owner „vernünftig“ werden, mag ich bezweifeln. Noch gilt sicher die Denke,
    dass so auch rechtlich zweifelhafte Caches gelistet bleiben können. Naja, sollen sie ruhig so weiter machen.
    groundspeak und pmoc: leider(!) gibt es keine Möglichkeit – auch für PMO nicht – die PMO-Caches auszublenden. Dies würde ich gern tun, da ich kein Interesse an solchen Caches habe. Auch die Notifications zu diesen Caches gehen hier leider ein! Was für ein Dreck!
    Groundspeak hat wiederum kein Interesse, den Mitgliedern diese Möglichkeit zu geben, da sie ja zumindest im geringeren Umfang (das meiste Geld nehmen sie ja mit den Coins, TB etc. ein) von der Beitragszahlung leben.
    Zum Log-Verhalten: Wir loggen heute meist auch nur noch mit Kurztexten. Unser Cacheverhalten hat sich auch geändert. Da wir wohl bereits mal als „die ewig Gestrigen“ gescholten wurden, schämen wir uns auch nicht mehr dafür – gehört der Kurzlog doch inzwischen zur akuellen (NICHT-ewig-gestrigen) Form das Spiel zu spielen. Wir hatten eine lange Zeit lang versucht, uns schöne Caches aus „dem Angebot“ heraus zu suchen. Das hat dann immer dazu geführt, dass wir es aufgegeben hatten. Auch heute suchen wir selten, sondern nehmen das, was uns „vor die Flinte kommt“.
    Man geht eben (doch) mit der Zeit! Und man kann es gut finden, oder nicht! Wir finden so jedoch zu unserem Spaß am Cachen. Und manchmal sind auch richtig schöne Caches dabei!
    Ich denke auch, dass der Stalkinggedanke vorrangig dazu führt, dass die Caches als PMO gelistet werden.
    Meiner Meinung nach kann und darf es aber nicht sein, dass man das Argument „weil ich es kann“/“weil es geht“ gelten läßt. Es gibt viele Dinge, die man machen könnte, weil es geht. Aber genau darin, dass man eben nicht alles tut, was geht/was man kann erkennt man einen Charakter!

    In diesem Sinne

    jekejaerfi

  19. Im 2ten und 3ten Quartal 2011 hat sich der Wartungsaufwand unseren versteckten Dosen wegen Vandalismus, Diebstahl usw. immens erhöht. Auch sind viele TBs und Coins auf Nimmerwiedersehen verschwunden.

    Wir wollten dann unseren Zeit- und Geldaufwand nicht mehr hinnehmen und haben diese Caches auf PMO-Caches gesetzt.

    Seitdem mussten wir keinen dieser Caches wieder Warten. Die Besuchsfrequenz ist leicht zurückgegangen, aber dafür macht es wieder Spaß, anständige Logeinträge zu lesen.

    I. d. S.
    Happy Hunting
    Foschal

  20. @Foschal: Und das bedeutet in Zahlen? Gibt es einen passenden Vergleichszeitraum? Denn immerhin sind die Quartale 2 und 3 diejenigen, in denen die meisten Cacher unterwegs sind. Im 4. Quartal hingegen lässt die Besucherfrequenz naturgemäß nach, gerade bei Caches die schon etwas länger liegen. Gleiches interessiert mich bezüglich der Logs. Gibt es einen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Loglänge/-qualität und dem Mitgliedsstatus des Loggenden? Ich glaube nämlich eher nicht. Die miesesten Logs kommen i.a.R. von Punktejägern und die sind, schon der Bequemlichkeit halber, meistens Premiummitglieder.

  21. Unser Vergleich bezieht sich auf die Vorjahre, denn viele Caches liegen schon seit 2008/2009. Bis letztes Jahr beschränkte sich unser Wartungsaufwand darauf, Logbücher zu wechseln wenn sie voll waren und hier und da mal eine Dose ersetzen, wenn sie undicht wurde oder sich Tiere daran zu schaffen gemacht haben. Und letztes Jahr gab es dann die ersten Schäden durch Vandalismus und Diebstaht. Das gab es bei unseren Caches zuvor nicht.

    Die Qualität und Länge von Logeinträgen hat sich insgesamt schon geändert, doch Einträge wie „TFTC“ oder „Nichts“ haben wir seit Umstellung auf PMO-Caches nicht mehr gehabt. Das beruht nicht auf Zahlen oder Auswertungen, sondern ist unser persönliches Empfinden.

    Wir sind auf jedenfall mit der Umstellung unserer Caches auf PMO-Caches zufrieden, denn unsere Aufwendungen sind wieder im normalen Bereich angekommen und die Caches werden weiterhin besucht.

    Es wird sich zeigen, ob der Geocaching Hype anhält und/oder die Newbies bald die Lust verlieren.

  22. Nun, die Vorjahreszeiträume, gerade 08/09 sind da IMHO weniger repräsentativ, denn da war Geocaching bei weitem noch nicht so populär wie es heute ist. Soll heißen, heutzutage sind deutlich mehr Cacher unterwegs und somit steigt auch die Gefahr von Vandalismus und Diebstahl. Bei älteren Caches ist sie hingegen generell geringer, denn die meisten lokalen/regionalen Cacher waren bereits da und es kommen vornehmlich Leute, die weitere Entfernungen in Kauf nahmen. Kurioserweise lässt sich bei denen dann ein deutlich sorgsamerer Umgang mit den Dosen/Stages beobachten, was sicherlich auch dem Umstand geschuldet ist, das „Auswärtige“ intensiver beobachtet werden und das auch wissen. Insgesamt halte ich es also für falsch, hier einen direkten Bezug zwischen PMOC und Wartungsaufwand herzustellen.

    Die Logs, nunja, persönliches Empfinden ist immer so eine Sache. Seit Groundspeak ja jedem ans Log heftet ob er PM ist oder nicht kann man ja gut vergleichen, wer denn genau wie loggt. Und ich kann da keinerlei Unterschied zwischen PM und BM feststellen. Kurzlogs kommen eher in der Mehrzahl von PM, was aber eben auch der Tatsache geschuldet ist, das der größte Teil der Geocacher PM ist. Die hier in den Kommentaren geäußerte Zahl von 70% PM dürfte durchaus realistisch sein, eher sind es sogar noch mehr. Und wenn man dieses Verhältnis betrachtet, dann sind es sogar eher die PM die nur kurz loggen. Was halt auf die Punktejägertheorie zurückzuführen ist.

    Schön ist für euch auf jeden Fall, das derzeit der Wartungsbedarf gesunken ist, völlig unbenommen davon ob nun PMOC oder nicht, hoher Aufwand macht nie wirklich Spaß. Aber langfristig sehe ich da eher schwarz, denn schnelle Funde und schnelle Logs werden von Groundspeak zunehmend forciert und Groundspeak ist nun mal der Marktführer. Man wird sich also damit abfinden müssen…

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