OpenCacheManager 0.23.4 (dev-build) erschienen

Heute ist die Entwicklerversion 0.23.4 der freien Geocacheverwaltung für Linux, OpenCacheManager erschienen. Dabei wurden wieder einige Funktionen implementiert, die sich bereits in deaktivierten Menüeinträgen angekündigt haben.

Zwei der wesentlichen Neuerungen neben Änderungen im Menü, die in erster Linie der Benutzerfreundlichkeit und der Anpassung an GNOME-Standards dienen, sind die Unterstützung für Field Notes, aber auch die Möglichkeit verschiedene Filter miteinander zu kombinieren. Letzteres stand auch bei mir auf dem Wunschzettel ganz weit oben. Ganz ausgereift die die Kombinationsmöglichkeit für Filter noch nicht, bei ersten Tests bin ich da auf kleinere Fehler gestoßen, aber es ist ja noch eine Entwicklerversion, die in erster Linie der Fehlersuche dient.

So kann man bspw. noch keine gespeicherten Schnellfilter miteinander kombinieren und kann einzelnen Filterregeln noch keine Status oder Entfernungen mitgeben. Status und Entfernung kann erst hinterher über die Gesamtkombination gelegt werden. Was auf jeden Fall schon sehr zuverlässig funktioniert ist der Field Notes Support. Dabei können aktuelle Field Notes vom GPS Empfänger heruntergeladen werden. Alle Field Notes lassen sich anzeigen und nachträglich bearbeiten. Zusätzlich gibt es die Option Log to field notes file, die es ermöglicht, auch aus der Cacheanzeige heraus ein Log zu verfassen, das dann in einer lokalen Field Notes Datei gespeichert wird, die man dann auf den Server von geocaching.com übertragen und dort Logs daraus machen kann.

Neu ist auch, das ab sofort die Logs erhalten bleiben. Bisher wurden immer nur die Logs aus der zuletzt eingelesenen PQ vorgehalten, dies ist jetzt geändert. Obendrein lassen sich jetzt auch korrigierte Koordinaten, FTF-Markierungen und andere Benutzerdaten aus GSAK importieren. Eben alles, was GSAK mit der Option Include GSAK Extra Fields in Export mit ausgibt. Somit sollte bald die letzte Hürde gefallen sein, die den Einen oder Anderen noch vom Umstieg GSAK zu OCM abhält.

Der Erhalt der Logs macht den Importvorgang zwar deutlich komplexer als bisher, jedoch ist keinerlei Performanceeinbuße zu bemerken. Ich habe den Import mit 14 PQs getestet, darin enthalten 20.231 Wegpunkte die OCM in 01:45min verarbeitet hatte. Somit ist OCM nach wie vor enorm schnell beim Import auch größerer Datenmengen.

Zuletzt sollten aber auch die neuen Kartenfunktionen erwähnt werden, hier fällt insbesondere die Möglichkeit auf, einem Cache nun auch über sein Icon auf der Karte korrigierte Koordinaten zuzuweisen und die optische Erkennbarkeit von deaktivierten oder archivierten Caches.

Alle bisherigen Neuerungen in 0.23er Reihe anzeigen…

Wer die aktuelle Version testen möchte, der sollte dringend vorher die Datenbanken sichern. Das wird allerdings auch beim ersten Start mit einer alten Datenbank angeboten. Die Sicherung ist notwendig, da ab Version 0.23.4 eine geänderte Datenbankstruktur verwendet wird, die ein Downgrade der OCM-Version verhindert! Für Debian/Ubuntu gibt es wie immer ein DEB-Paket, welches zwar für 32bit Systeme gebaut wurde, aber mittels sudo dpkg --force-architecture -i opencachemanager_0.23.4-1_i386.deb problemlos auch auf 64bit Systemen installiert werden kann. Herunterladen kann man die aktuellen Entwicklerversionen wie gewohnt hier

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)