Paddeltour über Wublitz, Havel und Sacrow-Paretzer-Kanal

Am Pfingstsamstag waren wir wieder mit dem Kajak unterwegs. Dabei wollten wir, auf Empfehlung eines Kajakverleihers, die Wublitz befahren. Die Wublitz ist weitgehend für Motorboote gesperrt und so läuft man dort recht wenig Gefahr, von Rasern versenkt zu werden. Da ich nicht so recht wusste, wie die Tour gestaltet werden kann, habe ich kurz Google bemüht und bin dabei auf eine Tourenempfehlung von Havelland Tourismus gestoßen. Dort sind neben möglichen Einsetzstellen auch Angaben zu naheliegender Gastronomie zu finden.

Mit dem Kajak auf Tour...

Für uns lag Marquardt als möglicher Start am günstigsten, aber ich hatte keine Lust mit dem Kajak durch den Schlosspark zu rödeln. Dort war mir nämlich die einzige Einsetzmöglichkeit bekannt, wo genau der Strand sein sollte, den Havelland Tourismus für diesen Zweck empfiehlt, wusste ich nicht wirklich. Aber eine kurze Rückfrage bei einem ehemaligen Klassenkameraden brachte eine gute Einsetzmöglichkeit die sogar mit dem Auto erreichbar war und einen Parkplatz bot. Von dort waren es nur wenige Meter bis ans Wasser und so konnte die Tour ohne große Probleme beginnen.

Wir fuhren zunächst über den Schlänitzsee und querten dabei den Sacrow-Paretzer-Kanal. Kurz danach beginnt die Wublitz, gut erkennbar am Verbotsschild für Motorboote. Die Fahrt über die Wublitz war angenehm ruhig, wir konnten viele Wasservögel beobachten und selbst Greifvögel ließen sich durch unsere Anwesenheit nicht beirren. Nach der Wublitz folgte der Große Zernsee, entlang des Naturschutzgebietes „Wolfsbruch“, an dessen Rand reichlich Schwäne ihre Nester gebaut hatten. Schwäne haben übrigens ein eigenartiges Fluchtverhalten. Immer weg von der Gefahr flohen sie quasi genau unserer geplanten Route folgend, anstatt einfach seitlich zu flüchten.

Nach dem Großen Zernsee ging es unter dem Berliner Ring hindurch zum Kleinen Zernsee. Hier legten wir für ein kleines Picknick an, bevor es dann weiter nach Phöben ging. Kurz vor Phöben durften wir dann ein Motorbootrennen beobachten. Leider, denn die daraus resultierenden Wellen schwappten uns ins Kajak und zwangen uns an Land. Boot auskippen. 🙁

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Das wiederum passte aber ganz gut, denn wir landeten direkt neben dem Fischergarten, einer netten gastronomischen Einrichtung. Und so wurde die „Entwässerungspause“ gleich noch für Kaffee und Kuchen genutzt, bevor es dann auf der Havel weiter in Richtung Ketzin ging. Kurz vor Ketzin befindet sich der Göttinsee, der durch einen Wall von Havel und Sacrow-Paretzer-Kanal getrennt ist.

Vor einigen Jahren sind wir im Februar 2010 dort gewesen und haben den Göttinsee zu Fuß überquert um an einen Geocache („Märchenstunde im Havelland: De Fischer un syn Fru“ von glurak + werderkirsche, OC62D6) zu gelangen, der seinerzeit vorn am Kanalabzweig lag. Und genau dort machten wir auch diesmal einen kurzen Halt. Es gab eine kleine Stärkung und anschließen stand noch die Rückfahrt über den Sacrow-Paretzer-Kanal an. Hier ließen uns die Motorboote weitgehend in Ruhe, die Freizeitkapitäne nahmen stets rechtzeitig den Schub weg, so dass wir ganz entspannt zum Schlänitzsee und damit zum Start unserer Runde zurückkehren konnten.

Insgesamt hatten wir am Ende etwas über 22 Kilometer hinter uns gebracht und dabei 4 Stunden und 20 Minuten im Boot gesessen. Und wer jetzt Lust und 9 Minuten Zeit hat, der kann die Paddeltour auch noch im Video anschauen. 🙂

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe.

Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet.

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