Radeln in Mecklenburg: Die Müritz-Rundtour

Anfang Juli waren wir im Mecklenburgischen unterwegs. Bei allerlei Radtouren war unter anderem eine Müritzumrundung dabei. Ich hatte derweil die GoPro am Fahrrad und habe zwischendurch den einen oder anderen Streckenabschnitt aufgenommen, so dass man in der Summe einen ganz guten Eindruck von dieser Tour bekommen kann. Wenn man denn will und ein Viertelstündchen – so lang ist das Video geworden – übrig hat.

Start war für uns der südliche Zipfel. Im Örtchen Vietzen ging es los, im Uhrzeigersinn um die Müritz. Es In Vipperow ging es also nördlich weiter in Richtung Röbel. Dort zeigten sich dann auch gleich erste Probleme. Ich war nämlich mit dem Rennrad unterwegs und ein 800m langer Abschnitt kurz nach Vipperow ist eine wirkliche Katastrophe. weiterlesen

Schauinsland in Leipzig: Der Wackelturm im Auwald

Neben Völkerschlachtdenkmal und Panorama Tower gibt es in Leipzig noch einen dritten Aussichtsturm. Mitten im Auwald steht ein wackeliges Stahlgebilde, von dem man einen herrlichen Blick auf den nordwestlichen Teil der Stadt hat. Und weil das Ding eben ein wenig wackelig ist, heißt es auch Wackelturm.

Eigentlich heißt der Turm wohl Rosentalturm (bzw. Aussichtsturm Rosental), was seinem Standort auf dem Rosentalhügel geschuldet ist, allerdings ist der Name „Wackelturm“ deutlich verbreiteter. Und vor allem passender, denn wenn man sich beim Aufstieg etwas flotter bewegt, dann fängt der Turm schon ordentlich zu wackeln an. weiterlesen

Ra(n)dnotizen #95

Unglaublich eigentlich, inzwischen kann man hier schon fast jede Woche von einem neuen Unglück berichten, ist wieder ein Radfahrer zu Tode gekommen. Diesmal eine ganz besonders fiese Geschichte: Porsche Cayenne parkt im absoluten Halteverbot auf dem Radweg, Radler muss nicht nur auf die Fahrbahn ausweichen, sondern wird dann auch noch von der sich öffnenden Fahrertür erwischt, kommt schwer zu Sturz und stirbt. Der Fahrer? Diplomat und somit nicht zur Rechenschaft zu ziehen. 🙁

Und das ist gleich in mehrfacher Hinsicht schlimm, denn nicht nur, das es hier wieder einen Toten gegeben hat, in der Berichterstattung wird das so genannte Dooring auch als verhältnismäßig seltener Unfall dargestellt. Genau das ist es aber nicht, denn leider werden nur die wenigsten dieser Fälle aktenkundig. Hierzu mal eine kurze Anekdote aus dem Nähkästchen. weiterlesen

Euroeyes Velothon Berlin 2017

Letztes Wochenende gab es in Berlin mal wieder jede Menge Grund zum bitterlich weinen. Zumindest für diejenigen, die unbedingt am Sonntag mit dem Auto durch die Stadt kutschen müssen, anstatt mit der Familie ins Grüne zu fahren. Obwohl, die meisten Jammern in den Kommentarspalten der Zeitungen und Netzwerke vermutlich einfach nur, weil es so viel Spaß macht und hatten selbst nicht die geringste Einschränkung. Wer weiß…

Aber zum Thema. Es war mal wieder Velothon in der Stadt. Und eigentlich wollte ich in diesem Jahr gar nicht mehr antreten, denn im Grunde ist der Velothon in Berlin eine ziemlich langweilige Geschichte. Langweilig deshalb, weil man kaum Publikum hat, man radelt durch eine Geisterstadt. Und nachdem ich letztes Jahr in Hamburg bei den Cyclassics erleben durfte, wie toll es ist, mit jeder Menge Publikum zu fahren, war Berlin abgeschrieben. Aber ein Kollege überredete mich zur Teilnahme… weiterlesen

Ra(n)dnotizen #94

200 Jahre Fahrrad. In der letzten Woche war es nun soweit. Am 12.06. jährte sich die erste öffentliche Fahrt des Karl Drais in Mannheim zum 200. Mal. Rund um dieses Jubiläum gab und gibt es allerlei Veranstaltungen, in denen der Siegeszug des Fahrrades gefeiert wird. Und als würde plötzlich auch die Hölle einfrieren, legt ausgerechnet der ADAC, oberster Beschützer des mobilen Individualverkehrs, eine 180° Wende hin. Und erklärt, das eine bessere Radverkehrsinfrastruktur mit deutlich mehr Raum für Radler auch den Kfz-Verkehr beschleunigen kann.

Nun scheint sich eine überraschende Kehrtwende abzuzeichnen. Ausgerechnet der ADAC argumentiert plötzlich für mehr Fahrradstreifen auf den Straßen. Während Autofahrer in vielen Städten ungehalten auf den zunehmenden Radverkehr auf den Straßen reagieren und die mit gestrichelten weißen Linien abgetrennten Fahrradstreifen immer wieder zum Zankapfel der Lokalpolitik werden, kommt Deutschlands größter Automobilclub mit 19 Millionen Mitgliedern zu der überraschenden Feststellung: „Neue Radwege oder Fahrradstreifen bremsen Autofahrer gar nicht aus.“

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