“Schneesturm” in der Spandauer Wilhelmstadt

Schnee ist ja in der Großstadt eher unbrauchbar. Die weiße Pracht hält nur sehr kurz vor und weicht recht flott einem hässlich-matschigen Dreck. Obendrein wird es dann verdammt schwer mit dem Fahrrad zu fahren, denn dieser ganze Matsch wird vorzugsweise auf Radwegen abgekippt und dennoch fehlt den Autofahrern dann das Verständnis dafür, das die Radler nun auf die Straße ausweichen müssen.

Aber dennoch ist es eben immer ganz nett anzusehen, wenn der Schnee fällt. So war es dann auch Mitte letzter Woche, als ein Schneesturm über Brandenburg und Berlin hinweggezogen ist. Und weil es so schön aussah, zückte ich das Handy um ein wenig zu knipsen. Leider schafft man es mit dem Handy nur bedingt, ordentliche Schneefallbilder zu machen, weshalb ich auf Video auswich und ein wenig mit Zeitlupe experimentierte. (mehr …)

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Ra(n)dnotizen #73

Ganz klar größter Aufreger der letzten Woche war der Berliner Innensenator Andreas Geisel. Denn nun wurde ganz offen thematisiert, was ich mir schon eine Weile dachte und was (leider) auch manch anderer befürchtete. Es geht um die Verschleppung des Radentscheides. So wurde ja schon vor kurzem durch die Initiative Volksentscheid Fahrrad eine Untätigkeitsklage eingereicht, da die Senatsverwaltung für Verkehr die rechtliche Prüfung des Radgesetzes über Gebühr verzögerte.

Ein schlauer Coup eigentlich, denn die Entscheidung wurde genau einen Tag vor dem Wechsel des Verkehrssenators ins Innenressort herausgegeben. Und nun prüft diese Entscheidung – tadaa! – der Innensenator. Möglich gewesen wäre die Entscheidung schon seit Oktober, denn das ihr zu Grunde liegende Gutachten stammt aus eben diesem Monat. In der Pressemeldung der Radinitiative heißt es dazu: (mehr …)

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Schauinsland im Harz: Der Preußenturm Bad Suderode

Da war ich ja noch eine “Lieferung” schuldig, die sich eigentlich schon im letzten Jahr ergeben hätte. Da waren wir nämlich zwischendurch (mal wieder) im Harz und sind bei dieser Gelegenheit auch zu einer Stempelstelle unterwegs gewesen, die neben dem Stempel für die Harzer Wandernadel auch jede Menge Aussicht bot. Aussicht von einem Turm.

Dabei handelt es sich um den Preußenturm auf dem Schwedderberg bei Bad Suderode. Dieser Aussichtsturm ist ein Holzturm, der mit seinen gerade mal 12 Metern Höhe nicht unbedingt der Höchste ist, aber dank seiner Lage bietet er eine tolle Aussicht über Bad Suderode und die benachbarten Orte Thale, Quedlinburg und gar Wernigerode. (mehr …)

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Ra(n)dnotizen #72

Will man wirklich positive Dinge in Sachen Radverkehr berichten, muss man nach wie vor ins Ausland schauen. So zum Beispiel nach Norwegen, wo man jetzt in einigen Großstädten – ich meine, das auch schon gelegentlich erwähnt zu haben – richtig klotzen und Fahrradautobahnen bauen möchte. Um die ambitionierten Klimaschutzziele des Landes zu erfüllen, soll die Radverkehrsinfrastruktur ausgebaut werden, um auf diese Weise mehr Menschen auf das Fahrrad zu locken.

Wer sich nun gemütliche einspurige Fahrradwege auf der Straße oder dem Bürgersteig vorstellt, der liegt falsch. Die „Bicycle express routes“ laden zu hohen Geschwindigkeiten ein und sind damit besonders (aber nicht nur) für E-Bikes geeignet. Die Fahrrad-Autobahnen sollen in neun großen städtischen Gebieten gebaut werden, um schnelles sowie direktes Radfahren zu erleichtern. Innenstadt und Randgebiete werden somit verbunden und sind dann besser mit dem Fahrrad erreichbar.

Wobei mich das direkt wieder an die Radnotizen #70 erinnert, in denen ich von Wien berichtete, wo man ebenso Radschnellwege bauen möchte. (mehr …)

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Der Jahreswechsel in der Spandauer Wilhelmstadt

Wie schon Silvester 2010/2011 und 2014/2015 habe ich auch beim letzten Jahreswechsel die GoPro mitlaufen lassen und dabei Zeitrafferaufnahmen gemacht. Und ebenso wie auch bei den vorherigen Versuchen zeigte sich der Trend zu immer weniger Böllerei. Allerdings war es dieses Jahr – und das hörte man auch von anderen Leuten – wesentlich lauter als in den Jahren zuvor. Akkustisch dachte man hier in der Spandauer Wilhelmstadt, das mindestens der dritte Weltkrieg zum Ausbruch gekommen ist, etliche Böller klangen wie Maschinengewehrsalven, manche sogar wie größere Geschütze und zuweilen wackelte das gesamte Haus. 😯 (mehr …)

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Ra(n)dnotizen #71

Neues Jahr, neues Recht. Wie so oft, gibt es auch verkehrsrechtlich zum Januar neue Regelungen, von denen eine wirklich sinnvoll ist, die andere aber eher als Rohrkrepierer zu bezeichnen sein dürfte. Was ändert sich also? Zunächst dürfen ab sofort Eltern ihre Kleinkinder auf beim Gehwegradeln begleiten. Soll heißen, sie müssen nicht mehr auf der Straße bleiben, während Junior auf dem Gehweg fahren muss, sie dürfen jetzt ebenfalls auf den Gehweg. Fein. Völlig panne hingegen ist ein Zusatzschild, das es jetzt für (geeignete) benutzungspflichtige Radwege geben soll. Dieses soll die Benutzungs des Radweges für E-Bikes freigeben.

Ob diese „Freigabe“ auf einen Radweg zutrifft, wird an einem Schild mit der Aufschrift „E-Bike frei“ erkennbar sein. Auch hier die Einschränkung: Mit E-Bikes sind lediglich die gemeint, die nur bis 25 km/h unterstützen. Speed-Pedelecs mit Tretunterstützung bis 40 km/h werden in der StVo nicht mehr als Fährräder, sondern als Kraftfahrzeuge betrachtet.

Kurzum: es ändert sich kaum etwas, denn neu ist lediglich, das jetzt rein elektrisch angetriebene Räder auf den Radweg dürfen. Aber die sind in freier Wildbahn so gut wie nie anzutreffen. (mehr …)

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Schauinsland in Bad Saarow: Der Aussichtsturm Rauener Berge

Vor einiger Zeit waren wir bei Bad Saarow unterwegs, um dort den Aussichtsturm Rauener Berge zu besuchen. Immerhin sind Aussichtstürme rund um Berlin nicht wirklich reichlich zu finden und der in den Rauener Bergen war quasi der letzte, den wir noch nicht besucht hatten.

Den Weg vom geplanten Parkplatz zum Turm und zurück hatte ich ganz genau geplant, dieser Plan jedoch zerfiel dann ganz flugs, als der geplante Parkplatz nicht verfügbar war. Und dann kam, nachdem wir endlich einen Pakplatz gefunden hatten, ein weiteres Problem hinzu. Ich hatte das GPS zu Hause vergessen und somit weder Karte noch Track am Start. Und mobiles Internet ist in der brandenburgischen Pampa selbstredend ein Fremdwort. (mehr …)

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Ra(n)dnotizen #70

Erst vorletzte Woche war ja der Bund der Steuerzahler Thema, der die Einrichtung von Radverkehrszählern als überteuerten Schnickschnack bezeichnete. Der Eindruck drängte sich auf, dass der BdSt hier aktiv gegen den Radverkehr vorgehen möchte. Nun drängt sich dieser Eindruck auch in Niedersachsen auf, wo der BdSt jede Menge Stimmung gegen die Radverkehrsförderung macht, und sich dabei dann (absichtlich?) ganz gehörig verrechnet. Wie die taz berichtet, wurden hier mal eben locker 3,7 Millionen Euro zuviel “angemahnt”.

„Der Steuerzahlerbund argumentiert ideologisch“, ärgert sich deshalb der Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Niedersachsen, Dieter Schulz. „Das Auto soll bevorzugt werden.“ Kritik kommt auch von der verkehrspolitischen Sprecherin der Grünen im Landtag in Hannover, Susanne Menge: BdSt-Chef Zentgraf argumentiere nicht „finanztechnisch“, sondern „politisch“, meint auch die Abgeordnete. „Wir geben kein zusätzliches Geld aus, sondern schichten von Straßen auf Radwege um“, sagt sie.

Dabei ist schon erstaunlich, bei welchen Beträgen hierzulande von Verschwendung die Rede ist. Im europäischen Vergleich ist für gewöhnlich von ganz anderen Summen die Rede, die dort dann auch ganz ohne schlechtes Gewissen ausgegeben werden. (mehr …)

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