Ra(n)dnotizen #86

Nicht nur in Deutschland, auch in Österreich wurde neben der Planung und dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur auch die gesetzliche Regelung des Straßenverkehrs in Form der StVO komplett den Bedürfnissen des Autoverkehrs angepasst. Zwar gab es auch dort einige wenige Anpassungen an den Fahrradverkehr, aber die waren eher pseudokosmetischer Natur, ähnlich denen in Deutschland.

Der österreichische Verband Radlobby, der sich als Bundesverband der lokalen Radlerverbände sieht, hat nun einen zehn Punkte umfassenden Forderungskatalog veröffentlicht, der dringend notwendige Änderungen der StVO beinhaltet. Diese Forderungen sollen den Radverkehr deutlich sicherer machen und das Verkehrsmittel Fahrrad den motorisierten Verkehrsmitteln ein Stück weit gleichstellen. (mehr …)

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Schauinsland in Nordsachsen: Der Albertturm Collm

Anfang April war ich mal wieder im Aussichtsturmparadies Sachsen unterwegs, dem Bundesland mit der gefühlt höchsten Aussichtsturmdichte. Dabei wollte ich dann zunächst den Schildbergturm bei Belgern-Schildau erklimmern, der laut Webseite sonntags geöffnet ist. Passte ja, denn an eben einem Sonntag wollte ich dorthin. Dann fand ich aber auf der Webseite des Betreibervereins andere Informationen und rief kurz an. Tatsächlich, neuerdings ist es immer der Samstag, an dem man auf den Turm kann.

Das war ärgerlich, jedoch hatte man einen Tipp für mich: Nicht wirklich weit entfernt in Richtung Oschatz gibt es noch den Albertturm im Wermsdorfer Ortsteil Collm, und der ist rund um die Woche geöffnet, weshalb er stets als “Ausweichaussichtsmöglichkeit” angeboten wird. Also ging es dorthin. (mehr …)

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Ra(n)dnotizen #85

Beginnen wir doch zur Abwechslung mal mit guten Nachrichten, denn genau diese hat es am letzten Donnerstag gegeben. Berlin wird sein Radgesetz bekommen. Zwar nicht exakt in der Form, in der es durch die Initiative Volksentscheid Fahrrad entworfen wurde, dieser Entwurf diente allerdings als Grundlage für die Arbeit einer Dialoggruppe aus Vertretern von Senat, Initiative, ADFC und BUND.

Und genau diese Dialoggruppe hat sich nun darauf geeinigt, das Berlin als bundesweit erstes Land ein eigenes Radgesetz bekommt. Dabei ist geplant, den Radverkehrsanteil in der Umweltzone, also innerhalb des S-Bahnringes auf 30%, in Gesamtberlin auf 20% zu steigern und die Anzahl der Verkehrtoten auf null zu senken. Umgesetzt werden soll das unter anderem durch, wie man auf zeit.de lesen kann, durch verschiedene Maßnahmen. (mehr …)

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Schauinsland im Südharz: Die Burgruine Hohnstein

Neben dem Poppenbergturm führte unser letzter Harztrip auch zur Burgruine Hohnstein. Dort kann man neben einer recht spannenden Burganlage auch ein wenig Aussicht genießen. Und wie schon tags zuvor auf dem Poppenbergturm war es recht diesig, weshalb natürlich kaum Weitsicht gegeben war.

Die Burganlage selbst ist, wie auch andere in den Grundrissen erhaltene Burgen, eine recht spannende Sache, gibt sie doch viel besseren Einblick in den Aufbau als eine komplett erhaltene Burg. Es ist quasi so, als hätte die Burg gläserne Wände und mit etwas Phantasie kann man sich das tägliche Leben im Mittelalter bildlich vor Augen haben. (mehr …)

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Ra(n)dnotizen #84

Fangen wir mit den schlechten Nachrichten an. In Berlin wurde mal wieder ein Radfahrer getötet. Wieder mal bog ein LKW ab, wiedermal fuhr der Fahrer obwohl er nicht alles sah und wieder einmal lag am Ende der Radfahrer tot auf der Straße. Damit wird fast nahtlos an 2016 angeknüpft, wo ganze 17 Radfahrer allein in Berlin getötet wurden.

Wenn man nun aber denkt, es würde sich deshalb etwas ändern, dann irrt man gewaltig. Zwar hat der rot-rot-grüne Senat Kraft seiner Koalitionsvereinbarung versprochen, bis zum März 2017 ein Mobilitätsgesetz auf den Weg zu bringen, das in weiten Teilen das Radgesetz der Initiative Volksentscheid Fahrrad beinhaltet und somit Radfahrer schützen soll. Und der März ist nun vorbei. Einzig die Politik hat nicht geliefert. Grund genug, darüber nachzudenken, ob und wie man auch die Politik haftbar machen kann. Haftbar für die vielen toten Radfahrer. Mit genau diesem Thema befasst sich ein Gastkommentar in der taz. (mehr …)

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Schauinsland im Südharz: Der Poppenbergturm

Demletzt waren wir mal wieder im Harz unterwegs um den einen oder anderen Stempel für die Harzer Wandernadel zu sammeln. Diesmal waren wir in Bad Sachsa, von wo aus wir uns unter anderem auf den Weg nach Netzkater machten. Dort wollten wir zunächst, weil es in der Früh noch regnete, das dort gelegene Schaubergwerk besuchen. Klar, auch wenn es darin mit 8°C recht kühl ist, ist es doch wenigstens verhältnismäßig trocken.

Kaum dort angekommen wurde es aber etwas freundlicher und so beschlossen wir, doch eine Wanderung zu machen. Und da in der Nähe von Netzkater ein Aussichtsturm ist, war schnell klar wohin die Wanderung gehen würde. (mehr …)

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Ra(n)dnotizen #83

Bei Amsterdam gibt es seit einem Jahr ein 70 Meter langes Stück Radweg, das komplett aus Solarzellen besteht und somit nicht nur eine feine und gut befahrbare Oberfläche hat, sondern eben auch gleich noch Strom produziert. Nach diesem ersten Jahr hat man nun resümiert, das der Radweg in Sachen Stromerzeugung eine wirklich gute Performance an den Tag legt.

In den ersten 6 Monaten brachte er ganze 3.000 Kilowattstunden, also den Verbrauch eines Einfamilienhauses, in kompletten ersten Jahr waren es ganze 9.800 Kilowattstunden. Grund genug, auch gleich ein wenig größer zu denken:

Solar- und Radweg-Spezialisten berechneten nun die Kapazität des niederländischen Gesamtwegenetzes. Rund ein Fünftel der 140.000 Kilometer Radwege könnten dort zur Erzeugung des Ökostroms genutzt werden.
„Straßen könnten künftig so auch den Strom produzieren, den Elektroautos, die darauf fahren, verbrauchen”, hatte Projektleiter Sten de Wit schon vor dem Start der Solarroad gehofft.

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