Ra(n)dnotizen #83

Bei Amsterdam gibt es seit einem Jahr ein 70 Meter langes Stück Radweg, das komplett aus Solarzellen besteht und somit nicht nur eine feine und gut befahrbare Oberfläche hat, sondern eben auch gleich noch Strom produziert. Nach diesem ersten Jahr hat man nun resümiert, das der Radweg in Sachen Stromerzeugung eine wirklich gute Performance an den Tag legt.

In den ersten 6 Monaten brachte er ganze 3.000 Kilowattstunden, also den Verbrauch eines Einfamilienhauses, in kompletten ersten Jahr waren es ganze 9.800 Kilowattstunden. Grund genug, auch gleich ein wenig größer zu denken:

Solar- und Radweg-Spezialisten berechneten nun die Kapazität des niederländischen Gesamtwegenetzes. Rund ein Fünftel der 140.000 Kilometer Radwege könnten dort zur Erzeugung des Ökostroms genutzt werden.
„Straßen könnten künftig so auch den Strom produzieren, den Elektroautos, die darauf fahren, verbrauchen”, hatte Projektleiter Sten de Wit schon vor dem Start der Solarroad gehofft.

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Ra(n)dnotizen #82

Na da wurde ja wieder etwas ins Gespräch gebracht, was insbesondere deutschen Autofahrern zu manch Extrasystole gelangt. Rechtsabbiegen für Radler bei Rot. Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, denkt das Bundesverkehrsministerium tatsächlich darüber nach, diese doch recht sinnvolle Einrichtung, die in anderen europäischen Ländern schon jetzt hervorragend funktioniert, auch in Deutschland zuzulassen.

Das Bundesverkehrsministerium prüft nach Informationen der Süddeutschen Zeitung, ob neue Schilder eingeführt werden können, die Radfahrern künftig das Rechtsabbiegen bei Rot an Kreuzungen erlauben. Die Bundesanstalt für Straßenwesen solle die Frage klären, ob eine solche Regelung für die Verkehrssicherheit sinnvoll ist und ob die “Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung” entsprechend geändert werden könne.

Ich persönlich würde ja generell für den so genannten Idaho-Stopp plädieren, bei dem Radler rote Ampeln wie Stoppschilder und Stoppschilder wie Vorfahrt-beachten-Schilder zu beachten haben. Aber jetzt erklär mal dem deutschen Autofahrer, das der Radler etwas darf was ihm verwehrt bleibt. (mehr …)

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Schauinsland in Schradenland: Der Heidebergturm Gröden

Direkt an der Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen steht ein 34 Meter hoher Aussichtsturm. Der Heidebergturm Gröden. Der Aussichtsturm ist ein schicker Holzturm, den man am besten bei einer Wanderung entlang des Grenzsteinwanderweges besucht. Vom Turm aus kann man – gutes Wetter und damit ordentliche Fernsicht vorausgesetzt – die Berge der Oberlausitz und sogar das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig sehen. (mehr …)

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Ra(n)dnotizen #81

Ein Skandal bahnt sich an und das ausgerechnet in der Hauptstadt. Nachdem #R2G nun einen Testprojekt angekündigt hatte, bei dem auf der Frankfurter Allee eine Fahrspur an die Radler gehen soll – ja, ja, Augenwischerei weil nur ein kurzer Abschnitt und nur stadtauswärts – kommt jetzt das “next big thing” auf die Autofahrer zu. Ihnen sollen in Kreuzberg Parkplätze weggenommen werden. Um sie dann, wie gemein, an Fahrradfahrer zu geben.

Der Fahrradbezirk Friedrichshain -Kreuzberg tritt kräftig in die Pedale. Beseelt vom Rückenwind durch die radfreundliche Politik des rot-rot-grünen Senats soll es auf Antrag der bezirklichen Grünen auf dem Kottbusser Damm sowie auf der Zossener Straße Fahrradstreifen geben. Dafür müssten Parkplätze weichen.

Besonders fein an dieser Sache ist, das die entstehenden Fahrradstreifen durch Poller baulich von der Fahrbahn getrennt werden sollen. Damit dürfte dann das übliche Radspurparken wirkungsvoll verhindert werden, was die Sache besonders begrüßenswert macht. (mehr …)

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Schauinsland im Zittauer Gebirge: Der Hochwaldturm bei Oybin

Den Abschluss der Videos aus dem Zittauer Gebirge macht der Hochwaldturm. Auf dem Gipfel des Hochwald, fast direkt an der Grenze zu Tschechien gelegen, steht dieser schone Steinturm mit Zinnen. Obendrein bietet er eine tolle Aussicht über das Zittauer Gebirge. Normalerweise. Denn wir hatten auch hier das zweifelhafte Glück, kaum 10 Meter Sichtweite zu haben.

Dafür bot der Hochwaldturm etwas ganz anderes. Schon unterhalb des Turmes gab es die gewohnt schönen Winterlandschaften, nur durch die Höhenlage ein wenig frostiger. Und oben auf dem Turm kam dann das i-Tüpfelchen: Reichlich bizarre Eisgebilde. Bedingt durch die Kälte und jede Menge Wind auf dem Turm hatten sich ganz tolle Eiskristalle gebildet. Und schon für die hatte sich der Aufstieg gelohnt. 🙂 (mehr …)

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Ra(n)dnotizen #80

Ein ganzes Jahr ist es jetzt schon her, dass in Berlin das erste deutsche Radgesetz vorgelegt wurde.

Am 23. Februar 2016 stellte die Initiative Volksentscheid Fahrrad den Entwurf des ersten Berliner Radverkehrsgesetzes der Presse und der Öffentlichkeit vor, über das seit dem viel diskutiert wird. Innerhalb von nur drei Monaten wurde das Gesetz nach dem ersten deutschen Gesetzes-Hackathon mit 30 Juristen, Verkehrs- und Mobilitätsexperten erarbeitet. Nach bundesweiten Web-2.0-Lesungen, Insider-Tipps von Verwaltungsmitarbeitern und diversen Anhörungen lag das Gesetz Anfang April dem Senat zur Kostenschätzung vor. Die Initiative hat dafür einen Bundesnachhaltigkeitspreis erhalten.

Und tatsächlich spaltet dieser Gesetzentwurf die Szene und die Bevölkerung. Die einen sehen darin den ganz großen Wurf, andere sind eher skeptisch, wieder welche meinen, damit würde der Fahrradverkehr unverhältnismäßig stark bevorzugt, der nächste findet, man müsse da noch mehr fordern. Und der damals zuständige Senator hat es blockiert und damit geschafft, dass es ganz sicher nicht wie geplant im Rahmen der Bundestagswahl 2017 zum Volksentscheid kommt.

Aber es hat insgesamt zu einem Umdenken geführt, nicht nur in Berlin. Viele Kommunen haben seither erkannt, das der Radverkehr durchaus gefördert werden muss und versuchen – mehr oder weniger erfolgreich – die Verkehrswende herbeizuführen. Und somit ist es schon ein recht denkwürdiges Jubiläum. (mehr …)

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Der Aussichtspunkt “Fuchskanzel” bei Lückendorf (Oybin) im Zittauer Gebirge

Ähnlich wie schon bei den Nonnenfelsen hatten wir auch auf dem Aussichtspunkt “Fuchskanzel” keine wirkliche Aussicht. Aber auch hier machte das nicht wirklich etwas aus, denn die Winterlandschaft mit knietiefem Schnee machte das locker wieder wett. Darüber hinaus liegt die Fuchskanzel zwar ganz gut erreichbar, jedoch weit genug außerhalb es Ortes um bei hohen Schneelagen nicht allzu viele Wanderer anzulocken.

So kam es dann auch, das der von uns gewählte Weg – geocachertypisch direkt, als kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten 😉 – von unten auf den Berg hinauf, nur sehr wenige Spuren aufwies. Was einerseits die Orientierung erschwerte, denn der Weg selbst war durch die extreme Hanglage kaum zu erkennen und andererseits das Vorankommen durch den tiefen Schnee recht mühsam machte. (mehr …)

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