Pieces of a puzzle

Oder: Ein Desaster in zwei Akten! 😥

Wir erinnern uns, erst kürzlich habe ich eine selbstgebastelte Backform aus Backpapier getestet, um darin Geokrety aus Schmelzgranulat zu produzieren. Dieser erste Versuch war auch recht vielversprechend und so nahm mein Vorhaben, ein komplettes Puzzle aus Geokrety zu basteln, mehr und mehr Gestalt an. In den Kommentaren zur Produktion des Prototyp wurden mir dann auch gleich mehrere Tipps gegeben, wie sich die Form deutlich einfacher und vor allem wiederverwendbar herstellen lassen könnte.

Ganz konkret war dabei unter anderem die Rede von Kupferfolie bzw. Metallband von der Rolle. Beim Besuch des Bastelladens meines geringsten Mißtrauens fand ich dann etwas, das wirklich toll klang: Aluminiumformstreifen. Diese Streifen sind recht gut biegbar und für exakt den Zweck gedacht, für den ich sie brauchte. Also kaufte ich ein paar Meter davon und legte los. Die Form war relativ schnell gebaut, wirkte aber nicht sonderlich stabil. Darüber hinaus lag sie nicht wirklich glatt auf dem Boden auf, so das ich sie vor dem Befüllen mit Schmelzgranulat beschweren mußte.

Aluminiumformstreifenform Befüllen der Form Fertig befüllte Form Nach dem Backen...

Das fertig gebackene Puzzle sah zunächst auch wirklich toll aus. Leider hielt die Freude nur wenige Augenblicke, denn nicht nur das trotz Beschwerung einiges an Schmelzgranulat unter der Form durchgelaufen war und sich dort teileübergreifend verbunden hatte, auch die nunmehr sehr stabile Form des Gesamtgebildes machte ein Lösen der einzelnen Teile aus der Form unmöglich. Die Teile zerbrachen ganz einfach. Versuch 1 endete somit desaströs.

Also griff ich auf die ursprüngliche Idee zurück. Der Gedanke dahinter war, das schon durch die einzelnen Kammern einer Backpapierform ganz wirkungsvoll verhindert werden kann, das sich das Schmelzgranulat der einzelnen teile miteinander verbindet. Darüber hinaus versprach ich mir davon die Möglichkeit, auch recht fest zusammenklebende Teile eben durch das dazwischen befindliche Papier recht einfach getrennt zu bekommen. Und so schnappte ich mir wieder Backpapier, schere und Klebstoff und legte los.

Aufbau der Papierform Fertige Backpapierform Befüllte Backpapierform Fertig gebacken...

Leider zeigte sich hier schon beim Backen eine heftige Blasenbildung. Beim Prototypen hatte ich noch angenommen, das dies der etwas zu hohen Temperatur im Backofen geschuldet wäre. Was es aber nicht war, denn bei den KretyCoins war es ja gerade die höhere Temperatur die die Blasen verhindert hatte. Der Klebstoff war schuld. Er verkochte und erzeugte dabei die Blasen. Da konnte man jedoch drüber hinwegsehen, Selbstgebasteltes ist selten perfekt und kleinere Schönheitsfehler sind durchaus erlaubt. Allerdings stellte sich dann heraus, das es völlig egal war ob da nun hunderte oder tausende Blasen in den Puzzleteilen waren. Beim Versuch die teile voneinander zu trennen zerbrachen sie nämlich wieder, womit dann also auch Versuch 2 ein desaströses Ende nahm.

Damit konnte ich also das „Projekt Schmelzgranulatpuzzlegeokrety“ endgültig begraben. Ein anderer Vorschlag, das ganze am Stück zu backen und dann zu zersägen kommt nicht in Frage. Zu schwierig wäre es dabei, die Inlays genau zu platzieren und vor allem wäre dann an die farbliche Trennung der einzelnen Teile kaum zu denken. Lediglich als Anhänger ohne eingearbeitete Trackingnummer kämen die dann in Frage. Und genau das geht auch anders. Da ja nun schon die Trackingnummern vorhanden waren und mir auf die Rasche keine andere Verwendung dafür einfiel, haben wir eben schnell ein echtes Puzzle besorgt und dessen Einzelteile gehen nun auf Reisen.

Kaufpuzzle Frisch gelocht... Puzzlegeokrety Eingetütet um vor Nässe zu schützen

Das ist zwar von der ursprünglichen Idee meilenweit entfernt, aber besser als gar nichts… 😎

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

2 thoughts to “Pieces of a puzzle”

  1. hallo schrottie, warum nimmst du nicht Backförmchen???
    Gibt es nicht auch solche MetallBackformDinger als Puzzleteil!! Guck mal bei einem Depot oder sonstigen Dekoladen nach.

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