PMOC – Ein Experiment

Immer wieder kommt auf allen Kanälen die Diskussion rund um so genannte Premium Member Only Caches auf. Diese Caches, gelistet auf geocaching.com, sind lediglich für zahlende Kunden der Firma Groundspeak sichtbar. Nicht das die jetzt speziell von Groundspeak gelegt sind und deshalb „verkauft“ werden, diesen Status kann jeder vergeben. Zumindest dann, wenn er selbst zahlender Kunde ist. Nun entbrennt eben zuweilen immer wieder Streit, von einer Zweiklassengesellschaft ist gar die Rede. Aber wirklich brauchbare Gründe, warum ein Cache nun vor normalen Mitgliedern verborgen bleiben soll, kann niemand so richtig liefern. Im Grunde gibt es drei wirklich häufige Begründungen:

  1. Senken der Besucherfrequenz
  2. Verhindern von Zerstörung und/oder Diebstahl
  3. Verhindern des Erscheinens auf den Cachekarten von geocaching.de

Die Gründe 1 und 2 sind für mich nicht wirklich nachvollziehbar, der dritte Grund hingegen war bisher zumindest in Teilen akzeptabel. Aber beleuchten wir einfach mal die Gründe im Einzelnen:

Senken der Besucherfrequenz

Oftmals kommt das Argument: „Seit ich den Cache auf PMO umgestellt habe, wird er deutlich seltener gesucht. Das ist der Beweis!“ „Albern!“, sage hingegen ich. Das Problem bei diesem vorgeblichen Beweis ist, das der Cachestatus eben erst irgendwann umgestellt wurde. Das Gros der lokalen Geocacher ist also schon durch und mit oder ohne PMO wird nun die Besucherfrequenz sinken. Dies nun als Beweis anzuführen ist albern.

Verhindern von Zerstörung und/oder Diebstahl

Fedora hat es im Trollforum Geoclub einst mit wenigen Worten ganz genau auf den Punkt gebracht:

Mal abgesehen davon, dass das jeder selbst wissen muss, wie er seinen Cache listet und sich die Nachfrage deshalb schon erübrigt, möchte ich doch darauf hinweisen, dass grobmotorische Verhaltensweisen beim Erwerb der Mitgliedschaft nicht zwangsabgelegt werden und auch niemand einen Nichtgrobmotoriker-Nachweis erbringen muss, um diese zu erlangen, insofern ist der Glaube man könne damit Caches schützen in etwa so sinnfrei wie das Abschaffen von „Killerspielen“ zur Verhinderung von Straftaten. Wie gesagt, macht was ihr wollt, aber begründet’s doch vorzugsweise nicht mit solchem Unfug…

[Quelle: geoclub.de]

Recht hat sie! Ich denke mal, dem ist soweit nichts weiter hinzuzufügen.

Verhindern des Erscheinens auf den Cachekarten von geocaching.de

Nunja, wenn man die Karten von geocaching.com aufruft, dann hat man bei bestimmten Zoomleveln auch als nicht eingeloggter Benutzer die PMO Caches auf dem Schirm. Damit wäre die Karte bei GC also die gefährlichere von beiden. Warum aber will man das Erscheinen eines Caches auf einer Karte verhindern? Liegt der Cache unerlaubt auf Privatgrund? Vermutlich, denn ein legaler Cache muss schließlich nicht versteckt werden und allein der Blick auf die Karte zeigt noch lange nicht seinen exakten Standort.

Achja, zum Thema Karten bei geocaching.de: Dieses Argument ist inzwischen sowieso komplett hinfällig, nur scheinen es diejenigen die ihre „ach so geheimen Dosen“ von dieser Karte fernhalten wollen noch immer nicht geschnallt zu haben – diese Karte gibt es gar nicht mehr. Huch! Damit ist ja auch dieses Argument entkräftet.

Aber gut, soweit ist das ja bis auf die nunmehr entkräftete dritte These alles graue Theorie. Also habe ich mir die Mühe gemacht, zwei identische Dosen zu legen. Identisch in Form und Farbe, identisch in Versteckart, dafür aber mit dem kleinen Unterschied das eine als PMO gelistet wurde und die andere nicht. So sehen die Döselken aus:

Beide Dosen pappen an identischen Schilder. Beide Dosen befinden sich an der Heerstraße, beide Dosen sind über die Nebenfahrbahn erreichbar, beide Dosen sind ungefähr gleich weit von der Hauptzufahrtstraße zum Gästeblock des Berliner Olympiastadions entfernt.

Das Los entschied, welche der beiden Dosen zum PMO wird und sie wurden gelistet: GC353HE und GC353HF. Wunschgemäß zur gleichen Zeit wurden beide Dosen veröffentlicht und ich war mir recht sicher, das prompt jemand losziehen wird. Ein kleiner Schreck kam dann am nächsten Morgen, als ich eines der FTF-Logs las:

Schnell zu Fuss hin, Dose raus und geloggt und erst dann gemerkt, dass in dem dunklen Auto daneben bulgarische Muggel sitzen. Habe gehofft, dass ich die Dose weiter reichen kann aber als niemand erschien, musste ich sie zurück legen – Kind zu Hause war schon wach:( Hoffe den Cache dadurch nicht verdorben zu haben:(

[Quelle: geocaching.com]

Sollte da die erste Dose schon hinüber sein? Und das ausgerechnet die PMO-Dose, die ja nur von denen gesucht wird, die so besonders sorgsam mit den Caches umgehen, die sich vergewissern das sie unbeobachtet loggen, die besseren Cacher eben? Aber nein, noch am gleichen Tag kamen Fundlogs rein, die Dose lebte also weiter. Nun hatte ich stets ein Auge auf die Fundzahlen und durfte dabei feststellen, das der PMOC nur unwesentlich weniger gesucht und gefunden wurde als der herkömmliche Cache. Im Grunde hätte ich fast genau dieses Verhältnis auch so vorhergesagt. Allerdings liegen die Dosen noch keine ganze Woche, weshalb die Zahlen noch nicht sehr aussagekräftig sind.

Jetzt wird das Bild allerdings ein wenig verfälscht, denn ich habe den PMOC gerade vorläufig deaktiviert. Er wurde gemuggelt… :w00t:

P.S. Ja, ich werde die Sache weiter verfolgen und gegen Ende des Jahres umfangreiche Zahlen dazu veröffentlichen. Eines steht jedoch fest: Der Status PMO dient keinesfalls dem Schutz eines Caches, wer das wirklich glaubt, der lügt sich selbst die Taschen voll. Selbst im Support von geocaching.de/opencaching.de kommen immer mal wieder Beschwerden über PMOC rein – entweder wurden die über die Karte von geocaching.com entdeckt, die Beschwerdemail der deutschen Sprache wegen fälschlicherweise jedoch an geocaching.de geschickt, oder es wurden schlicht und ergreifend Cacher beobachtet. Denn auch Premium Mitglieder sind nur Menschen, einen Cache deshalb auf sie zu beschränken schützt ihn vor genau gar nichts. Und da es, wie bereits erwähnt, auch die Karten bei geocaching.de nicht mehr gibt, frage ich mich ernsthaft ob es denn überhaupt noch einen wirklich glaubwürdigen Grund für PMOC geben kann. Mir fällt nämlich kein einziger ein…

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

14 thoughts to “PMOC – Ein Experiment”

  1. Das die Auditlogs anlasstiftend dafür sind, einen Cache zum PMO zu machen, wird ja von der PMO-Fraktion vehement bis militant bestritten. Klar, dieser Verdacht liegt nahe, aber im Zweifel für den Angeklagten… 😎

  2. Ich hab einen Cache als PMO gelistet, weil ich verhindern will, dass irgendwelche Smartphonecacher, die „diese seltsame App“ mal „ausprobieren“ wollen, sich sonst aber überhaupt nicht mit Geocaching auseinandersetzen, diese Dose suchen, einfach weil ich verhindern will, dass sie von so einem einfach mitgenommen wird. Die Dose ist nämlich etwas spezielles und war auch nicht ganz billig.

  3. Als Basic-Member mag ich im Hinblick auf die PMO-Caches möglicherweise befangen sein. Aber wenn der PMO-Status vor Zerstörung schützen soll, dann frage mich schon, warum Basic-Member eher als potentielle Cache-Zerstörer angesehen werden. Auch der Smartphonecacher als solcher ist sicher kein Ungeheuer.

    Es wird oft empfohlen, vor dem Legen von Caches selbst erst mal einige Erfahrung zu sammeln. Vielleicht müsste das auch der Ansatz für den Schutz von zerstörungsanfälligen Caches sein. Groundspeak hebt ja seit neuestem einsteigergeeignete Caches in den Suchergebnissen hervor. Vielleicht sollten sie als Ergänzung dazu auch die Möglichkeit bieten, schutzwürdige Caches vor unerfahrenen Cachern mit geringen Fundzahlen zu verbergen.

  4. Interessanter Beitrag… Ich frage mich immer wieder warum es Premium Caches gibt… Was unterscheidet sie von den Basic??? Nur das Geld was sie bezahlt haben. Aber alles andere ist doch von Cacher zu Cacher unterschiedlich…

    Vielmehr würde es sinn machen Caches ab einer bestimmten „Found it“ anzahl finden bzw logen zu können. Den wenn ein Cache in einer empfindlichen Umgebung liegt ist es besser dort erfahrenere Cacher hin zu schicken als Einsteiger die evtl noch mitm Sparten los ziehen, weil dort liegt ja ein Schatz und einen Schatz buddelt man ja aus…

    Greetz

  5. Ruhig Brauner…. :silly:

    Generell sind alles Cacher gleich schlimm, ob nun PMO oder BM.

    Alle haben auch gleich angefangen. Gut, der eine mehr, der andere weniger.
    Es kommt halt drauf an, wie man mit Geocaching in Verbindung kommt und wie man sich mit der Materie auseinandersetzt.
    Ich bin zufällig drauf gestoßen als ich für mein geschenkt bekommenes GPS-Gerät, welches schon fast 2 Jahre vor sich her staubte :angel:, eine Karte gesucht habe. Bin dabei auf dieses GeoCatching 🙄 gestoßen. Habe mich erstmal eingelesen(!) und auch mit Gepflogenheiten auseinandergesetzt. Bestimmt habe ich auch viele Fehler derzeit gemacht, keine Frage. Ebenso habe ich vor dem ersten Legen, brav die Worte der Community respektiert und meinen 100. Fund abgewartet.
    Das war auch sehr lehrreich. Hier ist auch das Wort ´Respekt´ ein Schlüsselwort.

    Man nehme nun einen beliebigen Smartphone-Nutzer, der noch nie von GC gehört hat und beim stöbern in den AppsLäden, ein GC-kompatibles Programm findet.
    Vielleicht auch sogar kostenlos :cheerfull:. Er denkt sich, „Hört sich interessant an, probiere ich mal aus“ Er macht sich keine weiteren Gedanken darüber, zieht mal los, wird fündig, begeht Kardinalsfehler und verbrennt gleich eine schöne Dose :pinch:. Und JA, irgendeine Dose wird halt zuerst gefunden, ob nun schön oder billig. Es könnte Deine sein, oder Deine, oder meine oder von irgendwem anderes.
    Ich lese hin und wieder Logs bei meiner Dose von Newbies, wo ich wirklich wartete, gleich einen DNF danach zu bekommen. Die berühmten „meine erste Dose“ gepaart mit einen CacherNamen der nach Jung und MirDochEgal ausschaut.
    SPÄTER können sich diese Leuten ändern, ganz klar. Blut geleckt, dann nach 3 Funden das ganze als Ernst angesehen,eingelesen und Willkommen in der Community :heart:

    Dieses Szenario kann man auf viele, ähnliche Personen und Geräte (auch das normale WanderGPS, AutoNavi, etc) projezieren.
    Letztendlich läuft es auf eine entsprechende Art hinaus. Anfänger, nicht vorher informiert, einfach druff, denken vielleicht auch eine Firma legt die Dosen extra aus…
    Es muss natürlich NICHT so enden, passiert aber leider tagtäglich und nimmt zu. Gerade viele Jugendliche bekommen mittlerweile mit ? 12 ? ihr erstes Handy mit GPS. Jung, unbefangen und auf der Suche nach Fun.

    DAS sind so Gründe, aus welchen ich das Hobby nicht leichtsinnig rausposaune -von wegen „egal, kennt doch eh schon jeder“, „kann man nicht verhindern“- sondern es -wie damals- als eher „Geheimes Hobby“ hege. Lieber die restliche Bevölkerung bekommt davon aus erster Hand mit und wird dabei richtig eingeweiht, eingearbeitet und belehrt.
    So denke ich dann auch über die PMOs, die gerade diese 1x-Ausprobieren-Sucher von den dosen fernhalten. Sicher gäbe es andere Möglichkeiten, wie z.B. auch für BMs nach 10 Funden sichtbar. Aber das ist ein anderes Thema

    Ich denke auch, wer lange beim Cachen ist, wird sich vor der PM mit ganzen ~15€/Jahr (!) nicht drücken. Davon werden ja auch u.A. die Server bezahlt.
    Da sind andere Hobbys ganz schnell, viel teurer und man unterstützt ALLE anderen Cacher. Ja gut, es gibt noch OpenCaching etc. Bla bla bla :getlost::happy:

    So… weit am eigentlichen Geschreibsel aufgezogen und einmal die große Hafenrundfahrt gemacht.
    sollte nur n 2-Zeiler werden :blush::roll:
    Hoffe ich konnte vielleicht ein paar Augen öffnen und Diskusionen vermeiden.

    MfG, PaladinHH

    >> Wer Rechtschreibfehler findet… Ihr wisst schon 😉 <<

  6. Seitdem wir unsere etwa 40 aktiven eigenen Caches auf PMO umgestellt haben, hat sich der Wartungsaufwand wieder auf das übliche Maß eingependelt. D. h. regelmäßig die vollen Logbücher wechseln.

    Seit Frühjahr diesen Jahres mussten wir zu manchen Dosen 1 bis 2 Mal im Monat ausrücken um sie zu ersetzen weil sie geklaut waren, beschädigte Dosen auszutauschen, sie wieder normal verstecken, Wasser entfernen, nasse und/oder beschädigte Logbücher wechseln oder nur einfach den Müll rausräumen.

    Und noch etwas ist passiert, die Qualität der Logeinträge ist wieder gestiegen.

    Alles in Allem nur Positives.

    In diesem Sinne.

    PMO

  7. So. nochmal die Kurzform :blush:
    Es geht hier nicht um „weil ich dafür bezahle“ sondern um eben Leute vom Suchen abzuhalten, welche es „nur mal so“ ausprobieren wollen.
    Das können die ruhig mit irgendwelchen Dosen machen.
    Klar kann man auch jedes System übergehen. <– anderes Thema
    Und Nein, meine Dose ist -trotz PM- nicht PMOC.
    An alle die noch keine PMs sind, überlegt es Euch. Ihr müsst ja nicht, unterstütz aber Groundspeak und alle GC.com-Nutzer und bekommt ein paar nette Features wie z.B. die PQs -Schleichwerbung Ende- 😉

    1. @hupfer: Du hast das Zauberwort benutzt – umgestellt. Klar, und das schrieb ich ja oben auch, geht irgendwann der Besucherstrom zurück und dann sinkt auch der Wartungsaufwand wieder. Das ist vollkommen normal. Und das dabei dann auch, zumindest gefühlt, die Logqualität steigt, ist ebenso normal, denn die lokalen/regionalen Punktejäger mit den für sie typischen Kurzlogs sind bereits durch. Danach umstellen gibt dann eben auch das gefühl, das die „Besserung“ dem neuen Status geschuldet wäre.

      @PaladinHH: Wer meint, mit PMO irgendwelche Smartphonecacher abzuhalten, der irrt gewaltig. Denn gerade am Smartphone ist neben der App auch schnell mal das 3-Monats-Paket für 10 € gebucht. Insbesondere die iPhone-Besitzer sind es schließlich gewohnt für jedes bisschen ein paar Dollar abzulatzen und so hat man gerade unter den oft gescholtenen Eifonkäschern weitgehend PMs. Und damit gehen die dann auch auf den PMOC los. Darüber hinaus ist es ja eben auch so, das auch Grobmotoriker und Vollhonks die Premiummitgliedschaft erwerben dürfen. Und wer ist es denn, der am unvorsichtigsten mit Caches und/oder Location umgeht? Richtig, der Powercacher der nur eilig den Punkt abgreifen will. Und der ist zumeist ebenfalls PM, denn als Basismitglied ganz schnell ganz viele „Punkte“ machen geht nunmal nicht.

      Übrigens: Groundspeak macht den meisten Umsatz mit Trackingcodes, die PM-„Beiträge“ sind da nur ein netter Nebenerwerb. Ebensopwenig sind sie nötig um irgendwelchen Serverbetrieb aufrecht zu erhalten. Wäre dem so, würden da auch schnelle und zuverlässige Server laufen. Ach ja, und ich selbst bin auch PM, deswegen ist Schleichwerbung nicht nötig. Ich bin von den anderen Plattformen halt einen gewissen Komfort (PQs, Notifications und so manches mehr) gewohnt, das ich bei GC zwangsläufig PM sein muss, um dort ebenfalls in den Genuß solcher – woanders selbstverständlicher – Features zu kommen. 😎

  8. Anfänger (mit Smartphones) ausschließen zu wollen ist keine gute Idee. Es verlagert das „Problem“ nur auf die anderen Dosen und letztendlich müssten dann alle Dosen PMOC werden, was bedeuten würde, daß Anfänger, die ja seltsamerweise keine 30 US$ zahlen können, überhaupt keine Caches mehr finden können.
    Damit würde die PM zum „Normalzustand“ und PMOC wirkungslos.
    Manchmal wünsche ich mir die Zeiten zurück, als PMOC in .de unerwünscht waren. Und auch die „Anti-PMOC“ hätten eine gute Sache sein können, wenn die ALR „darf nur von denen geloggt werden, die keinen PMOC versteckt haben“ gewesen wäre.
    Die PMOC-Option dient zum Schutz von wiederholt absichtlich gemuggelten Caches und nicht dazu, Caches vor Anfängern zu verbergen oder illegale Dosen vor Behörden zu „schützen“.

  9. Ich denke auch nicht, dass PMO-Caches Smartphonecacher abhalten können. Demletzt hatte ich einen sehr netten Kontakt mit einem (damals) Einsteiger, der sich gleich als dritten Cache an einen Nachtmulti von mir gewagt hat und dabei einiges falsch gemacht hat. 🙂
    Der hatte sich auch sofort die PM gekauft, weil er an die gpx-Dateien kommen wollte. Also Newbies hält man damit nicht ab.
    Dann hatte ich demletzt das Vergnügen einen Iphonebesitzer dabei zu erleben, wie er sich eine Geocaching-App herunterlud. Im Gegensatz zu Android scheint dort ja tatsächlich nix kostenfreies im Store zu sein. Und wenn ich ohnehin schon Geld für die App ausgebe, dann ist eine PM auch noch schnell gekauft, wenn sie von der App entsprechend beworben wird
    wird sie das eigentlich? Mir kommt kein Apple-Produkt ins Haus, daher keine Erfahrung.
    Aus dem gleichen Grund, warum ich ein freies Betriebsystem nutze (ausser auf Arbeit 🙂 ) sind fast alle Caches von mir auch bei OC gelistet. Denn ich bin der Meinung, dass der Zugang zu unserem Hobby frei sein soll und GC nicht mit dem Verwalten der Arbeit anderer Leute Geld verdienen sollte. Wenn die Lackeys selber losziehen und grandiose Dosen verstecken, dürfen sie gerne Eintritt dafür verlangen, aber der Installations- und Wartungsaufwand liegt ja bei den ownern.
    Bleibt noch die Frage: Wie hält man sich Grobmotoriker und Einstieger von den Dosen fern? Eine Möglichkeit wäre, ein Rätsel vorzuschalten, womit man sich wieder bei der Fraktion der Myst-Hasser unbeliebt macht. Ausserdem freut man sich z.B. auf Dienstreise ja auch eher über einen schnellen (aber guten) Tradi auf dem Weg als über ein Gebiet voller Fragezeichen.
    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich in meiner Anfangszeit mit Peilen überhaupt nix anfangen konnte und ich da wohl nicht der einzige war.
    Ich würde also gerne mal folgendes Experiment sehen:
    Die zwei Filmdosen wieder an ähnlichen Verstecken. Die eine als einfacher Tradi und die zweite als Minimulti mit einer kurzen Peilung. (Gehe an folgende Koordinaten und Peile 100 Meter in y Grad)
    Ich würde wetten, dass die zweite Dose länger lebt und seltener gefunden wird.

  10. Das eigentliche Problem sind doch die zahlreichen Power- und Statistikcacher, die sowieso alle Premium Member sind.

    Sie treten meist im Rudel auf und müssen jeden Punkt machen. Einer findet die Dose und der letzte legt sie wieder zurück, wo er meint dass sie am besten versteckt ist. „Aber jetzt schnell weiter, wir haben heute ja noch 50 Dosen auf dem Programm.“

    Als Log kommt dann ein Copy&Paste-Text, der mit diesem Cache überhaupt nichts zu tun hat, sondern nur ein Schulterklopfen ans Team, wieviele Dosen denn heute gefunden wurden.

    Gerade deshalb müsste es eine Möglichkeit geben, seine Dosen vor PMs zu schützen und das Listing am besten auf „Basic-Member-Only“ zu setzen.

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