Pogo und Party

Jaja, ich werde zu alt für diesen Kram. Eindeutig zu alt. Aber erstmal das Wichtigste: Es war endgeil beim W, endlich mal wieder richtig was auf die Ohren, Rock von Feinsten in einer Lautstärke die selbst das abgehärteste Trommelfell zum platzen bringen kann.

Wie ja gstern erwähnt war im nebst Logistikblogger beim W in der Berliner Columbiahalle. Anders als bei Onkelzkonzerten im Velodrom hatte die Fangemeinde hier zwar keine Möglichkeit bei heftiger Akkustik in Sprechgesänge zu verfallen, allein diverse Polizeisperren verhinderten allzu große Ansammlungen, aber das tat der Stimmung im Vorfeld keinen Abbruch.

Wir alten Herren waren nun verwegen genug uns mal eben mittig im Saal ganz nahe der Bühne zu positionieren. Wenn schon Rockkonzert, dann Hexenkessel und Pogo. Die Zeit des Beginns rückte immer näher und um uns herum wurde es enger, lauter und stickiger. So muß das sein! So macht das Freude. Und endlich tauchte eine Gestalt auf der Bühne auf, die sich als Stephan Weidner zu erkennen gab und zunächst den Supportact, D-A-D ansagte. Los ging es.

Schade auch, ich hatte zunächst darauf verzichtet eine Kompaktkamera mitzunehmen, da schon auf den Tickets stand das man eigentlich nichtmal ein Handy mitbringen darf. Bei der Masse an Digikams die vor Ort waren, wurde ich dann schon etwas neidisch. Aber egal, das Handy tut es zur Not ja auch.

D-A-D rockten ordentlich das Haus, vom Publikum mit einer, leider üblichen, Mischung aus echtem Interesse und totaler Abneigung. Aber ich habe schon schlimmeres erlebt, im Großen und Ganzen wurden die Jungs aus Dänemark echt gut angenommen und haben die Stimmung schon ordentlich angeheizt.

Nachdem die Dänen ihr Set runtergespielt hatten kam die tote Phase eines jeden Konzertes, die Umbaupause.

Einige der Besucher schienen nicht ganz bemerkt zu haben das sie nicht beim Onkelzkonzert sind und stimmten die dort üblichen „Mexiko“-Gesänge an. Dann wieder wurde von den Massen deren Meinugn über die Toten Hosen skandiert, eine Meinung die ich vollinhaltlich teile aber hier nicht wiedergebe, denn „Scheiße sagt man nicht, weil davon die Bildung in den Arsch geht“. 😉

Tja, und dann stand er endlich auf der Bühne und begann das Haus zu rocken: Der W!

Der Pogo ging richtig los und wir durften feststellen, das wir nicht mehr die allerjüngsten sind. Soviel Bewegung ist im hohen Alter nicht gut und so verkrümelten wir uns dann doch lieber auf die Empore, wo statt Pogo eher Polka angesagt war, denn dort lungerten vorrangig die älteren Semester herum und die Gefahr gebrochener Nasen war deutlich geringer als in den Massen unten.

Neben bekannten Titeln aus seinem Album spielte der W auch einiges Neues, durch die Bank weg extrem mögiger Rock, so das das nächste Album schon fest auf dem Einkaufszettel gebucht ist. Die Stimmung in der Halle hielt sich über die komplette Distanz irgendwo zwischen Extase und Orgasmus und die Massen feierten den W als wenn es kein Morgen gäbe. Endgeil!

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

3 thoughts to “Pogo und Party”

  1. Oh Gott wie ich Dich drum beneide!!!!
    Schon die Onkelz wollte ich immer Live erleben, war aber zu jung und durfte nicht und dann hörten sie auf. 😡
    Hört sich auf jeden Fall Endgeil an Dein Bericht!

  2. vielen lieben dank an dich schrottie und mein zukünftiges ehemännchen den logistikblogger für´s aufpassen beim konzert :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

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