Polizeieinsatz beim Nachtcache

Das es unter Geocachern etliche Leuchten gibt, die ihre Dosen so verstecken das sie von Zufallsfindern für USBV gehalten werden und deshalb größere Polizeieinsätze ausgelöst werden, ist ja nun hinlänglich bekannt und geht auch regelmäßig durch die Presse. Das eigentlich jedem klar sein sollte, das man in der großen Stadt eben schon genauer darüber nachdenken muss, ob die ach so tolle Cacheidee nicht draußen auf dem Lande besser aufgehoben ist, steht eben außer Frage, aber darum soll es hier auch nicht gehen. Denn diesmal geht es nicht um einen Polizeieinsatz durch „tolle“ Dosen, sondern durch „düstere Gestalten im Stadtpark„.

Aber was war geschehen?

Gestern Abend fand das monatliche Newbie-Event (OC6E6B) statt, bei dem mic@ jeweils am ersten Mittwoch des Monats Neulinge in die Geheimnisse des Geocaching einweiht, deren Fragen beantwortet, Tipps gibt und dabei auch gleich einen Nachtcache mit ihnen angeht. Und um das Eventjahr 2010 einzuläuten war ich gleich mal mit dabei. So zogen nun drei „alte Hasen“ zusammen mit einem Newbie durch eine brave und vor allem vornehme Berliner Villengegend und suchten nach einer Dose (OC9030/GC1YA1F).

Dabei kamen, logisch bei einem Nachtcache, auch Taschenlampen zum Einsatz. Und während wir so durch die Gegend wanderten, wurde selbstredend dem Newbie erklärt, das man gerade in bewohnten Gebieten sehr vorsichtig und wohldosiert die Taschenlampe einsetzen sollte um nicht aufzufallen. Schließlich könnte ja jemand auf die Idee kommen, das da Einbrecher unterwegs seien und die Polizei rufen. Es kam dann wie es kommen musste. Zu deutlich demonstrierten wir, wie die Taschenlampe eben nicht zu verwenden ist und plötzlich blickten wir in ein Paar Autoscheinwerfer.

Und wurden von der Berliner Polizei begrüßt. 😮

Glücklicherweise ließen die Beamten mit sich reden und so konnten wir unser Treiben erklären, nicht zuletzt weil wir auch gerade neben einem Reflektor standen, an dem dann demonstriert werden konnte, wofür trotz der Helle der Winternacht die Taschenlampen notwendig waren. Schmunzelnd nahmen sie unsere Erklärung an und ließen uns dann weitermachen. Unserer Einladung zum gemeinsamen Weitercachen kamen die beiden dann aber nicht nach.

Aber gut, so zeigte diese Nummer doch, das unsere Warnungen nicht nur so dahergeredet waren, sondern wirklich ernstzunehmen sind. Wie wir von den Polizisten (in Zivil) übrigens erfuhren, hatten tatsächlich ein paar Anwohner bemerkt wie ein paar dunkle Gestalten mit Taschenlampen durch die Gegend streiften und uns als potenzielle Einbrecher der Polizei gemeldet, die diesem Hinweis selbstverständlich nachgehen musste.

NC-Minicacherudel

Das obligatorische Rudelfoto gab es dann selbstredend auch noch. Es aufzunehmen war übrigens gar nicht so einfach, denn ich hatte kein Stativ dabei und so mussten wir uns mit einem Zaunpfahl behelfen. Dummerweise war der höchste verfügbare Zaunpfahl der auch genutzt werden konnte gerade mal 40 Zentimeter hoch und auch recht schmal, so das es sich dann zum Geschicklichkeitsspiel entwickelte, die Kamera darauf zu positionieren ohne das sie gleich abstürzt.

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

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