Radeln im Rheinsberger Land: Rundfahrt südlich des Stechlin

Die Radtour von Zechlinerhütte in Richtung Neuruppin führte ja zuweilen über eine stark befahrene Bundesstraße. Das ist nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, weshalb wir uns in dieser Gegend noch einmal nach einer Runde umsahen, die uns über etwas ruhigere Straßen führen sollte.

Ein Blick auf die Karte ließ uns fündig werden, es sollte wieder Richtung Kagar, dann aber in West-Ost-Richtung nach Menz und auf dem Stechlinsee-Radweg wieder zurück nach Rheinsberg gehen. Und bis auf eine klitzekleine Kleinigkeit klappte das dann auch so…

Mit dem Rad im Rheinsberger Land unterwegs…

Von Zechlinerhütte ging es also den gewohnte Waldweg nach Kagar und Kagar-Ausbau, anschließend auf dem Bahntrassenradweg weiter Richtung Rheinsberg. Diesen Radweg verließen wir dann auf halber Strecke bei Linow um dann weiter Richtung Zühlen zu radeln. Wie erwartet war es dort sehr ruhig, nur auf der Weiterfahrt zwischen Schwanow und Zechow brach im Wald wohl die „Rush-Hour“ aus.

Und das mit enormem Tempo, denn gleich mehrere PKW rasten mit irrsinniger Geschwindigkeit an uns vorbei. Und das bei zuweilen wirklich – für PKW – miesen Asphaltverhältnissen. Da geht einem dann schon mal die Muffe. Allerdings war das dann auch die Ausnahme. Weiter ging es nach Zechow recht unbehelligt bis nach Köpernitz und von dort aus durch den Wald bis Dollgow.

Kurz vor Dollgow folgte eine sehr fiese Betonstreifenstraße. Quer liegende, gefühlt hundert Jahre alte Betonstreifen aus „Russenbeständen“. Das schüttelt ordentlich. Aber nach wenigen hundert Metern lag Dollgow und damit eine bessere Straße vor uns. Nur das die geplante Route jetzt abzweigte.

Kartenausschnitt: Grünes Herz Fahrradkarte Müritz-Nationalpark und Rheinsberger LandUnd laut Karte sollte hier ein Radweg mit guter Oberflächenbeschaffenheit auf uns warten. Was da abzweigte und laut Beschilderung tatsächlich unser Weg war, war aber ein ziemlich robuster Feldweg. Ein Blick in die Karte ließ aber die Vermutung aufkeimen, das es sich nur um einen kurzen Abschnitt handelt, der dann bald in eine richtige Straße überging.

Screenshot: Kartenansicht auf Garmin Edge 1000Nur irgendwie kam besagte Straße nicht in Sicht. Also mal kurz den Garmin auf Kartenansicht umgeschaltet. Hmm, irgendwo im vor uns liegenden Wald sollte eine Straße beginnen. Also hielten wir durch und schinderten den sandigen Feldweg weiter bis zum Wald. Etwa 100 Meter hinter der Stelle, an der laut Garmin eine Straße beginnen sollte, fing dann auch etwas ähnliches an. Unter viel Gras verborgen gab es dort arg zerklüftetes Pflaster. 😯

Im weiteren Verlauf trat das Pflaster immer deutlicher hervor, bis es sich tatsächlich um eine Pflasterstraße handelte. Allerdings eine der eher ruppigen Art. zwei- bis dreihundert Meter vor Menz tat sie uns dann wenigstens den Gefallen, von einem recht glatt gefahrenen Trampelpfad begleitet zu werden, der sich halbwegs gut befuhr.

Übler Straßenbelag kurz vor Menz

Nach Menz ging es dann wie erwähnt auf dem Stechlinsee-Radweg wieder Richtung Rheinsberg zurück, der in gewohnter Rheinsberger Radwegequalität zwar reichlich von Wurzelaufbrüchen durchsetzt, aber insgesamt recht gut befahrbar ist. Ich jedenfalls habe es mit dem Rennrad überlebt. 😉

Nach Rheinsberg dann noch der übliche Ritt zurück nach Zechlinerhütte, ebenfalls wie üblich auf der Bundesstraße, denn dieser Abschnitt ist Wurzelaufbrüchen sei Dank nun wirklich nicht anders zu befahren. Insgesamt waren es dann am Ende lockere 56 Kilometer. Wer die Strecke nachfahren möchte, der Track dazu ist wie üblich bei Garmin zu finden. Ich empfehle dann nur, zwischen Dollgow und Menz auf die Strecke über Güldenhof und die L222 auszuweichen.

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe.

Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet.

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