Russische Holzpüppchen

Wenn man schon einige Dosen gefischt hat und sich langsam dem vierstelligen Bereich nähert, dann wird die Auswahl, zumindest im Heimatbereich, schon recht eng. So geht es inzwischen auch mir, kaum noch Caches die ins eigentliche Beuteschema passen, fast nur noch blöde blaue Fragezeichen sind auf der Cachekarte rund um das Wohndomizil zu finden.

Nun haben ja Mysteries in meinen Augen weniger mit Geocaching zu tun, sitzt man doch zunächst vor dem Rechner, oftmals tagelang, um ein Rätsel zu lösen, damit dann irgendwann die Dose gesucht werden kann. Meinetwegen könnten also die Fragezeichen auch auf eine eigene Plattform, denn da gehören sie hin. Wer gerne rätselt soll, halt in einen Rätselklub gehen, im Waschsalon werden ja auch keine Videos verliehen.

Aber nun ist die Lage gegeben und die blöden blauen Fragezeichen sind an Tagen mit wenig Zeit  das einzige was greifbar ist. Und so muss man eben auch mal etwas rätseln. Leider dreht sich dabei gerade die Spirale immer weiter nach oben, jeder will ein noch komplizierteres Rätsel machen. Mal ehrlich: Das ist doch mehr als grober Unfug, oder? Da geht man einem Hobby nach, das einen raus in die Natur bringen soll und dann kommen solche Dinger die einen immer länger am Rechner festhalten. Paranoid!

Jedenfalls ist ganz hier in der Nähe inmitten etlicher blöder blauer Fragezeichen eines dabei, das mit D5 am oberen Ende der Schwierigkeitsskala sitzt. Dabei geht es um eine russische Holzpuppe. Als ich das Listing (GC1JZX6) das erste mal sah habe ich gleich wieder weggeklickt. Klar, da ist ja letztlich nichtmal ein Rätsel zu sehen.

Irgendwann, mitten in der Nacht kam etwas Langeweile auf, schaute ich mir das Ding dann nochmal genauer an. Ich hatte eine Idee und legte los. Allerdings kam ich nicht weit und so fragte ich einen Bekannten. Der wiederum fragte den Nächsten und so weiter und plötzlich waren wir zu fünft. Und so wurde dann irgendwann, Tage Wochen später, gemeinsam das Rätsel gelöst.

Glücklich, endlich das Geheimnis gelüftet zu haben ging es direkt an Teil 2 (GC1KC75), der ebenso wie schon der erste Teil enorm schwierig zu knacken war, im Team aber gelöst werden konnte. Den Erfahrungen aus dem ersten Teil sei Dank dauerte es dann auch nur ein paar Tage. Verblieb der Bonus (GC1KC76) und gestern ging es dann los um die Dosen auch physisch zu heben.

Naja, was soll ich sagen? Irgendwie hatte ich ja gedacht das es schon etwas besonderes ist, immerhin muß man erstmal tagelang an den Koordinaten herumwursten bis man losziehen kann, aber dann vor Ort? Tja, da wurde dann halt ein Tradi gehoben. Ganz unspektakulär. Beinahe langweilig.

Und das da jetzt durch das Rätsel irgendwas aufgewertet wurde kann ich auch nicht sagen. Schon allein durch die zeitliche Trennung zwischen Rätseln und Heben fehlt da ein wenig der Zusammenhang. Oder macht man so einen D5 nachher nur für die Statistik…? 😈

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

7 thoughts to “Russische Holzpüppchen”

  1. Nun haben ja Mysteries in meinen Augen weniger mit Geocaching zu tun, sitzt man doch zunächst vor dem Rechner, oftmals tagelang, um ein Rätsel zu lösen, damit dann irgendwann die Dose gesucht werden kann. Meinetwegen könnten also die Fragezeichen auch auf eine eigene Plattform, denn da gehören sie hin. Wer gerne rätselt soll, halt in einen Rätselklub gehen, im Waschsalon werden ja auch keine Videos verliehen.

    jajajajajajaja
    ZUSTIMMUNG
    Endlich spricht es einer aus!

    1. Das paranoide daran ist eigentlich, das ich mangels Alternativen gerade schon wieder an einem D4 und einem D5 herumwirtschafte. Aber weiter im Team, da ist das alles leichter und zügiger erledigt und wenn sich die Ratezeit aufteilt, dann hat jeder mehr Zeit für draußen. 🙂

  2. Jau Schrottie, volle Zustimmung.
    Ich mag diese verflixten blauen Dinger auch net, aber sie
    stören gewaltig auf der Karte.
    Vor allem so ein doofes Ding, was ein Durchreisender
    in einem Kurort bei uns in der Nähe ausgelegt hat….!

    gruß coolbahia 🙄

    1. @coolbahia: Gnihihi, das Ding von dem Durchreisenden ist aber ganz einfach, im Listing steht ja ganz klar geschrieben wie man an die Lösung kommt. Also muss man im Grunde keine Sekunde darauf verwenden über eine mögliche Lösung nachzudenken. 🙂

      @Max: Die „Guten“ sind irgendwie recht selten. Hier bei mir im Kiez ist alles mit Heimarbeit verbunden.

  3. ich finde ja, dass das hier zu pauschalisiert auf alle blauen Fragezeichen ist.
    Ich mags auch nicht, wenn da ein Rätsel ist, was ich zunächst nicht lösen kann, das leg ich auch wieder weg.
    Gut fand ich, wie gebloggt, die 2 Letzten aus Strausberg, sicherlich haben sie auch viel Zeit in Anspruch genommen, aber immerhin hatten die Aufgaben direkt etwas mit dem Cache bzw. dessen Umgebung zu tun. Mal abgesehen davon, dass sie sich leichter hätten lösen lassen, wenn man die Straussee-Runde schon gemacht hat.

    Aber es gibt ja nicht nur Heimarbeits-Mysteries, sondern auch die Guten :mrgreen:

  4. Ich „liebe“ diese blauen Dinger auch wahnsinnig… 🙄 Einige wenige davon habe erfolgreich hinter mich gebracht. Die meisten davon waren Bonis zu anderen Caches. Nur wenige, wo ich vorher die Rätsel gelöst habe, da bin ich scheinbar zu blöd für… 😛

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