Samsung P35 und Gutsy Gibbon

Wenn man wie ich Ubuntu 7.10 Gutsy Gibbon auf einem Samsung P35 Notebook installiert, dann muss man damit rechnen, das einige Fehler auftreten, die sich aber ohne weiteres lösen lassen.

Problem 1: Der Destop flackert und die Prozessorlast geht dabei auf 100%. In einigen Fällen wird dabei auf dem Screen die Helligkeitsregelung angezeigt, die wie wild hoch und runter läuft. Dabei ist es egal ob es sich um ein installiertes oder ein von Live-CD gestartetes System handelt. Dieser Fehler ist bekannt und es gibt auch einen entsprechenden Workaround:

…kill gnome-power-manager after login and restart it from the terminal (e.g. gnome-power-manager –no-daemon –verbose) the problem is gone…

Allerdings lässt sich dieses Problem auch ganz einfach dauerhaft lösen. Über Anwendungen – Systemwerkzeuge – Konfigurationseditor wird eben dieser gestartet. Dann unter „apps“ – „gnome-power-manager“ – „backlight“ den Punkt „deaktiviert“ auf „enable“ setzen. Somit sucht der Power Manager nicht mehr nach dem nicht vorhandenen Lichtsensor und die Helligkeit bleibt stabil.

Problem 2: Das Tastaturlayout. Beim Upgrade von Feisty auf Gutsy erscheint eine Meldung, das eine angeblich falsche Tastatur eingestellt ist. Glaubt man wie ich dieser Meldung und nimmt die vorgeschlagene, dann hat man automatisch ein amerikanisches Tastaturlayout. Das ist ebenso unproblematisch und ganz schnell behoben: System – Einstellungen – Tastatur, dort die deutsche eingestellt und alles ist wieder in Ordnung.

Problem 3: Schlepende Formulareingaben. Zuweilen kann es vorkommen, das Formulareingaben in Webbrowsern nur sehr schleppend erfolgen und das System komplett ausgebremst wird, wenn der Browser versucht die Buchstaben in die Felder zu schreiben. Dieses Problem wird durch den Grafiktreiber verursacht. Da Gutsy von Hause aus, sofern es die Hardware hergibt, Compiz-Fusion aktiviert und hübsche Desktopeffekte zu haben, muss auch der entsprechende Treiber aktiviert sein. Im Normalfall sollte es sich eigentlich um „ati“ oder „radeon“ handeln. „ati“ war bis einschließlich Feisty der Treiber der Wahl, wenn man auf Performance setzte und keine visuellen Effekte brauchte. Für visuelle Effekte und dergleichen war „radeon“ der Treiber der Wahl. Seit Feisty gibt es nun auch noch „fglrx“, einen Treiber der direkt von ATI kommt. Unter Feisty lief dieser Treiber jedoch nicht immer stabil und bremste das System zuweilen aus. Unter Gutsy ergibt sich ein ganz anderes Problem. Durch Compiz-Fusion wird ein guter 3D-Treiber benötigt, also eigentlich auch eine Sache für den „radeon“. Aber weit gefehlt, eben genau dieser bisher beste Treiber verursacht das Problem mit denschleppenden Formulareingaben. Also ganz fix über System – Systemverwaltung – Verwaltung eingeschränkter Treiber den „fglrx“ aktivieren, das System neu starten und fertig. Und anders als bei Feisty läuft dieser Treiber unter Gutsy absolut problemlos.

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

One thought to “Samsung P35 und Gutsy Gibbon”

  1. Ich habe mein Upgrade inzwischen auf 3 Rechnern durch. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Empfehlen kann ich nur Emerald und den Compizmanager nachzuinstallieren. Probleme mit der Energieverwaltung hatte ich beim Laptop auch. Ich will nicht, dass im Akkubetrieb abgedunkelt wird. Aber das spielt keine Rolle, da die Einstellungen ignoriert werden. Aber ich will hier mal nicht herumheulen. Das mache ich dann die Tage lieber in meinem Blog. :sick:

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