Schnitzeljagd im Hessenland

Im Sommer 2009 stand für uns Hessen auf dem Urlaubsprogramm. Bevor wir dorthin fuhren, erkundigte ich mich im grünen Forum nach ein paar lohnenswerten Caches und dabei wurde ich von Lutz (DL3BZZ) auf ein Event (OC7FA8) aufmerksam gemacht, das er während unseres Urlaubes veranstalten wollte. Da es sich recht interessant anhörte, fuhren wir zu diesem Event und wurden nicht enttäuscht. Ein reichhaltiges Schnitzelbuffet, viele nette Leute und ein paar Dosen die extra für das Event gelegt einen schönen Verdauungsspaziergang ermöglichten.

In diesem Jahr plante Lutz erneut ein solches Event und in dem Moment in dem ich davon hörte stand fest: Da müssen wir hin! Also wurden Dienstpläne gewälzt, alle Möglichkeiten (und Unmöglichkeiten) ausgelotet und am Ende stand fest, wir werden dabei sein. Naja, fast noch wäre es schiefgegangen. Weil ich auf der Hochzeit des Logistikbloggers am Wochenende zuvor zu lange stehen musste, bekam ich heftig „Rücken“ und fiel zunächst aus. Obendrein hatte ich mir irgendwo einen Muskelfaserriß in der linken Wade zugezogen. Hmpf!

Glücklicherweise ließ sich der „Rücken“ rechtzeitig wieder stabilisieren, die Wade ist eh etwas langwieriges und schmerzt eben einfach nur, also konnte es losgehen. Freitag Nachmittag saßen wir dann im Cachemobil und waren auf dem Weg nach Hessen. Dank einem Stau auf der A2 dauerte es zwar etwas länger, aber nach insgesamt 5,5 Stunden Fahrt schlugen wir dann bei DL3BZZ auf, wo bereits Team VoBe1994 aus dem Oderbruch den Grill plünderte. Und man glaubt es kaum, auch wenn wir in Hessen waren, der Tag wurde komplett dosenfrei abgeschlossen, dafür aber mit netten Gesprächen bei lieben Menschen. Das ist sowieso mehr wert als jeder Fund!

Am nächsten Morgen ging es dafür dann direkt vor der Haustür mit einem Fund (OC1A6B) los. Anschließend düsten wir in Richtung Wildpark Frankenberg/Eder um den dortigen Multi (GCQC5V) zu machen. Danach standen noch zwei weitere Multis (OC00BD, OC8FE2) in der Nähe auf dem Programm, die man natürlich nicht liegen lässt, „wenn man schonmal in der Gegend ist“. Insgesamt wurde die Runde dann mit 6,28 Kilometern deutlich länger als zunächst erwartet, aber die Gegend ist einfach toll und so machte uns das auch nichts weiter aus.

Anschließend sammelten wir noch einen Mikro im Walde (GC28HPQ) nebst Bonus (GC28HQ1) ein, den uns DL3BZZ und VoBe1994 wärmstens, und zu recht, empfohlen hatten. Nun aber nichts wie zurück ins Basislager, schließlich stand ein Event bevor.

Und das Event (OCA7D1), die Schnitzeljagd zwischen Himmel und Eder war wieder mal ein wirklich genialer Vertreter seiner Art. Ein angenehmes Lokal erwartete uns, wo man ein enorm leckeres Schnitzelbuffet auffuhr, wo sich jeder fast bis zum Platzen vollfuttern konnte. Da es etwas weiter außerhalb stattfand, war es auch nicht so enorm überlaufen wie Cityevents, was es gleich noch angenehmer machte.

Der Knüller aber war die extra für das Event gelegte Cacherunde. Ganze 9 Dosen warteten darauf von den Eventbesuchern eingesammelt zu werden. Da es bis zum Start des Schnitzelbuffets noch genug Zeit war, zogen wir gemeinsam mit Team VoBe1994 und Belezza1989 los um die Runde anzugehen. Gleich am Anfang gab es zweimal „Hessen spezial“ – ein „Gotteshaus“ (GC2DAV4) und ein „Wasserhaus“ (GC2DAVF), wobei wir uns bei erstem noch reichlich schwer taten und die Dose dann nach langer Suche eher durch Zufall fanden. Weiter ging es und nach einer eher unspektakulären Dose (GC2DAVN) kamen wir zum Quasi-Highlight der Runde: Aussicht (GC2DAVR)! Und der Name war hier definitiv Programm!


Der nächste Cache (GC2DAVY) war dann allerdings auch nicht von schlechten Eltern, nicht nur das hier mal wieder ein Regular auf uns wartete, auch die Location war schon echt toll. Am Ende eines Tales lag eine Wüstung, die heute als Kuhweide herhalten darf und mittendrin in den überwucherten Fundamenten einer alten Kirche wartete die Dose. Danach ging es wieder ein Stück zurück und dan den eigentlichen Nuhnehöhenweg weiter, auf dem schon der erste Teil der Runde lag. Beim nächsten Cache (GC2DAW7) trafen wir dann andere Cacher, die wir dann einen weiteren Cache (GC2DAWC) später auch komplett einholten.

Den Rest des Weges zum vorletzten Cache der Runde (GC2DAWH) und auch zum Bonus (GC2DAWN) gingen wir dann gemeinsam. Insgesamt schlug diese Runde dann mit 7,99 Kilometer und etlichen Höhenmetern zu Buche, so daß wir nun insgesamt 14,27 Kilometer auf dem Tagestacho hatten. Und davon merkte ich dann in der verletzten Wade jeden Meter. Aber das konnte ja dann mit dem nun folgenden Schnitzelbuffet und allerlei netten Gesprächen ausgeglichen werden. Als abschluß gab es dann noch einen weiteren Cache der extra für das Event gelegt wurde. Leider ist mir hier noch kein Wegpunkt bekannt, denn das Ding ist nun zwar schon mehrfach gefunden, hängt aber noch immer in der Warteschleife der Reviewer fest, durch die er als GC-Cache eben leider durchmuß – selbstständiges oder gar zeitgesteuertes Veröffentlichen funktioniert da ja nicht.

Der folgende Tag sollte dann ganz gemütlich angegangen werden, schließlich stand ja auch noch die heimfahrt auf dem Programm. Und so hatte ich mir schon eine kleine Runde rund um Haina (Kloster) herausgesucht. Team VoBe1994 fand diese Runde auch ganz interessant, also zogen wir wieder gemeinsam los. Die Runde, die mit einem Multi (GC2A205) beginnt, führt durch den Stamfordschen Garten, einen der ältesten englischen Gärten Deutschlands. Gleich die erste Dose fanden wir dann noch vor der letzten station – ein gutes zeichen für die restliche Runde. Diese führte dann zunächst an ein paar Tradis (GC2ABBF, GC2ABBR, GC2ABC7, GC2ABCH, GC2ABCM) vorbei und schloß mit einem weiteren Multi (GC2ABD8) ab. Auf dem Rückweg zum Parkplatz gab es noch einen weiteren Tradi (GC29VMD), der allerdings nichts weiter mit der Runde zu tun hatte, aber selbstredend auch mitgenommen wurde.

Diese Runde war dann im Vergleich zu den Wanderungen am Vortag enorm kurz. Ganze 3,39 Kilometer hatten wir, im Gegensatz zu den im Listing angekündigten 5 Kilometern, zurückgelegt. Zum Abschluß ging es dann noch zum Italiener Pizza futtern bevor der unvermeidliche Rückweg angetreten wurde. Insgesamt kamen also an genaugenommen 1,5 Tagen ganze 26 Funde zusammen. Ein respektables, wenn auch erwartetes Ergebnis. *gg*

Unser besonderer dank gilt allerdings Lutz und Kerstin, die uns dieses Wochenende erst ermöglicht haben. Selten hatte ich nach nur zwei Tagen das Gefühl, ganze drei Wochen im Urlaub gewesen zu sein. Und das ist in erster Linie euer Verdienst. Vielen, vielen Dank dafür!

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

3 thoughts to “Schnitzeljagd im Hessenland”

  1. …und dieses Mal keinen Zurstrafefürdiehessengibtseinenmysteryaufdemweissenfleckderlandkarte dagelassen?
    :angel:

  2. @coolbahia: Ich konnte auf die Rasche keinen weißen Fleck auf der landkarte ausmachen, sonst hätte ich mir sicher was ausgedacht. :w00t:

    Aber hehe, das war doch keine Strafe. Immerhin seid ihr so in den Genuß des einzigen ratehakens gekommen, den ich gelegt habe. Und einfacher kann man einen D3.5 doch nicht kriegen, oder? 😎

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