Sony Ericsson K800i – Testbericht

Nun nenne ich ja schon einige Tage lang ein neues Telefon mein Eigen, also wird es Zeit für ein erstes Fazit.

Zunächst muss ich erwähnen, das ich das Telefon in erster Linie wegen der integrierten Cybershot Kamera haben wollte, da meine Digiknipse zum Einen zu klobig ist um sie immer mitzuschleppen und zum anderen immer dann nicht greifbar ist, wenn sie gebraucht wird.

Also habe ich mein Hauptaugenmerk in den ersten Tagen auf die Kamera gelegt. Schön ist auf jeden Fall, das selbst ein eingeschalteter Tastensperre die Kamera durch das Öffnen der Linsenabdeckung aktiviert wird. Die Kamera selbst ist dann im Handumdrehen aktiviert und es kann ausgelöst werden. Das Auslösen selbst dauert leider einen kleinen Moment, so das der schnelle Schnappschuß „aus der Hüfte“ auch mal zu spät kommen kann. Da aber andere Digitalkameras dieses Problem ebenso haben, kann durchaus darüber hinweggesehen werden. Die Qualität der Bilder selbst kann sich durchaus sehen lassen. Klar, zoomt man, dann verpixelt das schon alles, was aber bei einem digitalen Zoom relativ normal ist. Und bei wirklich ungünstigen Lichtverhältnissen werden die Bilder etwas schlechter, da der eingebaute Blitz keine sonderlich große Reichweite hat. Aber für die „normalen“ Fotos nebenbei ist das Teil absolut geeignet und kann somit bei Ausflügen die Digiknipse vollwertig ersetzen.

Der nächste, für mich wichtige, Punkt ist, das die Daten auf dem Handy ohne weiteres in den Rechner müssen. Das Handy selbst hat zwar einen integrierten Bluetoothanschluß, aber da Sony auch ein USB-Kabel mitliefert, kann der Anschluß an den PC darüber erfolgen. Da ja nun mitgelieferte Software-CDs in der Regel keine Software für Linux mitbringen, wurde die CD gar nicht erst ausgepackt, sondern mit Hausmitteln gearbeitet.

Um die Bilder von der Kamera zu laden genügt es, die Kamera mit dem USB-Kabel anzuschließen, schon bindet Ubuntu das Handy als Massenspeicher ein und man hat Zugriff auf alle Verzeichnisse des Handys. Da iches aber gern Komfortabel habe, benutze ich digiKam um meine Fotos aus der Kamera zu laden. Auch hier spielt das Handy problemlos mit. Einfach bei digiKam /media/PHONE/DCIM/ als Kameraquelle eintragen und es kann losgehen. Gewohnt angenehm werden die Bilder nun in seperate Verzeichnisse entsprechend dem Aufnahmedatum abgelegt.

Komplizierter wird es hingegen, wenn man auch auf das Telefonbuch zugreifen will. Hier habe ich zunächst KMobileTools probiert. Für das USB-Kabel ist hier der Anschluß /dev/ttyACM0 zuständig. Die Verbindung zum Handy klappte zunächst richtig gut. Und dann kam der Wermutstropfen. Das Telefonbuch des Handys lässt sich zwar auslesen, jedoch nicht bearbeiten. Die einzige Option war, ganz einfach das Handytelefonbuch mit dem Kontaktverzeichnis von KMail zu synchronisieren, was ich aber nicht wollte, da ich im Kontaktverzeichnis wesentlich mehr Daten habe, als im Handy vorgehalten werden sollen. Hier werde ich also noch eine andere Lösung finden müssen oder einfach darauf hoffen das die nächste, derzeit im Betastadium befindliche, Version von KMobileTools da mehr kann.

Was gibt es negatives zu sagen? Zunächst stört mich ein wenig, das es keine ultimative „Stop-Taste“ gibt, also eine Taste bei der ein Druck genügt um alle laufenden Anwendungen und ähnliches zu beenden. Bei meinem bisherigen Handy, einem Samsung SGH D-500 brauchte nur der Slider geschlossen werden, bei Nokia-Handys genügt normalerweise ein Druck auf die „Auflegen“-Taste. So etwas gibt es beim Sony Ericsson K800i leider nicht. Ebenso weicht das mitgelieferte Handbuch von dem ab, das Sony online bereitstellt. Im mitgelieferten Handbuch fehlt nämlich jeglicher Hinweis auf die Bedeutung der Symbole in der Statusleiste. Und was die bedeuten, möchte man ja schon ganz gerne wissen. Desweiteren funktionierte das Pairing via Bluetooth mit dem Ubunturechner nicht wirklich, da werde ich mich aber noch eingehender mit befassen und ggf. Lösungsansätze hier im Blog veröffentlichen.

Fazit: Ich bin bisher schwer zufrieden mit dem Sony Ericsson K800i! Die Zwecke, zu denen ich es in erster Linie erworben habe (Telefonie, Fotografie) erfüllt es zu meiner vollsten Zufriedenheit.

Schrottie

Ich blogge hier seit Anfang 2005 über wechselnde Themen. Zumeist handelt es sich dabei um Linux, Android, Geocaching oder Fotografie, aber zunehmend auch rund ums Fahrradfahren (mit MTB und Rennrad), das ich nach einigen Jahren Pause wieder für mich entdeckt habe. Dabei ist die Themenwahl insgesamt recht selektiv, also ich schreibe immer nur dann, wenn mich etwas wirklich interessiert und/oder bewegt und so kommt es dann auch, das man hier zuweilen auch private Dinge findet. Wer mir für die Arbeit ein kleines Dankeschön zukommen lassen möchte, der kann dies gern über meinen Amazon Wunschzettel tun. :-)

11 thoughts to “Sony Ericsson K800i – Testbericht”

  1. Tun das alle? Hmm, vllt. weil alle zur gleichen Zeit upgradeberechtigt sind und jetzt ein neues Spielzeug haben, über das es zu berichten lohnt? 😉

  2. Bei mir klappte mit dem Nokia N73 das Bluetooth-Gedöns auf Anhieb. Ich nutze gar nichts anderes mehr. (Bluetooth-Dateiverteilung 0.8.0.)
    Ansonsten: Gratulation zum schönen neuen Handy .-)

  3. Warum schreiben eigentlich derzeit alle Handyberichte?

    In meinem Fall: Ist ein Abfallprodukt eines Zeitschriftenartikels, den ich gegen Kohle verfasst habe. (Ja ich weiß, jetzt werfen die Gutmenschen wieder mit Lehm…) 🙂

  4. Um ein laufendes Programm z.B. ein Spiel abzubrechen genügt es die „zurück Taste“ (links vom Joystick) zu drücken. 🙄

  5. Pingback: Kein IPhone
  6. Bei Dir wird das K800i sofort als USB-Platte erkannt?
    Bei mir (Ubuntu 8.04) leider nicht, selbst im Logfile ist nichts zu finden!
    Hast Du noch irgendwelche zusätzlichen Pakete dafür installiert?

  7. Ah, Fehler gefunden! Ich hatte Compiz installiert (als Versuch), und das steht wohl irgendwie mit USB-Gerätschaften auf dem Kriegsfuß – jetzt gehtś. 😕

Kommentare sind geschlossen.