Als Fahrradpendler in Berlin unterwegs, oder: How to survive your Heimweg!

Ich fahre nun schon seit einigen Jahren generell mit dem Fahrrad zur Arbeit und wieder heim. In Berlin ist das einfach die schnellste Lösung, denn so spare ich mir etliche Stunden Stau, schon meine Nerven und die Umwelt, tue etwas für meine Gesundheit und habe immer etwas zu berichten. Also immer dann, wenn die Nerven doch mal nicht geschont wurden.

So wie heute, denn auch wenn ich eher zu der Gruppe Radfahrer gehöre, die inzwischen hupresistent sind, bei Nahtoderlebnissen tendenziell eher gelassen bleiben und sich auch sonst nicht wirklich aus der Ruhe bringen lassen, war der heutige Heimweg nach der Nachtschicht irgendwie bezeichnend für Berlin, für das, was viele Radfahrer hier tagtäglich erleben und woraus – in Notwehr – der so genannte Radelrambo hervorgeht. Ein Hindernisparcour. weiterlesen

Ra(n)dnotizen #78

Manch einer wird sich ja sicher noch daran erinnern: In Soest hatte man in der dortigen Jakobistraße kurzerhand das Radeln in der Mitte der Straße angeordnet. Damit konnten Radler nicht mehr (zu knapp) überholt werden und fuhren recht sicher. Das Ganze war quasi eine Art Pilotprojekt, schlug aber Wellen, die bis ins Bundesverkehrsministerium reichten. Dort war man sozusagen „not amused“, denn diese Lösung verstieß gegen das in Deutschland geltende Rechtsfahrgebot.

Und das geht in Deutschland ja mal überhaupt nicht. Kreative Lösungen, die sich außerhalb geltenden Rechts bewegen und öglicherweise eine Ausnahmegenehmigung benötigen. Also legte der Bundesverkehrsminister sein Veto ein. Aber in Soest will man sich nicht unterkriegen lassen und so nimmt man jetzt allerlei Taler an die Hand, und dekoriert die Jakobistraße einfach komplett um. weiterlesen

Eine runde Sache

Für gewöhnlich habe ich ja meine Geocachingstatistik nicht so wirklich im Auge, man freut sich halt wenn man zwischendurch mal wieder nachschaut und sieht, was sich so alles getan hat, aber erstrangig beim Thema Statistik finde ich die Orte selbst, zeigt doch dabei eine Statistik immer recht gut, wo man sich so alles herumgetrieben hat. Und gerade beim Geocaching kommt man da ja ganz besonders viel herum. Manchmal kann ich gar nicht glauben, wo ich in der verhältnismäßig kurzen Zeit überall gewesen bin und welche Abenteuer so alles erlebt wurden.

Als ich kürzlich mal wieder einen Blick auf die Statistik warf, fiel mir auf das da eine runde Summe ins Haus stand, genaugenommen wartete Fund Nummer 1500 auf mich. Also nicht nur irgendeine Hausnummer, sondern mal wieder etwas richtig Rundes. Und da muß natürlich ein ganz spezieller Cache her: Als Mitglied des OC-Teams kann darf muß das natürlich ein OC-only Cache sein. Also suchte ich mir einen raus… weiterlesen

Dosenfreier Tag

Komisch, trotz einem Fund gab es heute keine Dose zu finden. Klingt komisch, ist aber so.

Eine Dose haben wir gefunden, aber eigentlich auch nicht. Das Problem dabei war, das jemand durch Zufall auf die Dose gestoßen ist und diese offenbar gleich gebrauchen konnte. So hat er sich im Logbuch eingetragen und anschließend den Inhalt der Dose ins Versteck zurückgekippt und die Dose mitgenommen. Menschen gibt es…. Tses! Wenigstens hat er die in der Dose befindliche Coin nicht geklaut, denn das ist ein ziemlich schickes Teil.

Nunja, und dann gab es noch eine Premiere: Zum ersten Mal habe ich bei einer Dose einen zweiten DNF gehabt. weiterlesen

Telefonterror

Das ich mich auf Arbeit regelmäßig am Telefon beleidigen lassen muß ist ja inzwischen normal. Man gewöhnt sich halt dran und ignoiert das, es gehört eben zur Natur des Jobs. Aber wenn es zu Hause auch so losgeht, dann platzt einem der Arsch schonmal in mehreren tausend Metern Höhe.

Seit mehreren Tagen bimmelte regelmäßig in Abwesenheit das Handy: Unbekannter Teilnehmer! Gestern erwischte ich dann so einen Anruf, am anderen Ende zwei kichernde Damen kurz vor einem Lachflash die sich als Kundenbetreuung der Telekom ausgaben und meinen Namen validieren wollten. Bevor ich etwas sagen konnte wurde aufgelegt.

Heute dann wieder ein Anruf, wieder das gleiche Spiel. Nur ohne kichern. Ich teilte der Dame unmißverstädnlich mit das ich keinerlei Anrufe wünsche und legte auf. Prompt klingelte es wieder. Diesmal ein Herr, dem ich ebenfalls mitteilte das ich für solche Anrufe, erst recht wenn sie ohne Teilnehmerkennung daherkommen, nichts übrig habe. weiterlesen

StVO – Zeichen 267

„Verbot der Einfahrt“, sagt uns Zeichen 267 aus der Straßenverkehrsordnung. „Du kummst hier nit rein!“ Und so blieb dem armen Paparazzo nichts anderes als sich seinem Schicksal zu fügen. Aber eins nach dem anderen. Letzte Nacht, als ich mir eben diese auf Arbeit um die Ohren schlug, bemerkte ich bei uns im Leitstellensystem, das hier ganz in der Nähe Filmarbeiten laufen.

Und genau das machte mich hellhörig, versprach es doch viele interessante Fotomotive. Also machte ich mich auf um mal ein wenig den Paparazzo zu spielen. Zwar weiß ich nach wie vor nicht welcher Film genau gedreht wird, aber das ist sowieso zweitrangig. Das Set reicht, da muß kein Star oder Sternchen dabei sein. weiterlesen

Baumfällarbeiten

Bei einer (Caching-)Wanderung am Sacrow-Paretzer-Kanal kamen mir heute erstmals Baumfällarbeiten durch Biber in Natur unter. Was man sonst eher aus Büchern oder dem Fernsehen kennt, wirkt vor Ort gleich noch viel imposanter, allein die großen Späne die Meister Biber aus dem Baum beißen kann zeugen von wahrlich heftigen Beißerchen.

Am besten fand ich allerdings, das die Biber an scheinbar aussichtsloser Position die Bäume umlegten, denn einige der gefällten Bäume waren weit vom Wasser entfernt, andere wiederum zwar neben dem Wasser aber bei weitem nicht geeignet einen Damm zu bauen. Aber das scheint den kleinen Nagern relativ egal zu sein… weiterlesen

Held meiner Kindheit

Früher, vor der Wende war alles anders. Für die jüngeren Leser unter uns: Es gab zwei Deutschlands. Eines hieß BRD und eines hieß DDR. In der DDR war es noch anderser[sic!] als in der BRD. Früher. Und wenn man in der DDR war, dann war man meist auch Pionier. Als Kind zumindest. Und so war auch Schrottie ein Pionier. Und neben dem weißen Hemd und dem blauen Halstuch hatte man auch Helden.

Meiner war im Weltall. Was hätte ich darum gegeben so zu sein wie er. Oder gleich er. Und heute war es dann endlich soweit: Ich stand vor seinem Haus. weiterlesen