Ra(n)dnotizen #94

200 Jahre Fahrrad. In der letzten Woche war es nun soweit. Am 12.06. jährte sich die erste öffentliche Fahrt des Karl Drais in Mannheim zum 200. Mal. Rund um dieses Jubiläum gab und gibt es allerlei Veranstaltungen, in denen der Siegeszug des Fahrrades gefeiert wird. Und als würde plötzlich auch die Hölle einfrieren, legt ausgerechnet der ADAC, oberster Beschützer des mobilen Individualverkehrs, eine 180° Wende hin. Und erklärt, das eine bessere Radverkehrsinfrastruktur mit deutlich mehr Raum für Radler auch den Kfz-Verkehr beschleunigen kann.

Nun scheint sich eine überraschende Kehrtwende abzuzeichnen. Ausgerechnet der ADAC argumentiert plötzlich für mehr Fahrradstreifen auf den Straßen. Während Autofahrer in vielen Städten ungehalten auf den zunehmenden Radverkehr auf den Straßen reagieren und die mit gestrichelten weißen Linien abgetrennten Fahrradstreifen immer wieder zum Zankapfel der Lokalpolitik werden, kommt Deutschlands größter Automobilclub mit 19 Millionen Mitgliedern zu der überraschenden Feststellung: „Neue Radwege oder Fahrradstreifen bremsen Autofahrer gar nicht aus.“

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Ra(n)dnotizen #80

Ein ganzes Jahr ist es jetzt schon her, dass in Berlin das erste deutsche Radgesetz vorgelegt wurde.

Am 23. Februar 2016 stellte die Initiative Volksentscheid Fahrrad den Entwurf des ersten Berliner Radverkehrsgesetzes der Presse und der Öffentlichkeit vor, über das seit dem viel diskutiert wird. Innerhalb von nur drei Monaten wurde das Gesetz nach dem ersten deutschen Gesetzes-Hackathon mit 30 Juristen, Verkehrs- und Mobilitätsexperten erarbeitet. Nach bundesweiten Web-2.0-Lesungen, Insider-Tipps von Verwaltungsmitarbeitern und diversen Anhörungen lag das Gesetz Anfang April dem Senat zur Kostenschätzung vor. Die Initiative hat dafür einen Bundesnachhaltigkeitspreis erhalten.

Und tatsächlich spaltet dieser Gesetzentwurf die Szene und die Bevölkerung. Die einen sehen darin den ganz großen Wurf, andere sind eher skeptisch, wieder welche meinen, damit würde der Fahrradverkehr unverhältnismäßig stark bevorzugt, der nächste findet, man müsse da noch mehr fordern. Und der damals zuständige Senator hat es blockiert und damit geschafft, dass es ganz sicher nicht wie geplant im Rahmen der Bundestagswahl 2017 zum Volksentscheid kommt.

Aber es hat insgesamt zu einem Umdenken geführt, nicht nur in Berlin. Viele Kommunen haben seither erkannt, das der Radverkehr durchaus gefördert werden muss und versuchen – mehr oder weniger erfolgreich – die Verkehrswende herbeizuführen. Und somit ist es schon ein recht denkwürdiges Jubiläum. weiterlesen

Ra(n)dnotizen #46

Themen: (1) Gefährliche Radwege in Berlin melden (2) Grüne Welle via App (3) Radfahren und Alkohol (4) Teurer Fahrradspaß (5) Monnembike Projektwettbewerb (6) Zuständigkeitsgerangel in München (7) Zähes Zählen (8) Radschnellwege in Göttingen… (9) …und im Ruhrgebiet (10) Fahrradhäuschen für die Großstadt

Gefährliche Radwege in Berlin melden

Neulich berichtete ich ja über das Problem in Berlin, das Radwege oft irgendwo in Baustellen enden und der Radfahrer dann quasi strandet. Dieses Problem ist nun auch in der Politik angekommen und im Rahmen der aktuellen Bestrebungen des Senats, sich selbst und die Stadt als äußerst fahrradfreundlich darzustellen, hat man sich dieses Problems angenommen.

Seit einiger Zeit kann der geneigte Radler nun solche Problemfälle melden und man verspricht, dann umgehend Abhilfe zu schaffen. Dazu soll man entweder die Adresse oder mit dem Smartphone ermittelte Standortdaten an Rad+Baustelle@senstadtum.berlin.de senden und quasi über Nacht soll sich dann das Problem in Luft auflösen.

Grüne Welle via App

Ich hatte das vor einiger Zeit schon mal bei Google+/FB erwähnt, aber da ich gerade wieder mal darüber stolperte, sei dieses Thema auch hier noch einmal aufgegriffen. Siemens ist damit beschäftigt, ein System zu entwickeln, bei dem Radler via App in den Genuß einer mehr oder weniger durchgängigen grünen Welle zu gelangen. weiterlesen

Mehrfach gelisteter OC only

Es stand mal wieder ein Jubiläum ins Haus. Ein Fundjubiläum in Sachen Dosensuche, und wie üblich haben wir uns dafür nach einem geeigneten OC only Cache umgeschaut. Dabei gab es dann aber ein Handycap: Parallel waren wir mit Bekannten verabredet und somit wurde die Gegend in der sich der „Jubiläumscache“ befinden darf ordentlich eingeschränkt. Die Wahl fiel dann auf einen ganz besonderes Exemplar, nämlich einen OC only, der auch bei geocaching.com gelistet ist. Wie das geht? Ganz einfach.

Bei GC ist dieser Cache (GC2Z7G1) als Wherigo gelistet, soweit kein Problem. Das Problem ist das Cartridge. Um daran zu kommen, muss man bei wherigo.com eingeloggt sein und damit widerspricht ein solcher Cache den Nutzungsbedingungen von opencaching.de, kann dort also nicht gelistet werden. Und so kam mic@ auf die Idee, ein Cartridge extra für OC zu machen und auf eigenem Webspace zu hinterlegen. Da dieses besondere Cartridge aber lediglich den Log-Code für OC enthält, macht es den Cache bei OC (OCCC93) zu einem OC only.

Obwohl er eben auch bei GC gelistet ist. :w00t:

5 Nullen auf einen Streich

HerbstlaubMal wieder stand ein Jubiläum ins Haus, eine runde Summe Geocachefunde. Okay, ein klein wenig Vorarbeit war noch zu leisten, aber in Berlin ist das kein Problem. Schnell in einen beliebigen Stadtpark, alle Filmdosen eingesammelt die darin verstreut herumliegen und schon sind auch mal eben 5 Funde im Sack. Danach stand dann aber wirklich die runde Summe an. Und wie üblich, wer hier schon länger mitliest weiß Bescheid, versuchen wir dabei einen OC-only Cache zu machen. Und so war es dann auch heute.

Ich hatte ja eigentlich einen netten Multi (OC99B1) nebst Bonus (OC99B2) ins Visier genommen, aber kurz vor Peng stellte ich dann fest, das der deaktiviert ist. Huch! Eine Anfrage beim Owner ergab: Er hat nur wenig Zeit und will den Cache aktuell auch bei GC listen. Nur zickt der zuständige Reviewer herum – Abstandsregelstreß! – und deshalb zieht sich das noch etwas hin. Naja, egal. Wenn das Ding zu GC soll, dann bleibt er zwar immer noch interessant, nicht jedoch für unsere Zwecke. Heute musste ein OC-only ran. weiterlesen

Eine runde Sache

Für gewöhnlich habe ich ja meine Geocachingstatistik nicht so wirklich im Auge, man freut sich halt wenn man zwischendurch mal wieder nachschaut und sieht, was sich so alles getan hat, aber erstrangig beim Thema Statistik finde ich die Orte selbst, zeigt doch dabei eine Statistik immer recht gut, wo man sich so alles herumgetrieben hat. Und gerade beim Geocaching kommt man da ja ganz besonders viel herum. Manchmal kann ich gar nicht glauben, wo ich in der verhältnismäßig kurzen Zeit überall gewesen bin und welche Abenteuer so alles erlebt wurden.

Als ich kürzlich mal wieder einen Blick auf die Statistik warf, fiel mir auf das da eine runde Summe ins Haus stand, genaugenommen wartete Fund Nummer 1500 auf mich. Also nicht nur irgendeine Hausnummer, sondern mal wieder etwas richtig Rundes. Und da muß natürlich ein ganz spezieller Cache her: Als Mitglied des OC-Teams kann darf muß das natürlich ein OC-only Cache sein. Also suchte ich mir einen raus… weiterlesen

Die letzte Dose für 2009

So, nun ist es wohl amtlich: In diesem Jahr werde ich wohl nicht mehr geocachen gehen. Ich bin den Rest des Jahres einfach viel zu sehr beschäftigt und so haben wir dann heute eben die letzte Dose des Jahres gehoben. Und weil sich da ein kleines Jubiläum anbahnte, bin ich mittags schonmal alleine los um ein wenig vorzuarbeiten. Okay, viel vorzuarbeiten gab es nicht und hätte es nicht gereicht, es wäre wohl auch egal gewesen, aber selbst als jemand an dem der ganze Punktewahn vorbeigeht schaut man schon zuweilen mal auf die Zahlen und wenn da was Rundes naht, dann findet das schließlich jeder schön.

Da ich sowieso $BESTEEHEFRAUVONALLEN von der Arbeit abholen musste und somit in Richtung Havelland wollte, habe ich in der schwer vernebelten Gegend um Falkensee einfach ein wenig „Restecachen“ betrieben. Dabei kam ich einmal an einen Cache (GC1Y6PZ) dem man arge Grenzwertigkeit wegen der Nähe zu einer Bahnstrecke nachsagte, der dann aber ganz in Ordnung war und einmal an einen (GC1Y84), den alle ganz in Ordnung finden, der dann aber tatsächlich grenzwertig positioniert war, nämlich direkt an einem der im Havelland omnipräsenten Windkrafträder. Komisch das. weiterlesen

Das Leben mit der Sucht

Heute jährt sich zum ersten Mal der Tag, an dem ich gemeinsam mit $BESTEEHEFRAUVONALLEN in den benachbarten Park getigert bin, um dort nach etwas zu suchen das uns zwar namentlich bekannt war, wovon wir aber nicht wussten wie es aussieht. Die Rede ist, der geneigte Stammleser wird es wissen, von einem Geocache. Völlig ahnungslos tappten wir seinerzeit durch den Südpark, das man beim GPSr verschiedene Zoomstufen hat nahmen wir gar nicht wahr, aber dennoch wurden wir fündig. Ein PETling, also nicht wirklich eine Zierde seiner Art, aber dennoch waren wir stolz wie Bolle das wir ihn gefunden hatten. Als ich das ein paar Tage später hier im Blog erwähnte, kam sofort eine Warnung vor dem enormen Suchtpotenzial.

Und ja, das Suchtpotenzial darf man nicht unterschätzen. Und gerade in unserem Falle hatte die Sucht leichtes Spiel. Schließlich waren wir ohnehin schon sehr viel draußen unterwegs, es gab kaum ein Stück Wald in der Umgebung das wir nicht schon erkundet hatten. Aber nun gab es ja einige hundert neue Gründe durch die Wälder der Umgebung zu streifen. Fortan hieß es dann also nicht nur andern, sondern wandern und Schätze suchen. weiterlesen