Baum & Zeit – Der Baumkronenpfad in Beelitz-Heilstätten

Geocachern ist Beelitz-Heilstätten noch als einer der tollsten Lost Places bekannt, die es im Berliner Umland zu suchen und finden gab. Aber nicht nur Geocacher hatten in den verlassenen Klinikgebäuden ihren Spaß, auch manch Film wurde dort gedreht, zumeist Pornos oder Horrorfilme.

Nach einem tödlichen Unfall auf dem Gelände wurden dann die Geocaches allesamt archiviert und auch die Filmdrehs wurden weitgehend eingestellt. Das Gelände wurde rundherum gegen unbefugtes Betreten gesichert und fortan kam man nur mit einer der offiziellen Führungen auf dieses spannende Areal. weiterlesen

Randnotizen #17

  • Schweren Herzens – Da hatte sich doch vor einiger Zeit jemand in den Kommentaren zu einem Bericht einer LPC-Tour gemeldet und dabei verraten, das er einst als russischer Soldat Dienst in dieser Kaserne tat. Ich antwortete ihm und gab ihm gleich noch einen Link zu Flickr mit auf den Weg. Nun hat er sich, diesmal per Mail, erneut gemeldet. Voller Stolz berichtete er dabei dann ausführlich wie er von 1986 bis 1988 in der alten Kaserne Kummersdorf-Gut Dienst tat und dabei ein neues, voll automatisiertes Heizhaus aufgebaut hat. Dann erkundigte er sich, ob das noch alles funktioniert und was dort heute ist.
    Da fiel es mir wirklich verdammt schwer ihm ehrlich zu antworten, das das gesamte Gelände seit dem Abzug der russischen Truppen leer steht und dem Verfall preisgegeben ist. Ist halt irgendwie krass: Auf der einen Seite ist die verfallene Kaserne ein hochgradig spannender Ort, ein toller Abenteuerspielplatz (GC1NN8H) und auf der anderen Seite steht da plötzlich ein Mensch, ein Mensch der unheimlich stolz auf etwas ist, von dem er noch nicht weiß das es so nicht mehr existiert. Da sitzt man dann irgendwie zwischen den Stühlen…
  • Heißen Reifens – Das die FTF-Geierei zuweilen schon bizarre Formen annimmt ist ja wahrlich nichts Neues. Nicht umsonst verweigere ich, abgesehen vom ruhigen und beschaulichen OC, grundsätzlich den FTF. Schließlich will man ja nicht mit solchen Aktionen in Verbindung gebracht werden, wie sie sich gestern in Berlin zugetragen haben. Da wurde dann, nur um der erste an der Dose (GC2JPRD) zu sein, mit dem 4×4 auf dem Fußgängerweg geparkt, während der Kontrahent im Ringen um Platz 1 mit eingeschalteten Rundumkennleuchten die Busspur nutzte um den Sieg für sich verbuchen zu können. Da fällt mir irgendwie überhaupt nichts mehr zu ein. Obwohl, die Serie zu der dieser Cache gehört, macht ja nicht gerade den Anschein das sie sehr nachhaltig liegen wird, vermutlich nichtmal die geforderten 3 Monate*. Da muss man sich wirklich beeilen – wenn man denn auf einen urbanen Tradi der Größe „other“ gesteigerten Wert legt.

* Das ist natürlich Spekulation. Gerüchten zufolge hat der Owner ja auch schon angekündigt, das Dosen der Serie die gemuggelt werden, mit Sicherheit nicht ersetzt sondern archiviert werden. Schon allein weil sie nicht mehr zu beschaffen wären. Aber im Zweifel für den Angeklagten, der veröffentlichende Reviewer hat sich bestimmt vor dem Gepublish[tm] entsprechend bezüglich der Nachhaltigkeit der Caches rückversichert, sonst hätte er ja auch nicht auf den Knopf gedrückt…

Randnotizen #9

  • AktualisiertGarmin hat neue Firmware für diverse Geräte herausgebracht, wie üblich zu beziehen über den WebUpdater. Schon blöd, denn damit bleiben Linuxer mal wieder ausgesperrt. Freundlicherweise hat mir Martin (Eastpak1984) das Updatepaket für ein Oregon 550 zur Verfügung gestellt und so konnte ich ganz fix die Firmware erneuern. Ein Punkt, der mir vermutlich gar nicht aufgefallen wäre aber dennoch enorm entgegenkommt: Der Menüpunkt „Geocaches“ wird fortan nicht mehr durch das Logo von geocaching.com sondern von einem neutralen Symbol (offene Schatzkiste) geziert. Fein, sage ich, endlich sieht man bei Garmin ein, das Geocaching deutlich mehr als nur geocaching.com ist. Aber für all diejenigen, die nun weinen: Wenn man keine Caches auf dem Oregon hat, dann kommt bei Auswahl des Geocachingmenüs weiterhin die Meldung, man solle doch erstmal bei geocaching.com nachsehen. Und wie ich schonmal dabei war, habe ich auch gleich frische Karten draufgeschoben, wie üblich die von Raumbezug.
  • Versuchsstelle GottowVerlassen – Heute ging es im kleinen Rudel mal wieder auf einen Lost Place. Ziel des Ausfluges war die Versuchsstelle Gottow, eine Abteilung der Heeresversuchsstelle Kummersdorf-Gut, auf der unter anderem versucht wurde, einen lauffähigen Nuklearreaktor zu errichten. Viel ist von der Anlage nicht mehr übrig, aber spannend ist es allemal. Und der Cache (GC26C2B) nebst Bonus (GC24D1F) den es dort zu finden galt, machte die Sache auch gleich noch ein wenig interessanter. Wie üblich habe ich auch viel geknipst, ein paar dieser Bilder habe ich zu flickr hochgeladen, wer mag, kann sich das entsprechende Album ansehen.

Zucker, Schlümpfe und eine Badeanstalt

Schon recht lange hatten wir es geplant, aber erst am letzten Wochenende ergab sich ein gemeinsamer Termin für einen Ausflug in die Badeanstalt. Und so schnappten sich Klotzi, Fran Frank und meine Wenigkeit die GPS-Empfänger und wir zogen los. Die Reise ging nach Nauen, wo wir uns zunächst mit ein paar Tüddeldosen (OC7379, OC9954 und GC235KH) warmcachten. Alles harmloser Beifang, aber der lag eben auf dem Weg.

Eines der eigentlichen Ziele war danach erst dran: Die alte Zuckerfabrik in Nauen (OC9D79). Hier hatten wir mit deutlich mehr Zeitaufwand gerechnet, für gewöhnlich dauern Lost Places ja immer ihre Zeit, erstaunlicherweise waren wir aber nach 20 Minuten durch. weiterlesen

Volkseigene Kühltruhe

Das es rund um Berlin etliche hochspannenden Lost Places gibt, darunter vornehmlich verlassene Kasernenanlagen und alte Kliniken ist ja bekannt, aber auch auf dem Stadtgebiet Berlin ist so mancher „Abenteuerspielplatz“ zu finden. Da wäre zum Beispiel das alte Furnierwerk in Karlshorst, das wir im letzten Jahr auf der Suche nach dem dort versteckten Geocache (GC1JZNN und Bonus GC1JZPG) genau erkundet haben. Heute ging es wieder mal auf einen Lost Place inmitten der großen Stadt, dran war heute das ehemalige Werk 1 des VEB Kühlautomat Berlin-Johannistal.

VEB Kühlautomat Johannistal

Zwar liegt dort bisher noch kein Geocache, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Anders als das Furnierwerk Karlshorst war das Gelände hier jedoch weitläufig offen, so das sich die Suche nach einem freien Zugang als recht leicht erwies. Dafür waren die Gebäude aber auch wirklich komplett leergeräumt, kaum ein Hinweis auf die frühere Nutzung des Objektes war zu finden.

Wachturm VEB Kühlautomat Johannistal Waschraum Legale Graffiti Zone VEB Kühlautomat Johannistal

Insgesamt war der Ort aber, typisch für Lost Places, unheimlich spannend. Besonders interessant ist bei solchen Lost Places dann auch folgendes: Es ist fast unvorstellbar das der Ort schon beinahe 20 Jahre lang ungenutzt und verlassen da liegt und genauso unvorstellbar ist eben die Tatsache, das er 20 Jahre lang ungenutzt liegengelassen wurde, an sich.

VEB Kühlautomat Johannistal

So gesehen fehlt jetzt wirklich nur noch eines: Jemand der dort einen schönen Cache legt… 🙂

Dem Fritze sein Marschgepäck

Der olle Fritze hat sein Gepäck (GC217CW) auf dem Übungsplatz liegenlassen und unsereins muss nun raus und das wieder richten. Naja, da wollen wir mal nicht so sein!

Nachdem der Termin für diese Runde schon mehrfach verschoben werden musste, sollte heute nun dasDing erledigt werden, komme was da wolle. Und so fiel zwar der ursprüngliche Plan, gemeinsam mit den lieben Gattinnen loszuziehen (was ja schon wegen des heutigen Valentinstages nicht verkehrt gewesen wäre) ins Wasser, aber dennoch hat es sich mehr als gelohnt. Noch heute früh sah der erste Blick aus dem Fenster eher trübe aus, aber schon auf dem Weg zu Frank, der sich festgefahren hatte und erstmal befreit werden musste, zeigte sich Klärchen am Himmel. Na das passt ja! Und so zogen wir dann los in Richtung Krampnitz.

Kaserne Krampnitz

Die Kasernenanlage Krampnitz war selbst mir als ehemaligem Potsdamer bis dato völlig unbekannt. weiterlesen

Wieder aktiviert

Sozusagen als endgültiger Abschluß einer Reihe von Lost Place Geocaches die wir in den vergangenen zwei Wochen gehoben haben, war heute unser eigener, Goldrausch im Havelland – Lost Railway Station (OC9056GC1Y6A3) dran. Das heißt jetzt nicht das wir ihn gesucht hätten, wäre ja auch Unfug, wir haben ihn repariert. Okay, so richtig repariert werden musste er nicht, denn allzu viel kann nicht kaputt gehen, aber eine Station musste weichen und die Runde somit verkürzt werden.

Die besagte Station wurde inzwischen komplett versiegelt, sprich, alle Zugänge wurden mit Metallplatten zugeschraubt. Und das ausgerechnet bei der Station, die nicht nur die Finalkoordinaten beinhaltete, sondern ganz frech auch ein paar Nieten. Aber egal, die Runde sollte auch so noch interessant genug sein und pünktlich vor dem Wochenende steht der Cache nun, leicht gekürzt, wieder zur Verfügung.

Happy Hunting! 🙂

Lost Place Polarexpedition

Es begann im Regen. Eigentlich feinstes Wetter um einen Lost Place zubesuchen, bei dem man unter Umständen auch mit nervenden Zaungästen rechnen kann. Netterweise vermochte der Wetterbericht zu prognostizieren, das der Regen gegen Mittag aufhört. Und exakt das tat er dann auch. Allerdings machte er keinen Platz für die Sonne, sondern für einen ausgewachsenen Schneesturm.

Zunächst aber regnete es nur und mit allerlei Wasserabwehrmitteln bewaffnet machten wir uns auf den Weg um den örtlichen Multicache, Heinkel Flugzeugwerke AG (GC1N71M, nebst Bonus GC1P5QG), anzugehen. weiterlesen