Ra(n)dnotizen #79

Manch einer ist ja quasi aus dem Stand auf Krawall gebürstet, wenn es um ein Thema geht, das in Niedersachsen gerade zu einem Modellprojekt führt. Tempo 30 auch auf Hauptstraßen innerorts. Und dabei ist das eigentlich kein Problem. Jeder, der mit dem Auto schon einmal Urlaub in Österreich gemacht hat, der kennt es. Der gesamte Ort wird zur Tempo-30-Zone erklärt, lediglich die großen Durchfahrtstraßen haben dann gezielt Tempo 50 angeordnet. Und alle kommen ganz entspannt und dennoch flott ans Ziel.

Und der Clou: Niemand stirbt daran. Denn genau das, so meinen offenbar einige Tempo-30-Gegner, würde ja bei einer innerörtlichen Regelgeschwindigkeit von 30 km/h geschehen. Dabei kann man auf den meisten städtischen Hauptstraßen sowieso nicht schneller fahren, denn im Stau drehen sich bekanntlich ohnehin recht wenig Räder. Nur ist eben eines zutiefst im deutschen Autofahrer verwurzelt, er will wenigstens dürfen. Wenn er schon nicht kann. weiterlesen

Ra(n)dnotizen #64

Themen: (1) Mehr als 60% Radverkehrsanteil (2) Was ist denn eine Fahrradstraße? (3) Voll auf die Nase (4) Rennradfieber (5) Urteile zum Fahrrad- und Fußgängerverkehr (6) Mehr Fahrradstraßen gefordert (7) Berliner Totenkopf-Atlanten (8) Fahrradkennzeichen (9) Fehlende Fahrradbeleuchtung (10) Ein ganz normaler Donnerstagmorgen (11) Tweet der Woche: Rote Ampeln (12) Allerlei liegengebliebene Links (13) In eigener Sache

Mehr als 60% Radverkehrsanteil

Bei uns stehen diese Dinge noch an und man muss schon sehr weltfremd sein, um nicht zu erkennen dass es auch ganz dringend Zeit dafür wird. Die Rede ist von der „Verkehrswende“, von der Abkehr vom klassischen Automobilverkehr, hin zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln wie bspw. dem Fahrrad. In Holland hatte man dies bereits in den 70er Jahren, also vor fast einem halben Jahrhundert, weshalb man dort bereits heute einen sehr hohen Fahrradanteil am Gesamtverkehr hat und inzwischen sogar mehr als 60% Fahrradanteil anpeilt.

Richtig, mehr als 60%, also etwas, das in Deutschland wohl noch lange nicht möglich sein wird. Und das liegt letztlich nicht nur an der generell sehr autofreundlichen Politik, das liegt, wie man auch im holländischen Groningen weiß, zumeist daran, dass der deutsche Autofahrer der Verkehrsregeln nicht mächtig ist. Aber klar, Verkehrszeichen 260 beinhaltet ja auch einfach zuviele Informationen, die kann man gar nicht alle aufnehmen und umsetzen. Schon klar. 😉 weiterlesen